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Marktumfrage: 100 Prozent der japanischen Entwickler von Online-Spielen nutzen generative KI

Die Japan Online Game Association und die Kadokawa ASCII Laboratories veröffentlichen jährlich den JOGA Online Game Market Research Report. Seit 2004 liefert die Umfrage Einblicke in den Zustand des heimischen Online-Spielemarkts sowie in Unternehmensentwicklungen unter japanischen Entwicklerstudios.

Dieses Jahr besonders interessant: Ausgabe 2026 untersucht die Einstellungen von EntwicklerInnen und SpielerInnen gegenüber generativer KI. Demnach ergab die Umfrage eine Nutzungsquote von 100 Prozent für Gen-AI-Tools unter Spieleunternehmen.

Besonders beliebte Tools sind Googles Gemini (94 Prozent) – gefolgt von Anthropics Claude (84 Prozent) und GitHub Copilot (76 Prozent). Die Aufgaben, die Unternehmen am liebsten an generative KI auslagern möchten, sind „Analyse von Nutzerpräferenzen“ und „Vorhersage von Nutzerverhalten“. In der Umfrage des Vorjahres war „Content-Planung“ neben der Nutzeranalyse der meistgenannte Anwendungsbereich, damals war ChatGPT noch das meistverwendete KI-Tool war.

Auf Seite der SpielerInnen gibt es aber Bedenken: Man sorgt sich um potenzielle Urheberrechtsverletzungen sowie darum, dass „alle Spiele anfangen, sich ähnlich zu sehen“. Die Daten der Umfrage beziehen sich zwar ausschließlich auf den japanischen Online-Spielemarkt, zeigen aber, wie KI zunehmend in der Entwicklung von Videospielen eingesetzt wird.

Eine im September letzten Jahres veröffentlichte Umfrage der Computer Entertainment Supplier’s Association (CESA) ergab, dass 51 Prozent der japanischen Spieleunternehmen KI in irgendeiner Form einsetzen, wobei die zwei häufigsten Anwendungsbereiche kreativer Natur sind (Erstellung visueller Assets und Bilder, gefolgt von Story- und Textgenerierung). 71,4 Prozent der Firmen, die KI nutzen, legen dies nicht aktiv offen.

via Automaton Media, Bildmaterial: Tsukuyomi: The Divine Hunter, COLOPL

2 Kommentare

  1. Ich finde den Einsatz von KI als Unterstüzung ganz gut. Ich bin beruflich Grafiker und mache ebenfalls Gebrauch von künstlicher Intelligenz. Beispielsweise frage ich des Öfteren nach Farb- und Kompositionsvorschlägen zu wiederum selbstgezeichneten Skizzen, etc. Solange man versucht, die digitalen Spiele-Stores vor gänzlich mit KI gestaltetem Müll (wie diese Hentai-Puzzles und "Tung Tung Tung Sahur"-Brainrot-Kacke) zu schützen, sehe ich darin wirklich nichts Verwerfliches.

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