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Im Test! Ace Combat 8: Wings of Theve ist ein Flug-Action-Feuerwerk der Oberklasse

Titel Ace Combat 8: Wings of Theve
Japan 2. Oktober 2026
Bandai Namco
Nordamerika 2. Oktober 2026
Bandai Namco
Europa 2. Oktober 2026
Bandai Namco
System PlayStation 5, Xbox Series, PC
Getestet für PlayStation 5
Versionsnummer 1.05
Entwickler Bandai Namco Aces
Genres Flug-Action
Texte
Deutschland Nordamerika Japan
Vertonung Deutschland Nordamerika Japan

Mit der Ace-Combat-Reihe schaffte es der japanische Entwickler und Publisher Namco Mitte der 90er-Jahre, eine wahrhaft traditionsreiche Reihe im Gaming zu etablieren. Die Kampfflug-Simulation im Arcade-Stil schaffte es quasi aus dem Stand, das Flug-Genre zu revolutionieren.

Der erste Teil der Reihe trug damals allerdings noch den Titel „Air Combat“. Da der erste Teil auf dem gleichnamigen Arcade-Automaten aus dem Jahre 1993 basierte, entschied man sich bei Namco dafür den Titel beizubehalten. Erst ab dem zweiten Teil der Reihe erhielt die Reihe den Namen „Ace Combat“.

Dank des großen Erfolgs der Ace-Combat-Reihe sorgte man bei Namco natürlich für reichlich Nachschub in Form von etlichen Nachfolgern und Spin-offs für die unterschiedlichsten Plattformen. Sogar Handhelds wie Game Boy Advance oder Nintendo 3DS wurden hier bedient.

Der letzte Teil der Reihe war „Ace Combat 7: Skies Unknown“ aus dem Jahre 2019. Still war es allerdings nicht sonderlich lange um die Reihe. Denn schon im Jahre 2021 wurde bekanntgegeben, dass man sich bei Bandai Namco um einen Nachfolger zu Ace Combat 7: Skies Unknown kümmern möchte.

Offiziell angekündigt wurde der neueste Ableger der Reihe Ace Combat 8: Wings of Theve im Dezember des Jahres 2025 während der Game Awards. Ace Combat 8: Wings of Theve erscheint am 2. Oktober für PS5, Xbox Series und PC und in unserem ausführlichen Test erfahrt ihr nun, ob ihr euch auf das kommende Action-Flug-Spektakel aus dem Hause Bandai Namco freuen dürft.

Kriegerische Auseinandersetzungen und ein ruhmreicher Pilot

Ace Combat 8: Wings of Theve spielt im fiktiven Universum „Strangereal“. In dieser fiktiven Welt gibt es andere Nationen und auch eine andere Geografie als in der uns bekannten Welt. Die Handlung von Wings of Theve dreht sich um einen tragischen Konflikt, der im Jahre 2029 stattfindet. Ungefähr zehn Jahre nach dem sogenannten „Lighthouse War“, welcher im Vorgänger Ace Combat 7: Skies Unknown Thema war.

Der neu entfachte Konflikt wird nun auf dem Kontinent „Usea“ zwischen der Republik Sotoa und der Föderation von Zentral-Usea (FZU) ausgetragen. Sotoa startet diesen Konflikt als Blitzkrieg und erobert innerhalb kürzester Zeit das Land und legt demzufolge auch die militärischen Strukturen lahm. Auch die Marine gehört mit zu den geschwächten Einheiten. Diese verlagert den Kriegsschauplatz jedoch auf das offene Meer und setzt den Kampf auf den Ozeanen dieser Welt fort.

Hier kommen wir nun ins Spiel, denn als Waffensystemoffizier Jan „Rex“ Cope übernehmen wir als ruhmreicher Marine-Pilot das Steuer der unterschiedlichsten Kampfjets und sollen diesen Konflikt zu einem guten Ende bringen. Als Rex jedoch im Einsatz fällt, übernehmen wir als namenloser Charakter das Rufzeichen von Rex und sollen nun in dessen Fußstapfen treten.

Anschließend erhalten wir das Kommando über das Joker-Geschwader der FZU. Unsere Aufgabe ist es nun, das Geschwader heil durch diesen erbarmungslosen Krieg zu bekommen und diesen Konflikt zu einem guten Ende für die Föderation von Zentral-Usea zu bringen.

Pfeilschnelle Dogfights treffen auf umfassende Anpassungsmöglichkeiten

Das Hauptaugenmerk von Ace Combat 8: Wings of Theve stellen auf jeden Fall die ausufernden Luftkämpfe dar. Mit schier unglaublicher Geschwindigkeit jagen wir mit unserem Kampfjet durch die Lüfte, stets auf der Suche nach dem nächsten möglichen Ziel und dem hoffentlich damit einhergehenden erfolgreichen Abschuss.

Neben den unterschiedlichsten Flugmanövern haben wir natürlich auch ein weitreichendes Waffenarsenal im Gepäck beziehungsweise im Jet. Abseits der relativ gewöhnlichen Gatling-Gun können wir auch auf alle mögliche Arten von Boden- und Luftraketen zurückgreifen. Die Bewaffnung unterscheidet sich jedoch nicht nur in puncto Durchschlagskraft. Auch die Zielsuch-Möglichkeit ändert sich je nach gewählter Bewaffnung. Ebenso sollte man bei Missionen, in denen Bodenziele bombardiert werden sollen, auch entsprechend die Bewaffnung anpassen und umstellen, um für die jeweilige Mission optimal gerüstet zu sein.

Wir haben außerdem die Möglichkeit, unsere Flügelmänner entsprechend anzupassen. So obliegt es uns, auszuwählen, welches Fluggerät und welche Bewaffnung die einzelnen Flügelmänner in den jeweiligen Missionen nutzen sollen. Taktische Finesse spielt hier also durchaus eine Rolle und kann hin und wieder sogar der Schlüssel zu einem erfolgreichen Abschluss der Mission sein.

Anspruchsvolle Steuerung muss erst erlernt und gemeistert werden

»Zu Beginn des Abenteuers gibt uns das Spiel die Möglichkeit, wahlweise die vereinfachte oder die anspruchsvolle Steuerungsmethode auszuwählen.«

Zu Beginn des Abenteuers gibt uns das Spiel die Möglichkeit, wahlweise die vereinfachte oder die anspruchsvolle Steuerungsmethode auszuwählen. Entscheiden wir uns für die einfachere Variante, spielt sich das Spiel sehr arcadelastig und fast schon etwas primitiv. Auch schnellere Manöver erfordern so kein großes Umdenken und man hat sein Kampfgefährt recht schnell und einfach da, wo man es haben möchte.

Bei der anspruchsvolleren Variante sieht das Ganze jedoch etwas anders aus. Denn hier will das Fluggefährt wirklich erst erlernt werden und gerade schnelle und hektische Manöver erfordern hier schon einen kühlen Kopf, um in den hektischen Momenten die richtigen Entscheidungen zu treffen. Speziell das Ausweichen im letzten Moment, wenn man gerade von einer gegnerischen Zielsuche erfasst wird, treibt einem regelmäßig den Schweiß auf die Stirn. Dennoch kann man getrost sagen, dass sich das Spielgefühl von Ace Combat 8: Wings of Theve enorm spaßig und belohnend anfühlt, besonders wenn man die Steuerung erst einmal verinnerlicht hat.

Etwas weniger Zwischensequenzen hätten dem Titel gutgetan

Ein großer Faktor, der mich am Spiel gestört hat, war die Tatsache, dass es einfach zu viele und vor allem zu lange Zwischensequenzen zwischen den Missionen gibt. Hier versuchen die Entwickler, eine Geschichte rund um die Charaktere des Geschwaders aufzubauen, die es, zumindest meiner Meinung nach, überhaupt nicht gebraucht hätte. Wenn ich eine ausufernde Story haben will, spiele ich schließlich kein Flugspiel.

Ständig hangelt man sich also von einer Sequenz zur nächsten und kann es eigentlich schon gar nicht mehr erwarten, endlich wieder im Cockpit des Jets zu sitzen und Gegner durch die Wolken zu jagen. Hier wurde also für meinen Geschmack etwas zu viel Aufwand in eine eigentlich nicht so wirklich benötigte Story gesteckt, die nach einiger Zeit eigentlich sogar eher lästig und aufgedrängt wirkt. Etwas vergebene Mühe, könnte man schon fast sagen.

Technischer Leckerbissen, der sauber und ordentlich umgesetzt wurde

Speziell die Optik von Ace Combat 8: Wings of Theve konnte mich auf ganzer Linie überzeugen. Wunderschön anzusehen und wirklich beeindruckend wirken die Himmelslandschaften, speziell bei malerischem Sonnenuntergang. Dank der leistungsstarken Unreal Engine 5 bekommen wir beeindruckende Lichteffekte auf die Augen geschmettert, welche die actiongeladenen Luftkämpfe geradezu erstrahlen lassen.

Aber auch in düsteren, verregneten Missionen kann die Optik glänzen und schaffte es regelmäßig, mich ins Staunen zu versetzen. Auch die wunderbar voluminös wirkenden Wolkenlandschaften sehen sehr realistisch aus und wirken teils schon fast fotorealistisch.

Die unzähligen Kampfjets mit ihren etlichen Details kommen ebenfalls gut zur Geltung und stehen ihren realen Gegenstücken in nichts nach. Gerade Genre-Fans dürfte hier regelmäßig das Herz aufgehen, denn die Entwickler haben sich wirklich größte Mühe bei der möglichst realitätsgetreuen Umsetzung der Kampfmaschinen gegeben.

Ace Combat 8: Wings of Theve lief während unserer Testphase zudem stets mit absolut flüssigen 60 Frames und geriet dabei auch zu keiner Zeit ins Stocken. Nicht mal während der hektischsten Missionen, in denen der Himmel geradezu explodiert, gerieten die Frames ins Stocken. Wirklich sauber umgesetzt und auf jeden Fall ein großes Lob wert.

Ordentlicher Soundtrack und umwerfende Effekte bestimmen das tonale Bild

Auch auf soundtechnischer Seite gibt es nichts zu bemängeln. Der recht eingängige und eher simpel gehaltene Soundtrack passt stets zum Spielgeschehen und auch die Synchronisation kann sich durchaus hören lassen. So richtig glänzen können aber vor allem die durchschlagenden und überzeugenden Soundeffekte. Jeder Jet klingt etwas anders und vor allem die kraftvollen Waffensysteme bringen die Gehörgänge erst so richtig in Schwung. Toll abgemischt und passend für einen Titel dieser Art.

Groß angelegter Online-Modus mit vielen Möglichkeiten

Eine große Besonderheit von Ace Combat 8: Wings of Theve ist der enthaltene Online-Mehrspielermodus. Dieser läuft strikt getrennt von der Hauptkampagne ab und verfügt über eigenen Fortschritt und eigene Speicherdaten.

Hier beginnt man das Abenteuer als Söldnerpilot auf einem Stützpunkt und erstellt sich zuerst einen Avatar, bevor es dann ins hektische Gefecht geht. Hier haben wir außerdem die Möglichkeit, weitere Flugmaschinen zu sammeln und nach und nach im Rang aufzusteigen. Der Stützpunkt dient außerdem als Hub für bis zu 100 Spieler.

Bei den Modi konzentrieren sich die Entwickler auf die beiden Modi „Koop-Angriff“ und „Koop-Kriegsführung“. Wo es sich beim Koop-Angriffs-Modus um einen eher klassischen 4-gegen-4-PVE-Modus handelt, geht es beim Koop-Kriegsführungs-Modus um das Bedrohungsstufen-System.

Hier haben wir die Möglichkeit, höhere Belohnungen bei höherer Bedrohungsstufe zu erhalten. In diesem Modus spielt auch die Art der jeweiligen Flugzeuge in einem Match eine große Rolle. Denn hier ist es extrem wichtig, wer die Rollen des Jägers, Angriffsflugzeugs, Mehrzweckjets oder der Flugmaschinen für die elektronische Kampfführung übernimmt und beherrscht. Denn nur wer perfekt zusammenarbeitet, kann am Ende siegreich aus den durchaus fordernden Herausforderungen gehen.

Weitere zeitlich begrenzte Missionen sorgen für noch mehr Langzeitspaß

Als wäre dieser ausufernde Online-Modus noch nicht spannend genug, haben sich die Entwickler außerdem dazu entschieden, im weiteren Spielverlauf sogenannte „Notfallmissionen“ einzubauen. Diese sind allerdings nur für begrenzte Zeit verfügbar. Notfall-Flugmissionen lassen eine Vierergruppe gegen eine Staffel bedrohlicher NPC-Luftstreitkräfte antreten, während Notfalleinsätze acht Piloten gegen die mächtigsten großen Gegner aus der Geschichte der Ace-Combat-Reihe antreten lassen. Für Langzeitmotivation ist also bestens gesorgt.

Die traditionsreiche Ace-Combat-Reihe ist zurück in der Luft

Ace Combat 8: Wings of Theve ist ein absolut rundes und spannendes Stück Flug-Action-Feuerwerk mit Spaß-Garantie. Die ausufernden Luftkämpfe machen, sobald man die anspruchsvolle Steuerung erst erlernt hat, unglaublich viel Spaß und wirken zu jeder Zeit absolut immersiv und oft auch atemberaubend.

Auch technisch macht der Titel eine absolut runde Figur, denn dank der Unreal Engine 5 sieht Wings of Theve nicht nur verdammt gut aus, sondern kann auch mit tollen Effekten, einer beeindruckenden Weitsicht und einer allgemein knackigen Optik glänzen.

Allen voran ist es aber auch der umfangreiche Online-Modus, der vor allem nach dem erfolgreichen Beenden der Kampagne für Langzeitmotivation sorgen wird. Obendrauf haben die Entwickler auch an zeitlich begrenzte Zusatzmissionen gedacht, die uns ebenfalls länger bei Laune halten sollen. Für Langzeitmotivation ist also bestens gesorgt.

Ace Combat 8: Wings of Theve ist alles in allem ein äußerst spaßiger Titel, den man vor allem Flug-Genre-Fans und Liebhabern der Ace-Combat-Reihe wärmstens empfehlen kann. Aber auch Genre-Neulinge können sich den Titel ruhig ansehen.

 

Story

Der fiktive Kontinent Usea befindet sich im Krieg, denn die beiden Parteien „Republik Sotoa“ und die „Föderation von Zentral-Usea“ (FZU) liefern sich erbitterte Kämpfe um die Vorherrschaft und wir stecken mit unserem Geschwader mittendrin und sollen der entscheidende Faktor in diesem ausufernden Konflikt sein und diesen zugunsten der FZU entscheiden.

Gameplay

Actiongeladene Luftkämpfe, die einem alles abverlangen, stehen an der Tagesordnung. Pures Ace-Combat-Gameplay und ein Action-Feuerwerk erster Güte.

Grafik

Saubere Optik mit wundervollen Licht- und Partikeleffekten lassen die Luftkämpfe regelrecht glänzen. Die Action läuft außerdem stets mit flüssigen 60 FPS.

Sound

Ordentlicher Soundtrack und passende Synchronisation treffen auf unglaublich knackige Effekte, die einen direkt in die Action ziehen.

Sonstiges

Der umfangreiche Online-Modus und die Zusatzmissionen sorgen für viel Langzeitspaß.

Bildmaterial: Ace Combat 8: Wings of Theve, Bandai Namco

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