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Im Test! Digimon Story: Time Stranger für Switch 2 ist das perfekte Digimon für unterwegs

Titel Digimon Story: Time Stranger
Japan 10. Juli 2026
Bandai Namco
Nordamerika 10. Juli 2026
Bandai Namco
Europa 10. Juli 2026
Bandai Namco
System Nintendo Switch, Nintendo Switch 2
Getestet für Nintendo Switch 2
Entwickler Media.Vision
Genres [J]RPG
Texte
Deutschland Nordamerika Japan
Vertonung Nordamerika Japan

Im vergangenen Oktober machten Bandai Namco und Media.Vision Digimon-Fans eine Freude und veröffentlichten Digimon Story: Time Stranger. Doch bis dato fehlten eine bzw. zwei Versionen. Während das Spiel ursprünglich für PlayStation 5, Xbox Series und PCs erschien, folgten kürzlich die Versionen für Nintendo Switch und Switch 2.

Wie gut sich die digitalen Monster auf der Hybrid-Konsole unter anderem unterwegs spielen lassen, wollten wir uns natürlich ansehen. Zumal ich mir persönlich diese Version besonders gewünscht hatte.

Zu Beginn jedoch ein kleiner Hinweis: In diesem Test werde ich nicht zu sehr auf die Handlung, das Gameplay und weitere Details eingehen. Diese Aspekte wurden bereits in dem Test für PlayStation 5 ausführlich behandelt und in den meisten Fällen hat sich an meinem Urteil sowie den Spielinhalten nichts geändert. Durch ein kostenloses Update, welches für alle Plattformen verfügbar ist, steigt dennoch der Komfort im Spiel.

Eine Welt vor dem Abgrund

Mit Digimon Story: Time Stranger erwartet euch ein Spiel, welches nicht nur Fans erfreut, sondern auch die Einstiegshürde für Neulinge niedrig hält. Dieses Mal steht kein Cyber-Detektiv, sondern ein Agent bzw. eine Agentin des geheimen Anomaliesonderermittlungsbüros „ADAMAS“ im Mittelpunkt. Die Organisation untersucht rätselhafte Phänomene.

Schnell erhärtet sich der Verdacht, dass sogenannte Phasenelektronen-Lebensformen – besser bekannt als Digimon – mit diesen mysteriösen Ereignissen in Verbindung stehen. Nach einer Explosion wird die Hauptfigur acht Jahre in die Vergangenheit geschleudert und in eine Geschichte um digitale Wesen, die Welt Iliad, Titanen und einen drohenden Krieg hineingezogen.

Erzählerisch bewegt sich das Spiel zunächst auf bekanntem (J)RPG-Terrain. Die Anfangsphase wird erklärungsreich erzählt und wiederholt einzelne Informationen etwas zu häufig. Hat die Handlung diese Hürde jedoch genommen, entwickelt sie spürbar mehr Zugkraft: Die Inszenierung wird emotionaler und stellenweise düsterer. Sie profitiert vor allem von den gelungenen Zwischensequenzen.

Besonders überzeugend ist das zentrale Motiv der Handlung, das sich um die Bindung zwischen Mensch und Digimon dreht. Dies wird etwa in der Beziehung zwischen Inori und Aegiomon spürbar. Ein kleiner Wermutstropfen ist allerdings, dass der Hauptcharakter nicht vertont ist. Dadurch verlieren einzelne dramatische Momente manchmal an Wirkung. Generell wirken wenige Stellen im Spiel seltsam, wenn diese – im Gegensatz zum restlichen Spiel und den meisten Dialogen – nicht vertont sind. Da stellt sich schon die Frage, ob diese Stellen vergessen wurden beim Vertonen.

Eine verbesserte Digifarm

Time Stranger setzt spielerisch auf ein rundenbasiertes Kampfsystem mit Digimon-Typen, Elementen und einer Zugleiste. Der Einstieg gelingt unkompliziert, doch gerade Bosskämpfe verlangen ein größeres taktisches Gespür: Schwächen, Resistenzen und Phasenwechsel müssen aufmerksam berücksichtigt werden. Komfortfunktionen wie der automatische Regenerationsmodus, das flexible Wechseln der Digimon zwischen Team und Box sowie frei anpassbare Fähigkeiten sorgen für ein angenehm flüssiges Spielgefühl.

Auch in der neuen Version bleibt das Sammeln, Trainieren und Digitieren von mehr als 450 Digimon das zentrale Spielelement. Aus den Daten besiegter Gegner entstehen eigene Partner, die im Team, in der Box oder auf der Digifarm eingesetzt werden können.

Letztere wurde mit dem bereits erwähnten kostenlosen Update komfortabel erweitert. Spielerinnen und Spieler können die Bedingungen für die Digitation nun direkt in der Farm in einem Menüfenster einsehen. Zwar muss man sich ein wenig bis zu diesem Fenster durchklicken. Generell wird dadurch die Verwaltung der Digimon innerhalb der Farm jedoch deutlich einfacher und übersichtlicher.

Dies war eines der Features, die von Fans bemängelt wurden, und es ist schön zu sehen, dass die EntwicklerInnen darauf gehört haben. So lassen sich die unterschiedlichen Werte, die trainiert werden müssen, direkt in der Farm einsehen.

Ein weiterer Wunsch der Fans war die Einführung des Digimon-Maskottchens Terriermon-Assistent, welches nun seinen Weg ins Spiel gefunden hat. Mithilfe der Reit-Funktion im Spiel kann Terriermon-Assistent sogar auf der Schulter des Agenten oder der Agentin Platz nehmen. Das Einzige, was dabei stören könnte, ist, dass die Spielfigur dann nicht mehr laufen kann und man sich nur im Schritttempo fortbewegen kann.

Verbesserte Präsentation

Wie die vorherigen Versionen kann sich auch die „Switch 2“-Version sehen lassen. In puncto Präsentation überzeugen erneut vor allem die Digimon selbst. Ihre 3D-Modelle, Animationen und individuellen Bewegungen sind sehr detailreich und tragen spürbar zur Lebendigkeit der Städte und Gebiete bei. Optisch unterscheidet sich die „Switch 2“-Version meiner Meinung nach kaum von der getesteten PS5-Version.

Neben den neuen Spielversionen erhalten Spielende nun die Wahl zwischen einem Qualitäts- und einem Leistungsmodus. Während der Qualitätsmodus eine Auflösung von 4K mit HDR und bis zu 30 FPS ermöglicht, priorisiert der Leistungsmodus die Bildrate und erreicht bis zu 60 FPS. Beide Modi liefen im Testzeitraum gut und ohne Komplikationen.

Zusätzlich steht ein neuer Fotomodus bei der Erkundung zur Verfügung, der sich ganz einfach per Schultertaste aktivieren lässt. Dadurch lassen sich Situationen und Umgebungen, die zwar nicht das Niveau aktueller Genregrößen erreichen, aber dennoch durch einen stimmigen Stil überzeugen, ideal fotografieren. So können beispielsweise die sichtbaren Gegner bei der Felderkundung oder die eigene Figur beim Digi-Ritt durch die Landschaft fotografiert und somit für immer festgehalten werden.

Das perfekte Spiel für unterwegs und die Couch

Digimon Story: Time Stranger liefert unterm Strich vor allem für Fans ein überzeugendes Gesamtpaket. Für mich gilt das besonders für die Version für Nintendo Switch 2, die der „PlayStation 5“-Version aus meiner Sicht in nichts nachsteht. Durch den portablen Aspekt der Hybridkonsole ist sie mein persönlicher Favorit geworden.

Zwar braucht die Geschichte etwas Anlauf und die angesprochenen Unstimmigkeiten im ersten Test, wie die stumme Hauptfigur, lassen sich so schnell nicht beheben. Doch die enorme Auswahl an Digimon, das gut funktionierende Kampfsystem, die liebevolle Präsentation und das schön herausgearbeitete Thema der Beziehung zwischen Mensch und Digimon machen den Titel zu einem empfehlenswerten (J)RPG-Abenteuer.

Leider handelt es sich bei den Versionen für Nintendo Switch und Switch 2 nicht um eine Complete Edition. Das bedeutet, dass die bisher veröffentlichten DLCs separat oder über die Deluxe bzw. Ultimate Edition zusätzlich erworben werden müssen.

Bildmaterial: Digimon Story: Time Stranger, Bandai Namco, Media.Vision

1 Kommentar

  1. Dass Spiel ist meiner Meinung nach Absoluter. Die beiden Nachteile sind das die Switch 2 Variante auf ner GameKeyCard rausgekommen ist und ich weiß nicht ob man die Switch 1 Variante Upgraden kann (Und welche Unterschiede zwischen der Switch 1 und 2 Variante Herrschen), und zum anderen das man die DLC's Seperat erwerben muss was man meiner Meinung nach als ein Richtigen Downer bezeichen kann.

    Dennoch ein gutes Spiel wo ich auch froh bin das Digimon wieder am Wachsen ist.

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