Das MMORPG Final Fantasy XIV wurde in Japan von 15+ auf 17+ hochgestuft. Japanische Fans loben diese Entscheidung: Square Enix stehe „auf der Seite der Spieler“ – trotz möglicher kommerzieller Nachteile der Altershochstufung.
Das „CERO D“-Rating (ab 17 Jahren) tritt mit dem kommenden Patch 7.5 in Kraft. Der Schritt soll verhindern, dass Einschränkungen für die neue Funktion „Gruppenposen“ (Group Pose) auferlegt werden, die man bei einer Beibehaltung der bisherigen „CERO C“-Einstufung hätte eingehen müssen.
Laut Square Enix wäre es nach den aktuellen CERO-Richtlinien erforderlich gewesen, bestimmte Anpassungen vorzunehmen, um die „CERO C“-Einstufung (ab 15 Jahren) beizubehalten. Diese Funktion erlaubt laut einem Bericht von Automaton ein hohes Maß an kreativer Freiheit – mit bestimmten Outfits und Emotes lassen sich Szenen gestalten, die als „anzüglich“ gelten könnten. Genauer wird Square Enix selbst allerdings nicht.
Zum Vergleich: Damit befindet sich Final Fantasy XIV nun in derselben Altersklasse wie Elden Ring sowie viele Titel der Yakuza- und Resident-Evil-Reihen. Einem „CERO Z“-Rating (ab 18 Jahren) gilt es in Japan überwiegend aus dem Weg zu gehen, weil es mit erheblichen Einschränkungen in der Sichtbarkeit einhergeht.
Die Fans nehmen die Entscheidung von Square Enix überwiegend positiv auf. Auf Twitter schreibt ein Fan: „[…] Sie haben ein MMO in dieselbe Alterskategorie wie erwachsenere Titel gesteckt, nur um die Ausdrucksfreiheit der Spieler beim Fotografieren zu schützen. […] Man spürt wirklich, wie groß die Liebe der Entwickler für die Spielerkultur ist.“
Für Square Enix dürfte der Schritt selbst wenig ändern. Final Fantasy XIV besitzt ein Abonnementmodell, was es wenig attraktiv für SpielerInnen unter 16 Jahren macht. Wie auch andere Final-Fantasy-Teile hat Final Fantasy XIV eine ältere Community, der Großteil der Community liegt im Alter zwischen 20 und 30 Jahren.
Bildmaterial: Final Fantasy XIV, Square Enix

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