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Im Test! Silent Hill: Townfall ist ein Psycho-Horror-Erlebnis der besonderen Art

Titel Silent Hill: Townfall
Japan 24. September 2026
Konami
Nordamerika 24. September 2026
Konami
Europa 24. September 2026
Konami
System PlayStation 5, PC
Getestet für PlayStation 5
Versionsnummer 2.02
Entwickler Screen Burn Interactive
Genres Survival-Horror
Texte
Deutschland Nordamerika
Vertonung Deutschland Nordamerika

Neben der allseits bekannten und extrem erfolgreichen Resident-Evil-Reihe gehört auch die Silent-Hill-Reihe aus dem Hause Konami zum festen Bestandteil des Survival-Horror-Genres im Gaming-Segment.

Ihren Ursprung hatte die mittlerweile recht umfangreiche Reihe bereits im Jahre 1999 auf der ersten PlayStation. Schon damals war klar, dass Silent Hill nicht einfach nur ein weiterer Horror-Titel auf Sonys Debüt-Konsole ist. Denn neben der extrem unheimlichen und beklemmenden Atmosphäre war es allen voran auch der fantastische Soundtrack des allseits bekannten japanischen Komponisten Akira Yamaoka, der dem Titel eine noch unheimlichere Atmosphäre verlieh. Eine Blaupause in Sachen Horror-Gaming, könnte man sagen, und absolut wegweisend für viele kommende Titel in diesem Genre.

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Nach dem recht großen Erfolg des ersten Ablegers der Reihe, folgten daraufhin natürlich unzählige Fortsetzungen und Spin-offs für die unterschiedlichsten Plattformen. Mit dem zuletzt erschienenen Ableger „Silent Hill f“ schlug Konami erstmals neue Wege in Hinblick auf das Setting ein. Denn zum ersten Mal durften wir hier ein Silent-Hill-Abenteuer mit düsterem Japan-Setting genießen. Dass dies nicht jedem Silent-Hill-Fan unbedingt auf Anhieb gefiel, braucht man an dieser Stelle wohl nicht weiter zu erwähnen.

Mit dem kommenden Silent Hill: Townfall möchten uns die Entwickler von Screen Burn Interactive erneut in die düstere Welt von Silent Hill entführen. Den vielversprechenden Titel konnten wir bereits während der diesjährigen Gamescom ausgiebig Probe spielen und nun verraten wir euch in unserem ausführlichen Review, ob sich die Vorfreude auf das neueste Silent-Hill-Abenteuer gelohnt hat. Silent Hill: Townfall wird am 24. September für PlayStation 5 und PCs erscheinen.

Gedächtnisverlust und ein anscheinend verlassener Küstenort – ist alles so, wie es scheint?

Die Geschichte von Silent Hill: Townfall spielt im Jahre 1996. Wir übernehmen die Rolle des Simon Ordell. Dieser leidet an einer Art Gedächtnisverlust und findet sich eines Tages an der Küste des beschaulichen Hafenorts „St. Amelia“ in Schottland wieder.

Nach und nach müssen wir uns unseren Weg durch die extrem dicken Nebelschwaden bahnen und uns auf die Suche nach unserer Vergangenheit machen. Ist der Küstenort St. Amelia wirklich das, was er im ersten Moment zu sein scheint, oder verbirgt sich hinter diesem dunklen Ort vielleicht doch mehr?

Ein düsteres und extrem bedrückendes Abenteuer voller Gefahren und Überraschungen erwartet unseren noch unwissenden Helden und wir stecken mittendrin in diesem wahr gewordenen Albtraum. Typisch Silent Hill eben und ein Abenteuer, welches uns quasi im Sekundentakt die Haare zu Berge stehen lässt.

Spannendes Horror-Gameplay vom Feinsten

»Gespielt wird Silent Hill: Townfall ausschließlich in der Ego-Perspektive.«

Gespielt wird Silent Hill: Townfall ausschließlich in der Ego-Perspektive. Eingefleischten Silent-Hill-Fans mag das im ersten Moment vielleicht etwas seltsam vorkommen, da die Reihe ja eigentlich schon immer in der Third-Person-Perspektive gespielt wurde. Eins kann man jedoch getrost sagen: Die Ego-Perspektive trägt hier ungemein zur Spannung und zum Mittendrin-Gefühl bei und sorgt so, zumindest für meinen Geschmack, für noch unheimlichere Momente.

Anders als bei den meisten anderen Ablegern der Reihe geht es bei Silent Hill: Townfall primär um das Vermeiden von Konfrontationen mit den Gegnern. Wir versuchen also stets, den Widersachern aus dem Weg zu gehen, statt rohe Waffengewalt anzuwenden. Der Einsatz einer Waffe ist also das allerletzte Mittel der Verteidigung, welches nur im absoluten Notfall genutzt werden sollte.

Um den zahlreichen Gegnern aus dem Weg zu gehen, haben wir beispielsweise die Möglichkeit, diese mit diversen Gegenständen, wie beispielsweise alten Flaschen oder Ziegelsteinen, abzulenken. Auch haben wir die Möglichkeit, uns in Gänge oder Flure hineinzulehnen, um so einen noch besseren Blick auf das, was vor uns liegt, zu erhaschen. Taktisches und überlegtes Vorgehen ist also das A und O, um heil aus der jeweiligen Situation zu kommen und die Konfrontation mit den düsteren Kreaturen zu vermeiden.

Rätsel gehören zur Silent-Hill-Reihe wie die Faust aufs Auge

Fast schon eine Tradition sind die Rätsel, die von Tag eins an ein großer Teil der Silent-Hill-Reihe waren und immer noch sind. Diese fallen bei Silent Hill: Townfall dieses Mal sogar etwas spezieller aus, da sich die Entwickler von Screen Burn Interactive einen besonderen Kniff haben einfallen lassen.

Unser Held Simon Ordell findet zu Beginn des Abenteuers eine Art Mini-Fernseher, den er bei sich trägt. Mit diesem TV-Gerät können wir nun also verschiedene Frequenzen empfangen. Zum einen können wir so nun drohende Gefahren ausmachen, frühzeitig erkennen und somit sogar geschickt umgehen. Zum anderen dient dieses tragbare TV-Gerät auch dazu, diverse Hilfestellungen und zusätzliche Informationen zu erhalten, die uns das Lösen der Rätsel erst ermöglichen.

Diese Hilfestellungen werden anhand kurzer, wirr zusammengeschnittener Schnipsel präsentiert. Anhand dieser kryptischen Schnipsel müssen wir nun die benötigten Informationen herausziehen, um das jeweilige Rätsel lösen zu können. Für das ein oder andere Rätsel ist also durchaus etwas Hirnschmalz gefordert, um die dargebotenen Informationen irgendwie sinnvoll zu einem großen Ganzen zusammensetzen zu können. Alles in allem sind die Rätsel aber jederzeit lösbar und mit etwas Denkarbeit absolut stemmbar. Immer wenn man an einer Schlüsselstelle im Spiel angekommen ist, rauscht das Gerät kurz und gibt somit zu erkennen, dass es aktuell eine interessante Frequenz gibt, die man sich ansehen sollte.

Die größte Neuerung und damit auch das, zumindest für mich, interessanteste Feature von Silent Hill: Townfall ist also definitiv dieses tragbare TV-Gerät. Denn mit diesem Feature verändern die Entwickler nicht nur den Spielablauf selbst, sondern auch die Art und Weise, wie man im Spielareal voranschreitet, um herannahende Gegner beispielsweise früh zu erkennen. Dieses Feature hat mich also durchaus positiv überrascht und ist die, meiner Meinung nach, wichtigste Neuerung, die Silent Hill: Townfall in die Reihe einbringt.

Optisches Gruselfest und nichts für schwache Nerven

Auch optisch kann Silent Hill: Townfall auf ganzer Linie überzeugen. Dank der Unreal Engine 5 kann der Titel mit wunderbar unheimlichen Bildern glänzen und die scharfen und schön anzusehenden Texturen gepaart mit den fantastischen Nebeleffekten erzeugen eine wunderbar unheimliche Stimmung, die auch hartgesottenen Horror-Veteranen das Fürchten lehrt.

»Das Design der Monster ist, typisch für die Silent-Hill-Reihe, wieder absolut fantastisch und äußerst gelungen.«

Das Design der Monster ist, typisch für die Silent-Hill-Reihe, wieder absolut fantastisch und äußerst gelungen. Nur selten sieht man so grotesk anmutende Kreaturen auf dem heimischen Bildschirm. Wirklich schön umgesetzt und toll präsentiert. Aber auch der allgemeine Look des Spiels lässt keine Wünsche offen und speziell Horror-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten.

Während unserer gesamten Testphase lief der Titel außerdem stets mit butterweichen 60 FPS über den Bildschirm. Wir haben natürlich im Performance-Modus gespielt. Wahlweise gibt es auch einen Qualitäts-Modus mit höherer Auflösung und 30 Frames.

Auf Wunsch kann Silent Hill: Townfall sogar in einem Letterbox-Modus gespielt werden. Hier haben wir dann am oberen und unteren Bildschirmrand schwarze Balken und somit eine Art Kino-Ansicht. Diese Letterbox-Ansicht, von welcher ich für gewöhnlich kein Freund bin, passt bei Silent Hill: Townfall jedoch wie die Faust aufs Auge. Denn dank dieser recht einschränkenden Perspektive wirkt das Horror-Abenteuer noch beklemmender und vor allem cineastischer. Probiert diese Einstellung also unbedingt mal aus.

Beklemmender Soundtrack trifft auf stabile Synchronisation

Neben den wunderbar unheimlichen Soundeffekten sind es allen voran auch der extrem beklemmende Soundtrack und die immer wieder eingestreuten Klangteppiche, die dieses Abenteuer so unheimlich wirken lassen. Ganz typisch für die Silent-Hill-Reihe spielt also auch hier der Soundtrack wieder eine enorm wichtige Rolle und hilft dem ohnehin schon beklemmenden Abenteuer, noch unheimlicher zu wirken.

Auch die Synchronisation konnte mich vollstens überzeugen und die Sprecher leisten ganze Arbeit und verhelfen diesem fast schon kinoreifen Abenteuer, noch authentischer zu wirken. Ein Horror-Erlebnis der besonderen Art und ein Abenteuer, welches man nicht verpassen sollte, speziell als Horror-Fan.

Manchmal etwas verwirrende Zielführung macht es einem hin und wieder schwer

Der einzige wirkliche Kritikpunkt, den ich dem neuen Silent-Hill-Ableger ankreiden würde, ist die Tatsache, dass ich oft nicht so genau wusste, was das Spiel denn jetzt eigentlich gerade von mir will und wo ich als nächstes hingehen sollte.

Das Spiel bietet einem zwar die Möglichkeit, zu jeder Zeit eine Karte des aktuellen Areals aufzurufen. Darüber hinaus werden die für uns interessanten Bereiche sogar auf dieser Karte markiert. Dennoch hatte ich oft das Gefühl, dass ich mich irgendwie nicht immer gleich zurechtgefunden habe und oft nicht wusste, was ich als nächstes tun soll. Hier wäre eine klarere Aufgabenführung doch etwas angenehmer gewesen. Das kann aber natürlich auch nur persönliche Präferenz sein und andere Spieler stören sich vielleicht an dieser Mechanik nicht unbedingt.

Ein Horror-Abenteuer mit besonderem Kniff und einer tollen Atmosphäre

Silent Hill: Townfall ist ein absolut gelungener Ableger der erfolgreichen Silent-Hill-Reihe, welcher sogar mit dem ein oder anderen neuen Kniff beziehungsweise neuen Feature glänzen und sich so von der breiten Horror-Masse abheben kann.

Speziell das neue tragbare TV-Gerät ist für mich das Highlight und der absolute Game-Changer dieses Titels. Nicht nur die Rätsel erhalten somit einen neuen Touch, sondern auch das Spielgefühl allgemein ändert sich durch dieses Feature, da wir die Gegner nun schon einige Zeit vor der eigentlichen Konfrontation ausfindig machen und umgehen können.

Auch technisch wirkt der Titel sehr rund und kann mit tollen Effekten und einem fantastischen Soundtrack und toller Synchronisation glänzen. Ein absolut rundes Erlebnis, sowohl in spielerischer als auch in technischer Hinsicht.

Silent Hill: Townfall ist absolutes Pflichtprogramm für Silent-Hill- und Horror-Fans. Aber auch Horror-Neulinge können sich den Titel getrost ansehen, denn hier bekommen wir ein Horror-Abenteuer auf Oberklasse-Niveau serviert, welches auch für Horror-Neulinge gut spielbar ist und eine wunderbar unheimliche Atmosphäre bietet.

 

Story

Unser an Gedächtnisverlust leidender Held Simon Ordell findet sich im beschaulichen Küstenort St. Amelia wieder. Auf der Suche nach seiner Vergangenheit stößt Simon jedoch auf einen Albtraum, den er lieber nicht erleben möchte.

Gameplay

Ausschließlich in der Ego-Perspektive erleben wir dieses spannende Horror-Abenteuer, welches gekonnt Horror-Action mit Rätseln verbindet und dem Silent-Hill-Franchise mit der ein oder anderen neuen Idee sogar zu neuen Sphären verhilft.

Grafik

Dank der Unreal Engine 5 bekommen wir scharfe Texturen, schöne Charaktermodelle und eine in Nebel gehüllte Spielwelt präsentiert, die absolut überzeugen kann und es schafft, eine wunderbar düstere und beklemmende Atmosphäre zu vermitteln.

Sound

Toller Soundtrack trifft auf ordentliche Synchronisation und unheimliche Melodien, die uns das Fürchten lehren. Typisch Silent Hill eben.

Sonstiges

Lediglich die Aufgabenstruktur hätte vielleicht etwas klarer sein können. Oft wusste ich nicht direkt, was das Spiel gerade eigentlich von mir will und wo ich als nächstes hin soll.

Bildmaterial: Silent Hill: Townfall, Konami, Annapurna Interactive, Screen Burn Interactive

3 Kommentare

  1. Das Studio was da mitgemacht hat(ScreenBurn) hat Stories Untold gemacht. Unbedingt ansehen falls unbekannt. Ist sau gut! Bei Townfall bin ich raus da ich schon Silent Hill f nicht mochte. Außer mann kann irgendwann einen Schotten im Schottenrock spielen 😁

  2. Die Ego Perspektive ist mir irgendwie ein Dorn im Auge. Ich möchte meinen Charakter einfach gerne sehen, das gibt mir ne andere Immersion. Nun gut, bei RE7 hat es nicht gestört, aber ich wünsche mir, dass man beides optional anwählen kann.

  3. Die Ego Perspektive ist mir irgendwie ein Dorn im Auge. Ich möchte meinen Charakter einfach gerne sehen, das gibt mir ne andere Immersion. Nun gut, bei RE7 hat es nicht gestört, aber ich wünsche mir, dass man beides optional anwählen kann.

    Das ist wirklich Geschmackssache.
    Aber für mich bedeutet Ego-Perspektive automatisch noch tiefer drin zu sein im Erlebnis ^^ :D

    Viele waren ja bei Cyberpunk 2077 auch sehr enttäuscht als bekannt wurde, dass es nur die Ego-Perspektive geben wird.
    Verstehe ich auch wenn man von Witcher 3 kommt z.B.

    Wäre aber bei Cyberpunk die falsche Wahl gewesen.
    Beide Perspektiven wären natürlich immer eine Möglichkeit, das aber ordentlich umzusetzen ist gar nicht so einfach.

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