| Titel | Fallout 4: Anniversary Edition |
| 24. Februar 2026 | |
| Bethesda Softworks | |
| 24. Februar 2026 | |
| Bethesda Softworks | |
| 24. Februar 2026 | |
| Bethesda Softworks | |
| System | Nintendo Switch 2 |
| Getestet für | Nintendo Switch 2 |
| Entwickler | Bethesda Game Studios |
| Genres | Action-RPG |
| Texte |
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| Vertonung |
Lange war es nur ein Gerücht, doch nun hat Bethesda endlich das Schweigen rund um den Switch-2-Port des Endzeit-Rollenspiels Fallout 4 gelüftet. Nach langer Wartezeit kommen Fans und natürlich auch Serien-Neulinge nun endlich in den Genuss des gefeierten Bethesda-Rollenspiels – und nun sogar auch unterwegs.
Bethesda schnürt uns hier ein perfektes Paket bestehend aus dem Hauptspiel, allen veröffentlichten DLC-Paketen und sogar dem neuen Anniversary-Update, welches neben etlichen neuen Gegenständen auch diverse Gameplay-Erweiterungen beinhaltet. Ein tolles Rundumpaket also und auch für Langzeit-Fans vielleicht nochmal einen Spieldurchgang wert.
Erstmals angekündigt hatte Bethesda die Portierung von Fallout 4 im Oktober des Jahres 2025. Zu diesem Zeitpunkt waren viele Fans und Kenner des Originals allerdings noch recht skeptisch, da die ersten Gameplay-Enthüllungen einen noch recht hakeligen Eindruck machten, was die technische Umsetzung der Switch-2-Portierung anbelangt, und es wurde schnell daran gezweifelt, ob die Switch 2 denn wirklich die nötige Power besitzt, um den Titel in seiner vollen Pracht darzustellen – speziell im Handheld-Modus.
Ob die Umsetzung von Fallout 4 für Nintendos neue Konsole an die Qualitäten des Originals aus dem Jahre 2015 heranreicht oder dieses sogar noch toppen kann, erfahrt ihr natürlich wie immer in unserem ausführlichen Test.
War never changes
Die Geschichte von Fallout 4 handelt von einem von uns zu Beginn des Spiels selbst erstellten Vault-Bewohner, der nach einem tragischen Vorfall dazu gezwungen ist, in einem Vault-Tec-Bunker Schutz vor der drohenden atomaren Katastrophe zu suchen. Zusammen mit der Familie überstehen wir diesen verheerenden Angriff also nur knapp.
Kurz darauf ereilt uns allerdings schon der nächste Schicksalsschlag und wir finden uns in der Zukunft wieder. Die Welt ist nicht mehr, wie sie einmal war und nun muss sich unser eigens erstellter Hauptcharakter auf die beschwerliche Suche nach seiner Familie begeben – oder was davon noch übrig ist.
Wir befinden uns nun im Jahre 2287 und die Gegend rund um Boston im US-Bundesstaat Massachusetts und weitere Teile rund um New England haben sich in ein atomares Ödland verwandelt. Dieses Ödland wird nun allerdings nicht mehr nur von Menschen bewohnt und so müssen wir uns nicht nur anderer feindlich gesinnten menschlichen Gegner erwehren. Auch allerlei scheußliche Kreaturen warten darauf, mit unserem durchaus beachtlichen Waffenarsenal Bekanntschaft zu machen.
Ein Rollenspiel ganz nach Bethesda-Art
Fallout 4 ist ein Bethesda-Spiel, wie es im Buche steht. Neben eher gewöhnungsbedürftigen Menüs, die auch hier ganz Fallout-typisch über den Pip-Boy, eine Art mobiler Computer, den wir am Arm tragen, gesteuert werden, fallen auch die Kämpfe selbst etwas spezieller aus und sind, speziell für Neulinge, erstmal gewöhnungsbedürftig.
Denn statt einem reinen Shooter erwartet uns hier eine Art Rollenspiel-Shooter. Denn eine große Besonderheit, welche die Fallout-Reihe doch etwas vom Mainstream-Shooter-Gameplay abhebt, ist die für die Reihe typische „VATS“-Mechanik. Mit der VATS-Mechanik können wir den aktuellen Kampf fast schon in Zeitlupe ablaufen lassen und den Zielpunkt, den wir am Gegner treffen möchten, auswählen. Nach dem Bestätigen dieses Angriffs führt unser Charakter den Angriff durch. Mit einer Prozent-Anzeige veranschaulicht uns das Spiel, wie hoch die Wahrscheinlichkeit auf einen erfolgreichen Treffer aktuell ist. Jeder Angriff im VATS-System benötigt sogenannte „AP“-Punkte. Sind diese Punkte verbraucht, kann aktuell kein Angriff im VATS-System erfolgen und wir müssen uns auf altbekannte Shooter-Mechaniken verlassen. Im ersten Moment klingt das VATS-System zwar nicht sonderlich spektakulär, dennoch ist genau diese Mechanik dafür verantwortlich, dass sich die Fallout-Titel doch irgendwie besonders anfühlen. Das gewisse Etwas, könnte man sagen.
Die weitläufige und abwechslungsreiche offene Spielwelt ist natürlich ein weiterer großer Pluspunkt von Fallout 4. Die Welt fühlt sich stets nach verlassenem und tristem Ödland an und kann immer wieder mit interessanten Locations begeistern. Der Entdeckertrieb wird also auf jeden Fall gefördert und mit etlichen nützlichen Waffen und Gegenständen, die es zu finden gilt, auch belohnt.
Im Ödland gibt es einiges zu tun
An Quests und allerlei Nebenquests mangelt es Fallout 4 übrigens keinesfalls. Die Hauptstory erlebt man primär innerhalb der Hauptquests, wohingegen die Nebenquests eher zum Aufleveln und Entdecken der Spielwelt gedacht sind. Aber auch die Nebenmissionen belohnen uns immer wieder mit zusätzlichen Infos und kleineren Storyschnipseln, welche am Ende ein großes Ganzes ergeben.
Storyseitig fällt Fallout 4 aber doch etwas wirr aus und so bleibt am Ende vor allem die weitläufige, schön gestaltete Spielwelt der Star dieses Abenteuers. Speziell der gekonnte Mix aus schwarzem Humor und brachialer und äußerst brutaler Endzeit-Action ist es aber, der Fallout 4 und die gesamte Fallout-Reihe zu etwas Besonderem macht.
Dialogsystem mit Pfiff
Auch das aus früheren Fallout-Teilen bekannte Dialogsystem hat es ins Spiel geschafft. Dieses Dialogsystem ermöglicht es uns oft die Gespräche in gewisse Richtungen zu lenken. Im Optimalfall natürlich zu unseren Gunsten. So können teilweise sogar ganze Kämpfe vermieden und die Quests auf verschiedene Art und Weise abgeschlossen werden. Ein Rollenspiel, wie man es sich vorstellt.
Die Skills, die uns zu einem positiven Ausgang eines Gesprächs verhelfen, wollen aber natürlich per Skillbaum erlernt werden. Sollte man während seiner Reise allerdings mehr Wert auf körperliche Skills wie Waffenbeherrschung oder Ausdauer legen, zieht man dafür während der zahlreichen Gespräche mit den NPCs den Kürzeren und kann somit oft weniger Einfluss auf einen positiven Ausgang des Gesprächs nehmen. Ein ausgeglichenes Skillset ist also das A und O um im Ödland zu überleben und sich das digitale Leben etwas einfacher zu machen.
Auch auf Nintendos neuem Handheld hübsch anzusehen
Die Optik von Fallout 4 mag nach heutigen Verhältnissen zwar etwas angestaubt wirken, kann sich aber auf jeden Fall immer noch sehen lassen. Gerade die weitläufigen Steppen im Ödland können wirklich begeistern und mit einer beeindruckenden Weitsicht glänzen.
Fallout 4 ist, anders als es noch bei Fallout 3 und New Vegas der Fall war, nun in einem eher comicartigen Look gehalten. Vielen Fans mag dieser Look nach wie vor etwas suspekt vorkommen, für mich war diese Designentscheidung allerdings die absolut richtige. Denn auch wenn der Titel mittlerweile mehr als zehn Jahre auf dem Buckel hat, ist Fallout 4 nach wie vor sehr ansehnlich und wirklich weit entfernt von einem optischen Fiasko.
Die Switch-2-Portierung bietet neben einem 30-Frames-Modus mit höherer Auflösung und schärferen Texturen auch einen 60-Frames-Modus, der die Auflösung etwas verringert und das ganze Bild etwas unschärfer wirken lässt. Dafür lief der Titel während unserer Testphase jedoch fast immer mit butterweichen 60 FPS über den Bildschirm. Sowohl im Handheld- als auch im Docked-Modus konnte uns die Portierung des Endzeit-Rollenspiels überzeugen. Spieler, die über ein 120-Hz-Display verfügen, können sogar in einen 40-FPS-Modus schalten. Dieser soll eine optimale Balance aus Grafik und Geschwindigkeit bieten.
Speziell im Handheld-Modus fällt die etwas verringerte Bildqualität im 60-FPS-Modus jedoch kaum auf und daher wäre dieser Modus, zumindest für mich, stets die einzige Option die Portierung von Fallout 4 auf der Switch 2 zu genießen.
Kult-Soundtrack sorgt für einmalige Atmosphäre
Was Fallout 4 und auch die gesamte Fallout-Reihe zu etwas Besonderem macht, ist der fantastische Soundtrack, den die Titel aus dem Hause Bethesda bieten. Mit Hilfe des Pip-Boy an unserem Arm haben wir ganz Fallout-typisch stets die Möglichkeit, die eintönigen Klangteppiche, die wir ansonsten auf die Ohren geschmettert bekommen, mit einem fetzigen Soundtrack, der an die Zeit der 30er- und 50er-Jahre erinnert, zu ersetzen. Das Radiosignal legt sich bei Aktivierung quasi über den eigentlichen „Soundtrack“ des Spiels und wertet das Spielgefühl damit ungemein auf. Auf Wunsch können die Radiosender aber natürlich auch jederzeit wieder deaktiviert werden.
Natürlich können sich aber auch die Soundeffekte hören lassen. Die Waffen wirken wuchtig, die Gegner schluchzend und auch die Dialoge können sich hören lassen. Was will man als Fallout-Fan denn mehr?
Zurück ins Ödland – dieses Mal auch mobil
Die Switch-2-Portierung von Fallout 4 kann meiner Meinung nach als absolut gelungen bezeichnet werden. Nach wie vor macht das Ödland-Abenteuer unheimlich viel Spaß und man spürt die typische Bethesda-Formel zu jeder Zeit.
Auch wenn viele Spieler nichts mit den typischen Bethesda-Rollenspielen anfangen können, so sollte man sich zumindest Fallout 4 einmal anschauen. Denn gerade dieser Teil der Reihe bietet, zumindest für mich, die perfekte Balance aus actionlastigen Shooter-Passagen, unheimlichen und beklemmenden Erkundungen und dem typischen Fallout-Feeling, welches die Fans der Reihe so sehr lieben.
Auch technisch braucht sich der Switch-2-Port nicht zu verstecken. Wahlweise kann der Titel sogar im 30-FPS- oder im 60-FPS-Modus mit leicht verringerter Auflösung gespielt werden. Sehr löblich und technisch wirklich einwandfrei umgesetzt. Auch im Handheld-Modus macht der Titel viel Spaß und sieht auch hervorragend aus. Spieler, die ein 120-Hz-Display besitzen, haben sogar die Möglichkeit den Titel in einem 40-FPS-Modus zu spielen. Hohe Bildqualität gepaart mit mehr FPS sozusagen.
Obendrauf gibt es den Fallout-typischen Soundtrack, der dem Titel das gewisse Etwas und eine Mischung aus absolut brutalem Shooter-Gameplay und rabenschwarzem Humor verleiht.
Für Fallout-Fans ist der Switch-2-Port also eine klare Kaufempfehlung. Aber auch Neulinge können sich das Endzeit-Abenteuer auf jeden Fall ansehen. Für mich ist Fallout 4 jedenfalls der beste Teil der Reihe.
Story
Gameplay
Grafik
Sound
Sonstiges
Bildmaterial: Fallout 4, Bethesda

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