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Angespielt! Final Fantasy VII Revelation zeigt in der neuen Demo seine kämpferische Seite

Da kommt im nächsten Jahr etwas Großes auf uns zu. Seit der Enthüllung des dritten und letzten großen Teils der Final-Fantasy-VII-Remake-Trilogie haben wir hier bei uns jede noch so kleine Information rund um das Spiel aufgesaugt und bis ins kleinste Detail auseinandergenommen.

Nun ist das Analysieren von Trailern oder das Lesen von Pressemitteilungen und Interviews natürlich eine Sache. Viel mehr Spaß macht es allerdings, selbst Hand anzulegen. Gesagt, getan: Auf der diesjährigen Gamescom hatten wir bereits die Gelegenheit, eine erste spielbare Demo auszuprobieren, die sich vor allem um die Highwind und die offene Spielwelt drehte. Alle Informationen dazu findet ihr selbstverständlich in unserem entsprechenden Anspiel-Bericht.

Kurz darauf machte allerdings schon eine zweite Demo die Runde, die vor allem im Rahmen der diesjährigen Tokyo Game Show 2026 öffentlich präsentiert wurde. Wer nicht zufällig selbst vor Ort war, dem dürften einige Einzelheiten bislang noch entgangen sein. Wir hatten inzwischen aber ebenfalls die Gelegenheit, uns diese zweite Demo ausführlicher zu Gemüte zu führen.

Und diesmal ging es deutlich actionreicher zur Sache. Wie sich die neuen spielbaren Charaktere schlagen und was das überarbeitete Kampfsystem zu bieten hat, verraten wir euch in unserem zweiten „Angespielt“.

Auf den Spuren von Sephiroth

Im Gegensatz zur deutlich offeneren Gamescom-Demo konzentriert sich die zweite Anspielversion vor allem auf die Handlung und das Kampfsystem. Rund 30 Minuten dauert der gezeigte Abschnitt, der uns in den sogenannten Wirbelwind-Irrgarten führt.

Dort befindet sich Cloud gemeinsam mit seinen MitstreiterInnen auf dem Weg zu Sephiroth. Der Abschnitt dürfte vergleichsweise früh im Spiel angesiedelt sein, irgendwo im ersten Kapitel und damit nicht allzu lange nach den Ereignissen von Final Fantasy VII Rebirth. Auch einen kurzen Blick auf Nibelheim bekommen wir im Rahmen einer Vision zu sehen.

An dieser Stelle eine kleine Spoilerwarnung: Im Folgenden gehen wir auf einige Ereignisse und Charaktere ein, die insbesondere das Ende von Rebirth betreffen könnten. Wer möglichst unvoreingenommen in den dritten Teil starten möchte, sollte entsprechend vorsichtig weiterlesen.

Zu Beginn des gezeigten Abschnitts schließt sich auch Cid Highwind der Gruppe an, die damit insgesamt acht Mitglieder umfasst. Das gemeinsame Ziel ist klar: Sephiroth erreichen.

Auf dem Weg dorthin erwarten uns neben zahlreichen Kämpfen auch wieder kleinere Erkundungspassagen. So bewegen sich unsere Charaktere beispielsweise an Felswänden entlang, klettern über Hindernisse und überwinden größere Abgründe. Die bekannten Kletter- und Parkour-Elemente der Vorgänger sind also ebenfalls wieder mit von der Partie.

Vier Jobs für ein neues Kampfsystem

Besonders spannend war für uns natürlich die Gelegenheit, Vincent Valentine und Cid Highwind erstmals als vollwertige Gruppenmitglieder ausführlicher auszuprobieren. Schließlich gehörten die beiden bereits in Rebirth zum erweiterten Figurenensemble, waren dort aber noch nicht regulär spielbar.

Gleichzeitig konnten wir uns einen ersten Eindruck vom neuen FITS-System, beziehungsweise dem WEAR-System in der deutschen Fassung, verschaffen.

WEAR steht dabei für „widerstandsfähige Einsatzbekleidung mit augmentierter Resonanz“. Ja, genau. Hinter dieser etwas sperrigen Bezeichnung verbirgt sich allerdings eine durchaus interessante Erweiterung des bekannten Kampfsystems.

Vereinfacht gesagt führt das System vier unterschiedliche Jobs ein, die den Charakteren zusätzliche Fähigkeiten und Fertigkeiten verleihen. Dabei handelt es sich um den Ritter, der vor allem defensive Möglichkeiten bietet, den Krieger für offensive Angriffe, den Schwarzmagier zur Verstärkung der Magie und den Beschwörer, der unterschiedliche Wesen zur Unterstützung herbeirufen kann.

Passend dazu verändern sich auf Wunsch auch die Outfits der Charaktere. Wer allerdings lieber beim gewohnten Erscheinungsbild bleiben möchte, kann die Fähigkeiten der Jobs auch mit der Standardkleidung verwenden.

In unserer Demo waren die jeweiligen Jobs allerdings fest vorgegeben. Ein Wechsel war entsprechend noch nicht möglich. Trotzdem konnten wir bereits einen guten Eindruck davon gewinnen, wie sich das neue System auf die Kämpfe auswirkt.

So konnte Cloud beispielsweise in seiner Beschwörer-Rolle bekannte Esper wie Ifrit, Shiva und Titan direkt über das Kampfmenü herbeirufen. Die beschworenen Wesen unterstützen ihn anschließend für eine begrenzte Zeit im Gefecht.

Das erweitert die ohnehin schon zahlreichen Möglichkeiten des Kampfsystems und dürfte gerade bei anspruchsvolleren Gegnern für zusätzliche taktische Tiefe sorgen.

Vincent Valentine: Zwischen Schusswaffe und Monster

Ein besonderes Augenmerk lag natürlich auf Vincent Valentine, der sich spielerisch deutlich von den übrigen Gruppenmitgliedern unterscheidet.

In seiner menschlichen Gestalt setzt Vincent vor allem auf seine Schusswaffe und greift Gegner aus der Distanz an. Durch mehrere aufeinanderfolgende Treffer kann er seine Spezialfähigkeiten verbessern und damit zunehmend stärkere Angriffe entfesseln.

Richtig interessant wird es allerdings, wenn Vincent seine andere Seite zum Vorschein bringt. Durch Gedrückthalten von R1 kann er sich in ein vierbeiniges, mit mächtigen Klauen ausgestattetes Monster verwandeln.

In dieser Gestalt geht Vincent deutlich aggressiver vor und konzentriert sich auf schnelle, kraftvolle Nahkampfangriffe. Gleichzeitig kann er Gegner besonders effektiv in den Schockzustand versetzen, was natürlich gerade bei größeren Gegnern ausgesprochen nützlich ist.

Cid Highwind: Mit dem Speer mitten ins Getümmel

Auch Cid Highwind lässt sich nun erstmals innerhalb der Remake-Trilogie direkt steuern. Und wie zu erwarten war, unterscheidet sich sein Kampfstil deutlich von dem seines düsteren Mitstreiters.

Statt auf Schusswaffen oder Verwandlungen setzt Cid auf seinen langen Speer, mit dem er schnelle Angriffskombinationen ausführt und Gegner ordentlich unter Druck setzen kann.

Besonders seine Luftangriffe spielen dabei eine wichtige Rolle. Cid bewegt sich ausgesprochen dynamisch über das Schlachtfeld und kann seine Gegner mit schnellen Kombinationen bearbeiten.

Damit fügt er sich gut in das bereits sehr abwechslungsreiche Kampfsystem ein, ohne sich wie eine bloße Kopie eines anderen Gruppenmitglieds anzufühlen.

Ein ziemlich geradliniger Weg zum Boss

Während wir in der ersten Demo noch die offene Spielwelt und die Möglichkeiten rund um die Highwind erkunden konnten, fiel der zweite Abschnitt deutlich linearer und geradliniger aus.

Der Wirbelwind-Irrgarten führte uns durch vergleichsweise schlauchartige Areale, in denen vor allem die Kämpfe im Mittelpunkt standen. Größere Erkundungsmöglichkeiten oder überraschende Abzweigungen gab es in diesem Abschnitt kaum.

Dafür bekamen wir es mit einer ganzen Reihe unterschiedlicher Gegner zu tun. Neben kleineren, eher unbedeutenden Widersachern wartete unter anderem ein Gigas als Zwischenboss auf uns.

Den Höhepunkt bildete schließlich ein größerer Bosskampf gegen Jenova-Tod. Und hier zeigte das Spiel noch einmal, was im überarbeiteten Kampfsystem steckt.

Jenova setzt unter anderem auf großflächige Feuerattacken, denen wir möglichst rechtzeitig ausweichen müssen. Gleichzeitig schützt sie ihren Körper mit mehreren Tentakeln, die wir zunächst ausschalten müssen, bevor wir ihr effektiv zusetzen können.

Gerade in diesem Kampf konnten wir die unterschiedlichen Fähigkeiten unserer Gruppenmitglieder gut ausprobieren. Das Zusammenspiel aus bekannten Mechaniken und den neuen Möglichkeiten durch das WEAR-System sorgte dabei für reichlich Action.

Wer die ersten beiden Teile der Remake-Trilogie gespielt hat, wird sich ohnehin sofort wieder zurechtfinden. Die grundlegenden Mechaniken bleiben vertraut und funktionieren weiterhin sehr gut. Gleichzeitig sorgen die neuen spielbaren Charaktere und das Jobsystem dafür, dass sich auch die bekannten Figuren etwas anders spielen.

Ob das WEAR-System langfristig tatsächlich für mehr taktische Tiefe sorgt oder die Kämpfe vielleicht sogar etwas überlädt, wird sich allerdings erst in der Vollversion zeigen.

Technisch gewohnt auf höchstem Niveau

Auch technisch hinterließ die zweite Demo einen ausgesprochen runden Eindruck. Gespielt haben wir auf einer normalen PlayStation 5, auf der der gezeigte Abschnitt sehr gut lief.

Natürlich muss man dabei berücksichtigen, dass es sich um ein vergleichsweise kleines und schlauchartiges Level handelte. Hier dürfte es technisch deutlich einfacher sein, eine überzeugende Präsentation abzuliefern als in den großen offenen Gebieten der ersten Demo.

Dennoch gab es während unserer Anspielsession wenig zu beanstanden. Die Präsentation bewegt sich wieder auf dem gewohnt hohen Niveau, das man inzwischen von der Remake-Trilogie erwartet.

Das gilt nicht nur für die Optik, sondern auch für die Inszenierung. Die deutschen SynchronsprecherInnen liefern erneut eine überzeugende Leistung ab und auch die musikalische Untermalung weiß einmal mehr zu gefallen. Gerade in den größeren Kämpfen entsteht dadurch wieder diese besondere Mischung aus Spektakel und Atmosphäre, die bereits die beiden Vorgänger ausgezeichnet hat.

Die Vorfreude steigt

Nach der eher auf Erkundung ausgelegten Gamescom-Demo zeigte sich der dritte Teil der Final-Fantasy-VII-Remake-Trilogie diesmal von seiner deutlich actionreicheren Seite. Und auch dieser Eindruck fällt ausgesprochen positiv aus. Vor allem Vincent Valentine und Cid Highwind bringen mit ihren unterschiedlichen Kampfstilen frischen Wind in die ohnehin schon abwechslungsreichen Gefechte. Das neue WEAR-System verspricht darüber hinaus zusätzliche taktische Möglichkeiten, auch wenn wir dessen volles Potenzial aufgrund der vorgegebenen Jobs noch nicht ausprobieren konnten.

Ansonsten fühlt sich vieles angenehm vertraut an. Das Kampfsystem funktioniert weiterhin hervorragend, die Inszenierung ist gewohnt spektakulär und auch technisch gab es auf der normalen PS5 wenig zu beanstanden. Natürlich war die Demo mit ihren rund 30 Minuten und dem sehr linearen Aufbau nur ein kleiner Ausschnitt des Gesamtspiels. Zusammen mit unseren Eindrücken von der Gamescom zeichnet sich aber bereits ein äußerst vielversprechendes Bild ab. Die Vorfreude auf das große Finale der Trilogie ist jedenfalls noch einmal deutlich gestiegen.

Bildmaterial: Final Fantasy VII Revelation, Square Enix

2 Kommentare

  1. Danke für das Angespielt. Ich glaube es gibt kaum ein Spiel worauf ich mich mehr gefreut habe als das hier, weshalb das warten natürlich immer unerträglicher wird. Ich muss aber sagen das ich mittlerweile soweit bin das ich eigentlich gar nichts mehr sehen oder hören will. Ich will nur noch das Spiel bekommen, mich einschließen und dann die 100+h vollends genießen.

  2. So ganz ohne Kontext könnte man vom letzten Bild gänzlich andere Vibes bekommen xD

    Anyway... Bin wirklich schon freudig gespannt auf den Komplett-Run nächstes Jahr ✨️

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