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Angespielt! Final Fantasy Resonance dürfte genau das bieten, was ihr euch erhofft

Was ihr bisher wahrscheinlich über Final Fantasy Resonance wisst: Es gibt Visionen, die auf „Final Fantasy“-Helden älterer Spiele basieren. Square Enix bewirbt das als Selling-Point und man kann es ehrlich gesagt auch nicht verdenken. Irgendein „Final Fantasy“-Charakter ist sicher der Liebling von irgendjemanden. Und so holt man alle ab: Die Cloud-Fans, die Tidus-Fans, die Zidane-Fans und die Squall-Fans.

Aber Final Fantasy Resonance hat noch mehr zu bieten – davon konnten wir uns in einer einstündigen Anspielsession im Rahmen der Gamescom überzeugen. Wir konnten dabei ein wenig über die Weltkarte streifen, einen Schrein besuchen, viele Kämpfe austragen und einen Dungeon bis zum Boss erkunden. Zu wenig Zeit für ein Spiel wie Final Fantasy Resonance, aber genug für einen ersten Eindruck.

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Die Anfänge der Story

Die Geschichte von Final Fantasy Resonance, von der wir im Rahmen der Demo erwartungsgemäß wenig gesehen haben, spielt im Königreich der Ritter, Grandshelt. Das Leben dort ist friedlich und von der Macht der Kristalle gesegnet.

Rain – unser Held – ist Kommandant des Luftschiff-Geschwaders und besucht gemeinsam mit seinem Stellvertreter und Kindheitsfreund Lasswell den Erdschrein, um herauszufinden, wieso selbiger seine magische Barriere zu verlieren droht.

Dort werden wir von einem geheimnisvollen Mann in schwarzer Rüstung empfangen. Rain und Lasswell werden überwältigt, ihr Luftschiff zerstört und der Erdkristall zerschlagen. Auch Grandshelt wird von Veritas dem Finsteren attackiert. Jetzt gilt es, die verbleibenden Kristalle und ihre Schreine zu schützen und damit das Königreich zu retten. Die Demo führt uns in einen der Dungeons gleich zu Beginn des Spiels: in den Windschrein.

Das Kampfsystem

Eine gute Gelegenheit also, um erste Gameplay-Mechaniken kennenzulernen. Hier verspricht Final Fantasy Resonance eine Evolution klassischer, rundenbasierter Kämpfe und positioniert sich als Gegenentwurf zu den Action-reichen modernen Ablegern der Reihe. Alles andere wäre für das erste Final Fantasy der beliebten HD2D-Reihe aber auch eine Überraschung.

Eine Zeitleiste am oberen Rand zeigt an, welcher Charakter und welcher Gegner als Nächstes an der Reihe ist. Welche strategischen Möglichkeiten sich hier bieten, müssen wir Lesenden dieser Website sicher nicht erklären. Auch sonst ist alles dabei, was sich bewährt hat: Eine Schockleiste unter der HP-Anzeige der Gegner, Elementarschwächen, Formationen, Limits und jede Menge Zauber, Fertigkeiten, Techniken und Beschwörungen.

Die Visionen und Resonanzen

Und na klar: die Visionen. Diese kristallisierten Essenzen eines Charakters könnt ihr ausrüsten und deren Macht nutzen, um Werte zu verbessern und Fähigkeiten freizuschalten. Stärkt die Affinität zu einer Vision, um weitere Möglichkeiten zu eröffnen.

Gelingt es euch im Kampf, alle Gegner zu schocken, wird ein radikaler Schock ausgelöst und am Ende einer Bonusphase die Resonanz einer Vision. Ihr könnt dann aus der Resonanz aller ausgerüsteten Visionen wählen und solltet klug wählen: Die Resonanzen haben Elementarstärken, sind Flächenangriffe oder Buffs. Der passende Angriff kann euch retten. Logisch: Besonders in Bosskämpfen ist essenziell, dass ihr die richtigen Visionen ausgewählt habt.

Ansehnlich: Der Aufruf der Visionen in 3D-Sequenzen fügt sich prima ein und sieht sehr hübsch aus. Natürlich appellieren die Sequenzen auch an eure Erinnerungen an die alten Spiele und Charaktere. Ebenso wie übrigens die Schreine, in denen ihr die Visionen erlangt und wo ihr mehr über die Geschichten der Charaktere erfahrt. Ein Dialog führt hier sogar zu unterschiedlichen Sequenzen. Neben all den bekannten „Final Fantasy“-Charakteren gibt es übrigens auch neu erschaffene Visionen wie Charlotte, Leah oder Tronn.

Wie viel Mobile-Game steckt drin?

Und jetzt zur für viele von euch wichtigsten Frage: Wie viel Mobile-Game steckt in Final Fantasy Resonance? Auf den ersten Blick: gar keins. Das Spiel basiert bekanntlich auf der ersten Season von Final Fantasy Brave Exvius, ein Mobile-Game. Resonance interpretiert dessen Inhalte neu und verspricht ein Erlebnis, das einen simplen Port oder ein Remake sowohl in Qualität als auch Umfang klar übertreffen soll.

Der Autor hat Final Fantasy Brave Exvius nicht gespielt. Wer es gespielt hat, wird gewiss Parallelen und sicherlich auch Überbleibsel finden. Wer nicht, muss mit dem Wissen um die Basis des Spiels schon ganz genau suchen. So schaltet man zum Beispiel die Visionen in den Heiligtümern des Lichts mit Maginit frei und kann sie mit höherwertigem Maginit sogar aufwerten. Wie das in einem Mobile-Game funktioniert, kann man sich vorstellen. In Final Fantasy Resonance findet ihr Maginit ganz normal auf eurer Reise in Schatzkisten, als Belohnung oder als Hinterlassenschaft von Monstern.

Dass ihr alle Visionen im Vorbeigehen freischaltet, davon ist dennoch nicht auszugehen. Square Enix hat schon einige Endgame-Inhalte angedeutet, zu deren Belohnungen auch das Maginit zählt. Man ahnt: Wer auch die letzten Visionen sein Eigen nennen will, muss sich mächtigen Gegnern stellen und gefährliche, optionale Dungeons erkunden. Aber das ist es doch, was ihr wollt, oder nicht?

In der einstündigen Spielsession hat sich Final Fantasy Resonance jedenfalls gespielt, wie sich ein HD2D-RPG mit einem traditionellen Kampfsystem, Dungeons und Weltkarte eben spielt. Die Session ließ beim Autor jedenfalls keine Bedenken zu, man würde Resonance seine Mobile-Wurzeln auch spielerisch im negativen Sinne anmerken.

Die Musik und Optik

Zur Optik von Final Fantasy Resonance muss man wohl nicht viel erklären. Das Marketing-technisch als erstes Final Fantasy in HD2D-Optik positionierte Spiel sieht fantastisch aus – wenn man es mit der HD2D-Optik hält. Die 3D-Backgrounds im HD2D-Stil harmonisieren dabei wunderbar mit den flachen Pixel-Art-Charakteren.

Auch die 3D-Sequenzen mit den Visionen und Beschwörungen fügen sich überraschend gut ein und fühlen sich nicht deplatziert an. Gleiches gilt für die gezeichneten 2D-Artworks der Charaktere, welche die Dialoge begleiten. Das Spiel mischt tatsächlich einige unterschiedliche Stile – und alles kommt fast schon überraschend stimmig herüber.

Apropos stimmig: Der Soundtrack ging im Messetrubel etwas unter. Die Musik wurde wohl zu großen Teilen aus Final Fantasy Brave Exvius übernommen, allerdings von Elements Garden unter der Leitung von Noriyasu Agematsu neu arrangiert. Zusätzlich wurden auch neue Tracks komponiert.

Da kann nicht mehr viel schiefgehen

Final Fantasy Resonance bot nach einer Stunde Spielzeit wenig Raum für Überraschungen. Klingt seltsam, aber das ist im Kontext dieses Spiels durchaus positiv gemeint. Das Kampfsystem bedient sich bewährter Elemente und bietet alle Annehmlichkeiten der Moderne. Die unterschiedlichen Mechaniken greifen sehr gut ineinander, die Esper und Visionen sind ein Highlight. Besonders die bunten und mitunter bildschirmfüllenden Effekte wissen zu gefallen.

Die HD2D-Grafik verbindet hübsche Hintergründe mit putzigen Pixel-Charakteren, die Retro-Feeling aufkommen lassen. Besonders gut haben dem Autor die 2D-Artworks von Charakteren in Dialogen gefallen, die je nach Gesprächsverlauf auch andere Emotionen zeigen.

Fans klassischer „Final Fantasy“-Spiele dürften aller Voraussicht nach ebenso auf ihre Kosten kommen wie HD2D-Fans. Die Oberklasse winkt, wenn auch die Story von Resonance überzeugen kann. Dazu kann der Autor heute nichts sagen, doch was man von „Brave Exvius“-Fans hört, macht Hoffnung. Final Fantasy Resonance wird deutsche Texte und englische sowie japanische Sprachausgabe bieten und erscheint am 22. Oktober 2026 für die Switch-Familie, PlayStation 5, Xbox Series sowie PCs.

 

Bildmaterial: Final Fantasy Resonance, Square Enix, Team Asano, Lancarse

1 Kommentar

  1. Danke für den Ersteindruck. JE mehr ich davon lese desto mehr habe ich Lust drauf. Es hört sich alles fantastisch an und ich bin echt gespannt wie sehr mir das rundenbasierte Kampfsystem gefallen wird, passiert ja nicht so oft. Freue mich schon sehr auf Oktober.

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