Publisher tinyBuild macht gerade mit seiner mittelalterlichen Friedhofsverwaltungssimulation Graveyard Keeper richtig Zaster. Und das obwohl der charmante Indie-Titel ursprünglich bereits 2018 erschien und damit schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Wie das geklappt hat? Indem man das Spiel verschenkte.
Im Rahmen einer zeitlich begrenzten Aktion vom 10. bis 14. April bot tinyBuild sowohl die Steam- als auch PS4- und Xbox-One-Fassungen kostenlos an und generierte so 250.000 US-Dollar. Interessante Einblicke dazu teilte CEO Alex Nichiporchik bei Twitter selbst.
Nach dem Start der Werbeaktion erreichte die Steam-Fassung schnell einen Höchstwert von 46.000 gleichzeitig aktiven SpielerInnen. Das ist mehr als doppelt so viel wie der bisherige Rekord. Laut Nichiporchik schnellte auch die Anzahl der Wishlists für die gleichzeitig angekündigte Fortsetzung dank der Gratisaktion in die Höhe und erreichte am 14. April die Anzahl von stolzen 450.000.
Der starke Umsatz rührt aus den Verkäufen von DLCs. Mehrere DLC-Pakete wurden für das Spiel veröffentlicht, die das Gameplay und die Inhalte erweitern. Der Zustrom neuer SpielerInnen führte offenbar zu einem Anstieg der Käufe. In einem weiteren Beitrag erklärt Nichiporchik clevere Mechanismen hinter dem Plan und bedankt sich bei Entwickler Lazy Bear Games für das Vertrauen.
Zusätzlich wurden, zeitgleich mit dem Start der Gratisaktion für das Basisspiel, alle DLCs um 80 Prozent reduziert, was SpielerInnen zweifellos noch mehr zum Kauf animierte. Einem Fan, der darüber klagt, das Spiel nicht früher gefunden zu haben und der sich jetzt auf den zweiten Teil freut, rät Nichiporchik folgerichtig trocken: „Get all of the DLCs first!“. Clever gespielt!
via Automaton Media, Bildmaterial: Graveyard Keeper, tinyBuild, Lazy Bear Games

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