Die Ankündigung war dann doch eine ziemlich große Überraschung: Nach mehr als 30 Jahren kehrt Terranigma zurück. Vielleicht habt ihr die Neuauflage auf der Gamescom sogar schon selbst ausprobiert. In einem neuen Interview mit IGN verriet Martin Lindell, Senior Advisor bei Clear River Games, jetzt weitere Details zur Rückkehr des Klassikers.
Für Clear River Games war dabei von Anfang an klar, dass man kein umfangreiches Remake aus Terranigma machen möchte. „Ich liebe das Spiel. Ich finde, es war ein Meisterwerk“, erklärt Lindell. Genau deshalb sei man schließlich an Square Enix herangetreten und habe eine Neuveröffentlichung vorgeschlagen. Mit anderen Worten: Man hat einfach gefragt.
So viel Original wie möglich
Das Ziel lautet vor allem Bewahrung. „Wir haben es so intakt wie möglich belassen“, erklärt Lindell. Die Neuauflage sei deshalb eher „die ursprüngliche Version mit Verbesserungen“. Pixelgrafik und Soundtrack bleiben entsprechend weitgehend unangetastet.
Auch das ursprüngliche 4:3-Bildformat wird beibehalten. An den Seiten können verschiedene Artworks oder alternativ schwarze Flächen angezeigt werden. Zusätzlich gibt es einen optionalen CRT-Filter, der das Spiel stärker so aussehen lassen soll, wie es damals auf einem Röhrenfernseher wahrgenommen wurde. Für die Neuauflage steuerte der ursprüngliche Charakterdesigner Kamui Fujiwara zudem ein neues Key-Art bei.
Eine Neuinterpretation des Soundtracks ist bislang ebenfalls nicht angekündigt. „Der Soundtrack ist vollständig erhalten und wirklich großartig“, so Lindell. Ob darüber hinaus noch weitere musikalische Optionen hinzukommen, ließ er offen.
Ein paar moderne Verbesserungen gibt es trotzdem
Ganz ohne Neuerungen geht es allerdings nicht. Besonders die Bedienung von Gegenständen und Magie war aufgrund der wenigen Controller-Tasten des Originals teilweise umständlich. Deshalb erhält die Neuauflage ein Schnellmenü, über das Heilgegenstände, wichtige Items und Zauber direkt ausgewählt werden können.
Auch beim Balancing könnten Änderungen warten. Besonders Bloody Mary dürfte vielen Fans noch in Erinnerung geblieben sein. Der Boss gilt als berüchtigter Schwierigkeitssprung. Lindell bestätigte zwar noch keine konkreten Anpassungen, erklärte aber, dass eine erweiterte Spielvariante einige Änderungen bieten werde: „We might have more news about that later.“
Wer möglichst nah am Original bleiben möchte, soll Terranigma hingegen auch weitgehend so spielen können, wie es damals veröffentlicht wurde.
Vielleicht bleibt es nicht bei Terranigma
Spannend ist außerdem der Blick in die Zukunft. Terranigma wird häufig gemeinsam mit Soul Blazer und Illusion of Gaia als inoffizielle Trilogie von Quintet betrachtet. Eine komplette Sammlung sei für Clear River Games zunächst kein Thema gewesen – ausgeschlossen scheint eine Rückkehr weiterer Klassiker aber nicht.
„Wenn das gut läuft, besteht vielleicht Interesse an weiteren Projekten“, lässt Lindell zumindest eine kleine Tür offen. Zunächst muss sich aber Terranigma selbst beweisen. Die Neuauflage soll Anfang 2027 für Nintendo Switch 1 und 2, PlayStation 4 und 5, Xbox Series und PC erscheinen.
via GoNintendo, Bildmaterial: Terranigma, Clear River Games, Square Enix, Quintet

Und sinnvolle Erweiterungen, da es ja bekannt ist, dass einiges an Inhalten fehlt, die geplant waren. Einiges wie Aholas Stufe 3 merkt man.
Das Original erst kürzlich wieder gespielt und finde, dass das Balancing so gut ist wie es ist. Klar ist Bloody Mary eine Nuss gewesen, bei meinem ersten Durchlauf. Da hat man halt gelevelt (mind. Lev. 23) und dann mit Sonnenzaubern bombadiert. In der Regel schafft man den Boss dann deutlich mit links.
Ich hab bis zuletzt das Zaubersystem nie benutzt (oder vielmehr gerafft) ging auch ohne 😅
Yo, das ist so ne Sache mit Terranigma:
Zauber sind nicht wirklich nötig zum Durchspielen und das Zaubersystem wird schlecht erklärt. Eigentlich funktioniert es so, dass man Kristalle in Zauber umwandeln kann. Diese Kristalle bekommt man dann zurück, wenn man den Zauber benutzt hat. Das heißt jeder Kristall erhöht die maximale Kapazität von Zaubern.
Aber das Spiel lässt es so klingen, als würde man die Kristalle für immer verlieren wenn man den Zauber verwendet.
Beim nächsten Durchgang hab ich mir vorgenommen, deutlich mehr Magie zu verwenden, weil ich das auch immer vernachlässigt habe. Ist halt in gewisser Weise schade, dass man sie auch eigentlich nicht braucht – bis auf bei der Hadeshexe, für die man sonst noch ein paar mehr Level holen sollte, wenn man sie nur mit normalen Angriffen killen will xD
Ernsthaft? 🤣 Ok, man hätte das auch mit Save scumming testen können.. gut das ich nur 30 Jahre später drauf gekommen bin.