| Titel | Beast of Reincarnation |
| 4. August 2026 | |
| Fictions | |
| 4. August 2026 | |
| Fictions | |
| 4. August 2026 | |
| Fictions | |
| System | PlayStation 5, Xbox Series, PC |
| Getestet für | PlayStation 5 |
| Entwickler | Game Freak |
| Genres | Action-Adventure |
| Texte |
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| Vertonung |
Dass Entwickler durchaus auch andere, gewagtere Wege bestreiten können, ist jetzt nicht unbedingt eine Seltenheit. Im Falle des japanischen Entwicklers „Game Freak“ jedoch schon ein kleines Novum in Sachen Gaming-Vielfalt.
Denn der japanische Entwickler mit Sitz in Chiyoda, Tokio, war zuvor vor allem für die zuletzt erschienenen Pokémon-Titel bekannt und möchte uns nun mit Beast of Reincarnation in gänzlich neue Gefilde entführen.
Das spezielle Setting mit exotischen und durchaus interessant gestalteten monsterähnlichen Kreaturen bleibt uns jedoch erhalten und so mag manch einer wohl direkt an ein erwachseneres Pokémon denken. Beast of Reincarnation ist jedoch weit mehr als das und vor allem eine ganze Ecke düsterer und melancholischer.
Erstmals offiziell angekündigt wurde der Titel erst im Jahre 2025 während eines Xbox Games Showcase. Erst zu diesem Zeitpunkt erfuhr man den eigentlichen Titel des Spiels, denn bis zu diesem Showcase war Beast of Reincarnation lediglich als „Project Bloom“ bekannt. Beast of Reincarnation ist außerdem der erste Titel, den Game Freak für PS5 und Xbox Series veröffentlicht, da man vorher lediglich für Nintendo entwickelte.
Beast of Reincarnation erscheint nach vielen Jahren der Warterei nun endlich am 4. August für PS5, Xbox Series und PCs und wird auf der Microsoft-Plattform sogar als Day-1-Titel im Xbox Game Pass vertreten sein. Ob uns das vielversprechende Monster-Abenteuer aus Fernost begeistern kann und ob sich ein Kauf lohnt, erfahrt ihr wie immer in unserem ausführlichen Test.
Das Japan der fernen Zukunft wird von einer pflanzlichen Plage heimgesucht
Die tragische Geschichte von Beast of Reincarnation spielt im Jahre 4026. Wir übernehmen die Rolle von Emma, einer sogenannten „Versieglerin“, und ihrem treuen Begleiter, dem Wolfshund „Kuu“. Die Beziehung zwischen den beiden Abenteurern kann wohl am ehesten als „Synergie“ bezeichnet werden, denn Emma und Kuu verbindet mehr als nur der Drang nach Gerechtigkeit.
Emma ist mit der sogenannten „Plage“ geboren. Eine Art pflanzliches Virus, welches den Körper nach und nach einnimmt und beherrscht. Emma macht sich diese Gabe allerdings zu Nutze und kann mit Hilfe der Plage sogar Pflanzen kontrollieren und diese geschickt im Kampf oder zur Überwindung diverser Hindernisse nutzen. Aufgrund dieser Gabe wird Emma aber natürlich auch gemieden und als eine Art Außenseiterin angesehen.
Die Aufgabe eines Versieglers besteht außerdem darin, finstere und bedrohliche Kreaturen zu jagen und zu erlegen und deren Plage in sich aufzunehmen. Folglich kann die Plage dann keinen weiteren Schaden mehr anrichten und wird von den Versieglern sozusagen beherbergt. Hier kommt unser Begleiter Kuu wieder ins Spiel, denn auch Kuu ist eine Kreatur, welche die Plage in sich trägt. Genau dieser Umstand ist es jedoch auch, der die Beziehung zwischen Emma und Kuu so besonders macht. Die beiden teilen ein tragisches Schicksal.
Eines Tages erhalten Emma und Kuu die Aufgabe, in den Westen des Landes zu reisen, um das sogenannte „Beast of Reincarnation“ zu erlegen und die Plage ein für allemal in den Griff zu bekommen. Denn diese finstere Kreatur gilt als der Ursprung der Plage. Ein spannendes und gefährliches Abenteuer steht den beiden also nun bevor und am Ende geht es um nichts Geringeres als die Zukunft Japans.
Halboffene Spielwelt mit viel zum Entdecken und dystopischem Japan-Flair
Die Spielwelt von Beast of Reincarnation ist keine Open World im eigentlichen Sinne. Vielmehr sind die Areale zwar frei begehbar, untereinander aber dennoch in unterschiedliche Level beziehungsweise Kapitel unterteilt. Im Klartext heißt das, am Ende eines jeden Areals wartet ein Bosskampf, der das jeweilige Level beziehungsweise Kapitel abschließt. Danach wechseln wir in das nächste Kapitel und den neuen Abschnitt. In den Arealen selbst können wir uns also frei bewegen, haben aber dennoch stets einen roten Faden, der uns durch die Story leitet.
Mein einziger Kritikpunkt an dieser Art von Leveldesign ist die Tatsache, dass wenn man frühzeitig bestimmte Schlüsselorte im jeweiligen Areal besucht, noch keine Interaktion stattfinden kann, da die eine oder andere vorhergehende Aufgabe noch nicht erledigt wurde. So geht man den Weg quasi wieder zurück, erledigt die ursprüngliche Aufgabe und kommt dann an den bereits besuchten Ort zurück und kann die Story dann fortführen. Mir ist natürlich bewusst, dass die Levelstrukturen irgendeinen logischen Aufbau haben müssen, dennoch geht für mich damit auch ein Teil der Immersion verloren.
Nichtsdestotrotz bietet Beast of Reincarnation eine interessante Spielwelt, in der es auch immer wieder das ein oder andere Geheimnis zu finden gibt und die auch wirklich zum Erkunden einlädt. Spieler, die Lust auf eine melancholisch angehauchte, dystopische Spielwelt im Japan-Setting haben, sind hier also goldrichtig. Auch optisch verändern sich die Areale natürlich im weiteren Spielverlauf und so hat man auch nach mehreren Spielstunden nicht das Gefühl, stets das gleiche Areal mit leicht unterschiedlichem Aufbau zu spielen.
Skills lernen und verstehen ist enorm wichtig
Ein weiterer wichtiger Punkt ist außerdem die Tatsache, dass man sich wirklich gut mit dem Skillbaum und dessen Möglichkeiten beschäftigen sollte. Der Skillbaum, der sich nach und nach erweitert und neue Möglichkeiten bietet, ist enorm wichtig, da wir so wichtige Angriffe und Attribute erlernen können, die uns vor allem die hektischen Bosskämpfe deutlich erleichtern. Neben Emma hat auch Kuu einen eigenen Skillbaum mit eigenen Möglichkeiten.
Speziell in höheren Schwierigkeitsgraden werden die Bosskämpfe wirklich richtig anspruchsvoll und so möchte man natürlich auf keinerlei Hilfe verzichten, um die gigantischen Kreaturen effektiv erlegen zu können. Die Skillpunkte, die man im Skillbaum einsetzt, verdient man sich nach den Bosskämpfen und auch beim Levelaufstieg selbst. Beim Levelaufstieg kann man außerdem Punkte für Gesundheit, Stärke und die Fähigkeit, die Pflanzen-Energie effektiv zu nutzen, vergeben.
Im weiteren Spielverlauf findet man außerdem immer wieder neue Waffen und Rüstungsteile, die unterschiedliche Attribute aufweisen wie beispielsweise Giftschaden und dergleichen. Bei den unterschiedlichen Schwertern beispielsweise sieht man noch einen optischen Unterschied. Bei den Rüstungen jedoch handelt es sich um reine Punkte-Upgrades, die sich optisch nicht an der Spielfigur bemerkbar machen. Diese Rüstungen haben jedoch unterschiedlich viele Slots für diverse Upgrades.
Technisch ist da noch viel Luft nach oben
Das größte Manko an Beast of Reincarnation ist definitiv die durchwachsene Technik, mit der das Spiel quasi pausenlos zu kämpfen hat. Der Titel wurde auf Basis der Unreal Engine 5 entwickelt und sieht alles in allem auch wirklich schön aus. Speziell die Spielwelt selbst kann optisch durchaus überzeugen. Die zu häufig einbrechende Performance ist es allerdings, die den technischen Eindruck dann doch enorm trübt.
Wo die Charaktermodelle und die Umgebungen noch wirklich recht ansehnlich daherkommen, wird das Ganze einfach viel zu häufig durch ständig abfallende FPS zunichte gemacht. Egal ob man sich gerade außerhalb eines Kampfes in der Spielwelt herumtreibt oder sich gerade in einem hitzigen Kampf mit einem oder mehreren Feinden befindet, die FPS sind leider oft instabil und so fühlen sich vor allem die Kämpfe häufig chaotischer an, als sie eigentlich sein müssten. Gerade die Bosskämpfe gegen die gigantischen Kreaturen fallen so noch chaotischer und unübersichtlicher aus. Hier wäre definitiv mehr drin gewesen. Aber vielleicht kann der Entwickler Game Freak hier mit einem Day-1-Update noch etwas in Sachen Performance richten. In Arealen in denen wenig los ist und die Flora und Fauna auch eher mager ausfällt, kann das Spiel die 60 FPS natürlich meist schon halten.
Immer wieder sind mir außerdem, gerade in den Innenräumen, falsch beleuchtete Areale aufgefallen. Hier wusste die Engine manchmal nicht so recht, welche Lichtquelle jetzt gerade eigentlich wohin gehört. Bei einem Titel dieser Budgetklasse sollte so etwas wirklich nicht passieren. Trotz der eigentlich relativ schön anzusehenden Optik wird Beast of Reincarnation also immer wieder durch technische Unzulänglichkeiten gebremst und das ist sehr schade, da der Titel vor allem technisch so viel runder hätte sein können.
Gespielt habe ich Beast of Reincarnation auf einer Standard-PS5. Hier bietet der Titel außerdem die Möglichkeit, in einen Qualitäts-Modus mit 30 Frames und etwas höherer Auflösung oder einen Performance-Modus mit 60 FPS zu schalten.
Durchschnittlicher Soundtrack trifft auf durchaus ordentliche Effekte
Der Soundtrack von Beast of Reincarnation kann am ehesten als guter Durchschnitt bezeichnet werden. Mit fernöstlichen Klängen werden wir abseits der Kämpfe beschallt und speziell während der hektischen Bosskämpfe bekommen wir dann orchestralen Stress-Sound, ganz im Stile eines FromSoftware-Titels, auf die Ohren geballert. So steigt das Stress-Level deutlich an und die Kämpfe werden mental noch anstrengender. Aber irgendwie ist das ja auch so gewollt.
Die Soundeffekte hingegen wirken wirklich durchdacht und sauber umgesetzt. Hier gibt es eigentlich nichts zu bemängeln und tontechnisch macht der Titel einen wirklich ordentlichen Eindruck. Auch die Synchronisation ist durchaus gelungen. Ich habe den Titel mit japanischer Synchronisation gespielt und kann diese Einstellung auch empfehlen. Wie auch bei anderen Titeln mit Fernost-Setting trägt das einfach nochmal zusätzlich zur Atmosphäre bei.
Ein spannendes Abenteuer, welches von durchwachsener Technik ausgebremst wird
Beast of Reincarnation ist alles in allem ein wirklich spannendes und schön zu spielendes Abenteuer. Vor allem die beeindruckenden Bosskämpfe sind das Highlight des Spiels. Mit einem ausufernden Skillbaum haben wir außerdem die Möglichkeit, die Heldin an unseren Spielstil anzupassen, und der sympathische tierische Begleiter Kuu ist auch ein netter Sidekick, der das ernste Spielgeschehen immer wieder etwas auflockert.
Vor allem technisch ist Beast of Reincarnation aber leider wirklich nicht das Gelbe vom Ei. Ständige FPS-Einbrüche gepaart mit wirren Lichteffekten und einer allgemein recht grieselig wirkenden Optik lassen hier wirklich nicht das Gefühl aufkommen, dass es sich um einen Blockbuster-Titel handelt. Hier wäre deutlich mehr drin gewesen und dass die Unreal Engine 5 wirklich zu fantastischen Bildern in der Lage ist, ist allgemein bekannt. Zumindest tontechnisch wurde der Titel aber ordentlich umgesetzt und auch die Synchro weiß zu gefallen.
Beast of Reincarnation ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite machen die Kämpfe und das Erkunden der Spielwelt wirklich Spaß. Auch die Story ist durchaus ordentlich ausgefallen. Der Gesamteindruck leidet aber leider sehr unter der oft mauen Technik. Dass man dennoch seinen Spaß mit dem Titel haben kann, will ich auf keinen Fall anzweifeln. Es wäre aber so viel mehr drin gewesen, speziell eben auf technischer Ebene. So bleibt leider nur ein durchaus spaßiger Titel, der aber doch deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt.
Story
Gameplay
Grafik
Sound
Sonstiges
Bildmaterial: Beast of Reincarnation, Fictions, Game Freak

Es überrascht mich fast ein bisschen, dass beim Tester scheinbar doch nicht ganz unerhebliche Probleme mit der Performance aufgetreten sind, denn Dantorius, der das Spiel auch schon seit letztem Wochenende hat, hatte bislang wohl nur einen einzigen Bosskampf mit FPS-Einbrüchen.
Grundsätzlich bin ich mit den Reviews aber gut zufrieden: Bei Opencritic steht das Spiel aktuell bei 76 Punkten, was für mich erstmal fine ist. Es gibt viele 8er, aber auch einige Ausreißer nach unten mit 5 Punkten. Ich denke aber, dass das Spiel mir unterm Strich gefallen dürfte und sehe erstmal keinen Anlass, es wegen der Wertungen doch nicht zu holen. Anders als bei The Relic: First Guardian, wo ich meine Vorbestellung tatsächlich gecancelt habe, ein Score von um 55 Punkten macht mir da schon deutlich mehr Sorgen...
Die Kritik zur Performance würde mich gar nicht mal so abschrecken, aber das Spiel klingt irgendwie so belanglos.
Schade, hatte auf Sekiro trifft Stellar Blade gehofft, aber bin raus, bei der weiteren Kritik, die ich gelesen habe. Performance kann man patchen, aber bei einem 30h Spiel so viel Recycling betreiben und das von einem namhaften Developer, ist dann zu viel des Guten.
Stimmt absolut.
Das Verhalten der Bosse ähnelt sich sehr häufig.
Hat mich in meinem Durchgang jetzt zwar nie gestört aber ist ein valider Kritikpunkt den man haben kann.
Was mich mehr verwundert hat war dass die Bosse auch in der zweiten Phase oft exakt die selben Angriffe wieder nutzen.
Klingt etwas hart, aber es ist definitiv kein Genre-definierendes Erlebnis. Vorsichtig ausgedrückt.
Naja ist halt auch so ne Frage.
Auf welchem System hat er es gespielt?
PS5 Pro oder nicht Pro?
Manche Menschen sind was abfallende Frames anbelangt auch weniger empfindlich. Kann man so nicht pauschalisieren.
Der Day-1-Patch kam jetzt erst vor wenigen Stunden, der soll die Performance wohl etwas verbessern.