Die japanische Computer Entertainment Supplier’s Association, Veranstalter der Tokyo Game Show, veröffentlichte im Rahmen der Messe erste Teile des diesjährigen CESA Video Game Industry Reports, aus dem Denfaminicogamer zitiert.
Besonders interessant ist dabei der Absatz zur KI‑Nutzung. So geben inzwischen 85,8 Prozent der japanischen Entwickler zu, generative KI bei ihrer Arbeit einzusetzen. 63 Prozent der Entwickler erklärten, sie würden die Technologie täglich nutzen, während die übrigen 22,8 Prozent gelegentlich darauf zurückgreifen.
Als wichtigste Vorteile der KI werden eine „höhere Arbeitseffizienz und Produktivität“, gefolgt von „kürzeren Entwicklungszyklen“ sowie „reduzierten Entwicklungs- und Betriebskosten“ genannt.
Die Umfrage deckt eine breite Palette an Unternehmen ab, etwa Capcom, Sega, Level-5 und Konami – wobei die Antworten nicht den Unternehmen zugeordnet sind. Allen Unternehmen sei es beim Einsatz von generativer KI aber wichtig, dass das Ergebnis am Ende von Menschen überprüft, korrigiert und beaufsichtigt wird. Generierte Inhalte werden nicht direkt übernommen.
Deutliche Zunahme von generativer KI in Videospielen
Die Nutzung generativer KI in der Entwicklung ist damit gegenüber der Umfrage im letzten Jahr deutlich gestiegen. Damals lag der Anteil unter CESA-Mitgliedern bei 51 Prozent. Im letzten Jahr wurde als häufigster Einsatzbereich die Erstellung visueller Inhalte und Bilder genannt, gefolgt von der Generierung von Geschichten und Texten sowie der Unterstützung bei der Programmierung.
Für die Zukunft bestehe laut CESA-Geschäftsführer Tsutomu Masuda eine zentrale Herausforderung darin, die Qualität der Spieleentwicklung zu verbessern und gleichzeitig neue technologische Möglichkeiten zu integrieren sowie die Rechte am geistigen Eigentum zu schützen.
Wie es ausgeht, wenn generative KI zu sorglos eingesetzt wird, darf derzeit Level-5 erfahren. Das Studio hinter Spielen wie Professor Layton, Yo-kai Watch und Inazuma Eleven ist aktuell unter Dauerkritik der Fans. CEO Akihiro Hino hatte sich deshalb bereits entschuldigend zu Wort gemeldet.
via Automaton Media, Bildmaterial: Level-5

Stellt sich die Frage wo und wofür. Ich denke für alles was sich nicht später im fertigen Spiel wird, findet sich eine Akzeptanz/Ignoranz. Mal abgesehen davon, dass man ja nicht wüsste wie die Wurst gemacht wird.
Abseits davon, würde ich vermuten dass es sich im Mobile Games und ähnliches handelt. Bei dem Zielpublikum ist die Akzeptanz/Ignoranz offenbar höher und dementsprechend sind die Vorbehalte bei den Herstellern auch deutlich niedriger.