Beim Summer Game Fest 2026 feierte Stranger Than Heaven einmal mehr mit einem rasanten Video ein Comeback. Nach Snoop Dogg und Bond-mäßigem Theme-Song sorgte das neue Spiel von RGG Studio auch diesmal wieder für Aufsehen.
Diesmal allerdings eher ungewollt. Die Vorstellung des längst verstorbenen Tupac sorgte nicht für Begeisterung, sondern für eine heftige Kontroverse. Der Nachlass von Tupac beschäftigt die Gerichte – und die Beteuerungen in der Pressemeldung haben Fans nicht ausreichend beruhigt.
Jetzt sprach Studio-Chef Masayoshi Yokoyama mit Game Informer über die Integration von Tupac. Demnach habe auch die Tupac-Idee mit Snoop Dogg angefangen. Dogg spielt den ziemlich wichtigen Charakter Orpheus im Spiel. „Es gibt im Spiel tatsächlich viele Figuren, die eine Verbindung zu Snoop haben, die wir noch nicht bekannt gegeben haben. Es gibt in dieser Welt viele Menschen, die, was Japan betrifft, Außenseiter oder Ausländer sind oder aus einem anderen Land gekommen sind. Aber warum gerade Tupac?“, fragt Yokoyama selbst – der natürlich gleich die Antwort gibt.
So sagt Yokoyama weiter: „Als wir Snoop als Orpheus besetzten, dachten wir: ‚Wir haben Snoop Dogg, er ist so eine unglaubliche Person, die auch in der realen Welt all diese wirklich interessanten Beziehungen hat.‘ Wir wollten diese Menschen mit solchen Beziehungen für viele verschiedene Rollen gewinnen […].“
Alles begann mit Snoop
Man habe das mit Snoop besprochen, ihm Figuren präsentiert und ihn gefragt, wer für diese Rolle seiner Meinung nach gut geeignet sei. Snoop habe dann Tupac ins Spiel gebracht, aber es sei „hin und her“ gegangen. Es seien eine Reihe verschiedene Namen gefallen. Dann habe man im nächsten Schritt mit dem Nachlass der Familie sprechen und verhandeln müssen.
Yokoyama macht dann deutlich, dass er vom anhaltenden Streit zwischen Tupacs Familie und dem Musikmanager Tom Whalley weiß. Und, für Fans ganz wichtig: Man hat sowohl die Zustimmung des Rechteinhabers (Tom Whalley) als auch die von Tupacs Hinterbliebenen eingeholt. „Natürlich wollten wir die Familie in jeden Schritt des Prozesses einbeziehen, um sicherzustellen, dass dies seinem Vermächtnis gerecht wird und ihn würdigt“, sagt Yokoyama.
Zustimmung auch der Familie
„Gleichzeitig wollten wir aber nicht einfach nachbilden, wer Tupac zum Zeitpunkt seines Todes war. Wir wollten versuchen, uns vorzustellen, wer Tupac heute sein könnte, und das haben wir Schritt für Schritt mit voller Zustimmung getan. Wir haben uns an die Familie gewandt, um sicherzustellen, dass alles ihren Vorstellungen entsprach“, so Yokoyama weiter.
„Wir wollten uns fragen: ‚Okay, wenn er heute, dreißig Jahre später, noch am Leben wäre, wie würde er sich verhalten? Wie würde er sich auf diese Weise ausdrücken?‘ Das ist es, was wir versuchen: nicht in seine Vergangenheit einzutauchen, sondern vielmehr in seine potenzielle Zukunft“, so Yokoyama.
In der neuerlichen Kontroverse ging fast unter, dass Stranger Than Heaven heute auch einen konkreten Termin erhalten hat. Das neue Spiel der Yakuza-Macher erscheint am 15. Januar 2027 für PS5, Xbox und PC-Steam. Bei Amazon* könnt ihr euch das Spiel vorbestellen.
Bildmaterial: Stranger than Heaven, SEGA, Ryu Ga Gotoku Studio

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