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Ein seltsamer Trend kehrt zurück: Warum Japaner jetzt wieder an Cartridges lecken

Hand hoch: Wer hat es damals auch mindestens einmal ausprobiert? Kurz nach der Veröffentlichung der ersten Nintendo Switch im Jahr 2017 machte ein ungewöhnliches Gerücht die Runde. Die Spielmodule – die kleinen Game Cards – sollten extrem bitter schmecken. Viele Spieler probierten es tatsächlich aus und stellten schnell fest: Das stimmt wirklich.

Mit der Nintendo Switch 2 kehrt dieses kuriose Detail nun zurück. Die Module besitzen weiterhin den gleichen unangenehmen Geschmack – und sorgen erneut für Diskussionen im Netz.

Bitterer Schutz vor neugierigen Kindern

Dass die Game Cards so widerlich schmecken, ist kein Zufall. Nintendo bestätigte bereits 2017, dass die Module absichtlich mit dem Stoff Denatoniumbenzoat beschichtet sind. Dabei handelt es sich um eine ungiftige Substanz, die zu den bittersten bekannten Stoffen überhaupt gehört.

Der Hintergrund ist simpel: Vor allem Kinder sollen davon abgehalten werden, die kleinen Module zu verschlucken. Sobald sie das Modul in den Mund nehmen, sorgt der extreme Geschmack normalerweise dafür, dass sie es sofort wieder ausspucken.

Wonach sollen sie bitte schmecken?

In Japan sorgt das Thema aktuell wieder für Aufmerksamkeit. Ein Nutzer auf Twitter verglich den Geschmack der Game Cards mit den Knospen von Kirschblütenbäumen, die zurzeit Saison haben. Er schrieb: „Mein Vater meinte: ‚Kirschbaumtriebe sind lecker, probier sie doch mal!‘, also habe ich es versucht, aber die sind echt bitter … Die schmecken wie die Rückseite einer Nintendo-Switch Game-Cartridge.“

Der Vergleich weckte bei einigen Nutzern offenbar die Neugier – und so griffen einige erneut zu ihren Spielmodulen, um den Geschmack zu testen. Die Reaktionen fielen ähnlich aus wie damals:
„Aughhhhhhhhhhhhhhhhh!!!! Ekelhaft!!!!!!!!! So verdammt bitter!!!!!!“ Allein diese Reaktion wurde über 111.000 geliked und erzielte fast 13 Millionen Impressionen. Und schon war das Thema wieder auf der Tagesordnung.

Natürlich sollte man solche Experimente lieber lassen. Auch wenn der Stoff ungiftig ist, sind die Module schließlich nicht dafür gedacht, im Mund zu landen. Der seltsame Geschmack erfüllt also genau seinen Zweck. Damit ihr es nicht tut, haben wir es getan. Das Ergebnis: Game Key Cards schmecken noch weitaus schlechter als ihre mit schmackhaften Daten gefüllten Karten-Kollegen. Zum Glück gibt es Grund zur Hoffnung, dass es in Zukunft weniger Game Key Cards gibt!

via Automation Media, Bildmaterial: ININ Games

5 Kommentare

  1. Danke das ihr euch für uns opfert!

    Habe damals aber auch einer Cartridge geleckt, nachdem ich von der Beschichtung gehört hatte ^^"

    Und nein, ich würde es nicht mit unreifen Knospen vergleichen XD

  2. Als mein Mann mir mal davon erzählte, das dies einige tun, war ich einfach nur baff, weil ich so etwas noch nie getan habe und auch nie daran dachte, ist schließlich kein Essen^^"

  3. hab ich nie gemacht aber gut so man muss ja nicht jeden trent mit machen zu mal ich habe nie irgendein trend mit gemacht ehr danach XD

  4. Davon lese ich zum ersten mal. Wär mir nie in den Sinn gekommen, dass da eine Beschichtung mit Bitterstoffen zum Schutz vor Verschlucken drauf sein könnte. Coole Sache, dass sie sogar an sowas gedacht haben! :)

    Damit ihr es nicht tut, haben wir es getan. Das Ergebnis: Game Key Cards schmecken noch weitaus schlechter als ihre mit schmackhaften Daten gefüllten Karten-Kollegen.

    Wir werden dein Opfer in Ehren halten. :saint:

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