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Angespielt! Stranger Than Heaven bietet spannende Mechaniken, aber braucht noch Feintuning

Das kommende Action-Spektakel Stranger Than Heaven aus dem Hause Sega ist ein historisches Prequel zum Like-a-Dragon- beziehungsweise Yakuza-Franchise und wird vom in Japan ansässigen Entwickler „RGG Studio“ entwickelt.

Bereits während eines Interviews im Jahre 2021 wurde bekannt, dass die Entwickler von RGG Studio an einer neuen IP abseits des Like-a-Dragon- und Judgment-Franchise arbeiten. Erstmals offiziell angekündigt wurde das neue Projekt dann im Zuge der The Game Awards im Jahre 2024.

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Damals war das Projekt noch unter dem kryptischen Namen „Project Century“ bekannt. Im Juni 2025 wurde dann erstmals der volle Titel des neuen Projekts bekannt gegeben.

Im Zuge der Gamescom konnten wir Stranger Than Heaven bereits ausgiebig antesten und können euch daher nun verraten, ob sich das Warten auf den Action-Blockbuster lohnt und in welchen Punkten sich Stranger Than Heaven klar von der Like-a-Dragon- und Judgment-Reihe unterscheidet. Am 15. Januar 2027 soll der vielversprechende Action-Kracher dann für PS5, Xbox Series und PCs erscheinen.

Fünf Epochen in fünf Jahrzehnten

Die Geschichte von Stranger Than Heaven wird innerhalb von fünf unterschiedlichen Epochen erzählt. Als Schauplatz dienen ganze fünf unterschiedliche Städte Japans. Angefangen in der Stadt Kokura in der Präfektur Fukuoka im Jahre 1915 verschlägt es uns anschließend ins Jahr 1929 nach Kure in der Präfektur Hiroshima. Im Anschluss folgen Minami in Osaka im Jahre 1943, Atami in der Präfektur Shizuoka im Jahre 1951 und als krönender Abschluss landen wir im Stadtteil Shinjuku in Tokio im Jahre 1965.

Wir übernehmen die Rolle von Makoto Daito, einem japanisch-amerikanischen Außenseiter, welcher sich zu Beginn des Abenteuers auf der Überfahrt von San Francisco in den Vereinigten Staaten nach Japan befindet, um sich dort ein neues, besseres Leben aufzubauen.

Stranger Than Heaven handelt vor allem von der Gründung und dem Aufstieg der Yakuza, der japanischen Mafia. Der Tojo-Clan welcher in der gesamten Like-a-Dragon-Reihe eine tragende Rolle spielt, steht dabei im Mittelpunkt. Unser Hauptcharakter Makoto Daito ist ein Gründungsmitglied des Tojo-Clans und somit eine tragende Figur, die maßgeblich zum Aufstieg der Yakuza beigetragen hat.

Actiongeladene Kämpfe treffen auf ein interessantes Setting

Wie auch schon bei der Like-a-Dragon- und Judgment-Reihe liegt der Fokus auch bei Stranger Than Heaven primär auf den actiongeladenen und anspruchsvollen Kämpfen. Diese tragen wir, wie üblich für diese Reihe, ausschließlich in der Third-Person-Perspektive aus.

Die Besonderheit von Stranger Than Heaven ist hierbei die Tatsache, dass wir nun jede Hand einzeln steuern können. So haben wir nun also die Möglichkeit, wahlweise nur links oder rechts zuzuschlagen oder zu blocken.

Hieraus ergeben sich dann logischerweise völlig neue Kombo-Möglichkeiten und das Kampfsystem wird dadurch allgemein noch einmal deutlich anspruchsvoller, als es bei anderen Titeln der Like-a-Dragon- und Judgment-Reihe der Fall war.

Das Hauptaugenmerk liegt also definitiv auf den hektischen und sehr anspruchsvollen Kämpfen. Auch unsere Demo-Session bestand ausschließlich aus diversen Konfrontationen mit anderen kriminellen Gestalten. Hier konnten wir die neuen Kampfmechaniken ausgiebig testen und uns mit den verschiedenen Features vertraut machen.

Inszenierung wirkt hochwertig und immersiv

Was mir am meisten imponiert hat, war die extreme Liebe zum Detail der unterschiedlichen Epochen, die man in diesem Abenteuer erleben darf. Je nach gewählter Zeit beziehungsweise Epoche verändert sich natürlich auch das Setting, die Kleidung der Charaktere, und der allgemeine Vibe der Optik des Spiels.

Jede Epoche hat ihren eigenen Charme, ihre eigenen Merkmale und ihren eigenen Charakter, wenn man so will. Wirklich sympathisch umgesetzt und präsentiert. Im fertigen Spiel hoffe ich daher vor allem darauf, diese Spielwelt weiter erkunden zu können und noch tiefer in die einzelnen Epochen und Jahrzehnte Japans abtauchen zu können.

Denn während unserer recht begrenzten Demo-Session konnte man sich kaum in den Arealen bewegen. Zum Umfang der Spielwelt kann man zum jetzigen Zeitpunkt also noch recht wenig sagen.

Technisch durchaus ordentlich, aber noch ausbaufähig

Auf technischer Seite weiß Stranger Than Heaven durchaus zu gefallen. Auch wenn die gesamte Optik während der Demo-Session noch etwas grieselig und unscharf daherkam. Der Titel hat auf jeden Fall viel Potenzial, das es jetzt noch auszuschöpfen gilt. Ich bin aber durchaus zuversichtlich, dass die Entwickler von RGG Studio das hinbekommen und uns ein weiteres hochwertiges Action-Spektakel im Like-a-Dragon-Universum servieren.

Stranger Than Heaven läuft übrigens auf Basis der hauseigenen Dragon Engine. Auf Basis dieser durchaus leistungsstarken Engine wurden bereits Titel wie die Judgment-Reihe, Yakuza: Like a Dragon und Yakuza 6 entwickelt. Potenzial ist hier also definitiv vorhanden.

Der Aufstieg der Yakuza verpackt in einem Action-Feuerwerk

Stranger Than Heaven ist durchaus ein Titel, auf den man sich freuen darf. Denn hier treffen actiongeladene Kämpfe, jetzt sogar mit komplett neuem Kampfsystem, auf eine tolle und äußerst liebevolle Inszenierung.

Die fünf unterschiedlichen Epochen können wirklich begeistern und jede Epoche hat ihren eigenen Charme und ihre eigenen Besonderheiten. Wirklich toll umgesetzt und ich hoffe auf eine etwas freier erkundbare Spielwelt als die, die man während der Demo-Session präsentiert bekam.

Like-a-Dragon- und Judgment-Fans können ohnehin getrost zugreifen. Genre- und Serien-Neulinge sollten vielleicht noch auf eine Demo warten oder sich andere Titel der Reihe ansehen, um beurteilen zu können, ob diese Art von Gameplay für einen selbst geeignet ist. Ich jedenfalls freue mich sehr auf Stranger Than Heaven und hoffe, dass die Entwickler von RGG Studio die verbleibende Zeit nutzen, um den Titel noch weiter zu polieren.

Bildmaterial: Stranger Than Heaven, SEGA, RGG Studio

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