| Titel | Inazuma Eleven: Helden der Siegesstraße |
| 13. November 2025 | |
| Level-5 | |
| 13. November 2025 | |
| Level-5 | |
| 13. November 2025 | |
| Level 5 | |
| System | NSW/2, PS4/5, Xbox Series, PC |
| Getestet für | PS5 |
| Entwickler | Level-5 |
| Genres | JRPG |
| Texte |
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| Vertonung |
Mit Inazuma Eleven: Helden der Siegesstraße ist vor einiger Zeit der neueste Ableger der Reihe erschienen. Praktisch ein Revival bzw. Comeback der Reihe seit Teil 3 für den 3DS. Es ist gleichzeitig für Level-5 die Ausrichtung einer neuen Vermarktungsstrategie. Inazuma Eleven: Helden der Siegesstraße ist der erste Teil der Reihe, welcher nicht mehr exklusiv für Nintendos Plattformen (DS, 3DS, Wii) erscheint, sondern breit auf allen derzeitigen Konsolen und PCs verfügbar ist.
Ein Neuanfang, der gleichzeitig mit Details aus den vorherigen Spielen der Saga auch alteingesessene Fans zufriedenstellen soll, ohne Neulinge mit sperrigen Infos zu überfordern. Ob dieser Spagat funktioniert, könnt ihr bei uns nachlesen.
Zwischen Hass und Liebe für den Fußball

Unser Held der Geschichte ist Unmei Sasanami. Ein in seiner Kindheit begeisterter Fußballspieler, der den Sport lebt bis zu jenem schicksalhaften Tag, als er auf dem Spielfeld zusammenbricht. Die Ärzte verbieten ihm das Spiel. Ein kleiner Junge, der seine Liebe zum Fußball nicht mehr ausleben konnte. Er vergräbt sich, schiebt seine Fußballfreunde von sich und beginnt sein Schicksal zu verdammen.
Viele Jahre später betritt er nun den Grund und Boden seiner neuen Schule. Die Nagumohara Junior High ist eine Schule ohne Fußballclub. Vielleicht findet ihr endlich Ruhe vor dem Sport, der euch im Geist immer noch verfolgt und an dem ihr im Inneren noch so sehr hängt, obwohl ihr das nicht wahrhaben wollt.
Doch eure Leidenschaft holt euch wieder ein, als ihr ein Schlüsselereignis mit dem jungen Raufbold Joji erlebt. Es weckt in euch wieder die Leidenschaft, die ihr so lange begraben habt. Auch wenn ihr selbst nicht spielen könnt, so wollt ihr, dass andere Talente dies können.
Ihr beschließt an der Nagumohara einen Fußballclub zu gründen. Ein Unterfangen, dem sich die Schule entgegenstellt. So startet ihr in ein neues Abenteuer. Deckt die Geheimnisse um den Skandal des alten Fußballclubs auf um letztlich am Football Frontier teilzunehmen, dem Fußballjugendturnier, von dem ihr schon immer geträumt habt.
Eine wundervolle Geschichte

Level-5 weiß eine wunderschöne Geschichte rund um das Runde zu erzählen. Ihr beginnt dabei ganz von vorne mit der Gründung eures Clubs. Müsst dabei neue Spieler rekrutieren, diese trainieren und gleichzeitig die Vergangenheit des Fußballclubs der Nagumohara Junior High reinwaschen. Es vergehen also einige Stunden in der Storykampagne, bevor ihr überhaupt das erste richtige Spiel mit elf Spielern auf dem Feld bestreiten werdet. Das Pacing ist anfangs recht gemächlich, nimmt aber deutlich an Fahrt auf, je näher ihr dem Turnier kommt.
Wer zusätzlich über den Season-Pass verfügt, kann über die Hauptkampagne noch etwaige weitere Storystränge spielen, aber selbst ohne werdet ihr vermutlich einige Zeit brauchen, bis ihr die Hauptkampagne abgeschlossen habt. Selbst danach bietet euch Inazuma Eleven: Helden der Siegesstraße einen Umfang, der seinesgleichen sucht.
Auf zum Football Frontier

Bevor ihr allerdings überhaupt startet, baut ihr euch euren eigenen Spieler zusammen und wählt eure eigene Startmannschaft aus. Diese könnt ihr in den verschiedenen Modi nutzen und auch euer Avatar ist später in der Hauptgeschichte von Inazuma Eleven rekrutierbar. Doch was bietet euch Inazuma Eleven: Helden der Siegesstraße eigentlich alles an? Einiges.
In der Hauptkampagne spielt ihr die neueste Story des Franchise. Ihr gründet – wie erwähnt – euren Club und rekrutiert nach und nach Spieler für eure Mannschaft. Dabei ist der erste Part der Geschichte mehr wie eine kleine Detektivgeschichte aufgebaut. Ihr erlebt kleinere Miniquests und trainiert eure Mannschaft in Mini- und Testspielen, bis eure Attribute hoch genug sind um das nächste Hauptspiel zu bestreiten.
Fokuskämpfe und Drachenschuss
Anders als in regulären Fußballspielen liegt hier der Fokus etwas anders. Das merkt man schon an der eher taktischen Steuerung, bei der ihr mit Richtungspfeilen unterstützt werdet. Eure Figuren verfügen über übermenschliche Angriffs- und Verteidigungstechniken. Ihr könnt Keshins, eine Form von Avataren, und weitere im Spiel beschwören.
Darüber hinaus gibt es viele weitere Effekte wie Miximorph – zu viele, um diese alle hier zu erklären. Auch könnt ihr Taktiken einsetzen, die euch stärken oder die Gegner schwächen. Natürlich gibt es auch noch die regulären Regeln eines Fußballspiels, an die ihr euch halten müsst. Zu harte Aktionen werden mit Fouls und Karten, ein zu weiter Pass mit Abseits belohnt. Verschiedene Energieanzeigen säumen zusätzlich den Bildschirm.
Nach einem absolvierten Spiel verdienen eure Spieler Erfahrung und steigen im Level auf. Nicht nur eure Grundattribute können sich dabei erhöhen, nein, ihr könnt von Zeit zu Zeit auch neue Fähigkeiten erlernen. Jeder Spieler verfügt nämlich über einen eigenen Fähigkeitenbaum.
Fähigkeiten können hier erlernt, ausgetauscht oder verstärkt werden. Auch zwischen zwei Fähigkeitenrouten könnt ihr wählen – alles um eure Mannschaft zu stärken. Das gilt auf wie auch neben dem Platz. Neben euren elf Spielern plus Ersatzspielern könnt ihr auch einen Coach und weitere Manager benennen, die ebenfalls neue Fähigkeiten lernen können und das Team indirekt unterstützen.

Die Spiele innerhalb der Hauptkampagne setzen euch auch gerne mal mit gescripteten Events unter Druck, wie beispielsweise Toren, die ihr nicht verhindern könnt. Auch die Geschwindigkeit auf dem Spielfeld ist eher gemächlich. Das tut dem Spielvergnügen aber keinen Abbruch. Wahr ist aber auch, dass gerade Anfänger von der Vielfalt an Möglichkeiten geradezu erschlagen werden können.
Das Spiel nimmt euch zwar an die Hand und erklärt in wenigen Dialogen, wie etwas funktioniert, aber eine wirklich tiefe Erklärung für manche Funktionen fehlt dann doch. Es macht dennoch extrem viel Spaß die Geschichte von Unmei zu verfolgen. Die Mannschaft zusammenwachsen zu sehen, neue Techniken zu entdecken, zu verbessern und dem einen ersehnten Ziel, dem Sieg beim Football Frontier entgegenzufiebern. Neben der Hauptkampagne gibt es aber noch das ein oder andere zu entdecken.
Zurück in die Vergangenheit

So gibt es mit dem Chronikmodus eine Art weiteren „Storymodus“, mit dem ihr per Zeitreise die wichtigsten Ereignisse von Inazuma Eleven nachspielen könnt. In Anbetracht dessen, dass Inazuma Eleven: Helden der Siegesstraße als erster Titel des Franchise auch auf anderen Plattformen vertrieben wird, ist dies eine gute Idee gewesen um alte und neue Spieler auf ungefähr denselben Stand zu bringen. Das Ganze wird aber in einer eigenen Rahmenhandlung zusammengefasst und bietet gleichzeitig etwas Neues. Denn in der Zukunft ist die Welt ein Desaster und wird von unbekannten Bestien angegriffen.
Ihr reist mit der Figur Vic zurück in der Zeit und erlebt die Geschichte von Inazuma Eleven von Neuem, indem ihr wichtige Ereignisse nachspielt. Das Ganze findet auf einer isometrischen Karte statt, die wie ein Spielbrett aufgebaut ist. Auf den jeweiligen Feldern könnt ihr dann in Kurzfassung die Story nachspielen, zum einen mit der damaligen Mannschaft und zum anderen mit eurer eigenen Mannschaft um das nächste Feld freizuschalten.
Nach erfolgreich absolvierten Spielen bekommt ihr Belohnungen, die ihr durch Aktionen während des Spiels verdient habt. Im Chronikmodus können das neben etwaigen Items auch Geister sein. Geister sind Abbilder von Spielern aus den verschiedenen Mannschaften und Geschichten des Inazuma-Eleven-Franchise. Diese können beschworen und für eure Mannschaft rekrutiert werden.
Bindungen müssen aufgebaut werden

Neben dem Chronikmodus gibt es auch noch die Kizuna-Station. Ein Modus, in dem ihr eine kleine Stadt erbaut um eure Bindungen weiter zu stärken. Bindungen können einen Einfluss auf die Statuswerte der Spieler haben. Bis zu sieben Bindungen können zwischen Spielern hergestellt werden. Das Ganze spielt sich auf einer Pinnwand ab, mit Fäden zieht ihr Verbindungen zwischen den Spielern.
Fotos, auf denen die Spieler abgebildet werden und die von einer Linie gekreuzt werden, geben einen Bonus. Zusätzlich kann das Ganze mit Stickern noch ausgeschmückt werden. Die Kizuna-Station erweitert das quasi, indem ihr auf einem kleinen Areal Gebäude, Menschen und etwaige andere Objekte platziert. Ihr könnt auch die Städte anderer Mitspieler besuchen.
Online oder gegen die CPU

Natürlich gibt es auch den obligatorischen Wettkampfmodus. Hier könnt ihr offline weitere Matches gegen CPU-Gegner führen oder euch online mit anderen messen. Ranked-Spiele sind dabei das Frustrierendste, was einem Neuling passieren kann, der nur mal eben hineinschnuppern möchte. Das liegt daran, dass ihr auf Rang 0 trotzdem auf andere Rang-0-Spieler treffen könnt, die aber bereits ein viel höheres Teamlevel haben. Level-5 hat hier schon leicht reagiert und das Teamlevel auf maximal 50 beschränkt, dennoch können gerade solche Partien mehr als frustrierend sein, da euer Gegner nur mit euch spielt.
Ein wirkliches Matchmakingsystem gibt es hier nicht. Verbindungsabbrüche, ob mutwillig verursacht oder aufgrund eurer instabilen Leitung, werden recht hart sanktioniert. Ansonsten funktionieren die Spiele genauso wie die regulären CPU-Kämpfe, allerdings mit dem Unterschied, dass ihr auch in den Commandermodus wechseln könnt. Der Commandermodus ist eine Art Taktikmodus aus der Sicht des Trainers. Eure Figuren spielen nach den von euch vorgegebenen Rollen.
Zu guter Letzt gibt es noch die Battle Bay. Dies ist ein Modus mit vorgefertigten Teams aus der Geschichte des Inazuma-Eleven-Franchise. Mit diesen tretet ihr gegen mehrere Teams in Folge an. Der Modus lässt sich sowohl gegen eine CPU als auch online gegen andere Spieler bestreiten. Inazuma Eleven: Helden der Siegesstraße ist ein wahres Umfangmonster, in das ihr wahrlich viel Zeit investieren könnt um euer Team an die Spitze zu führen. Dabei bietet das Spiel nicht nur viele verschiedene Modi an, es sieht darüber hinaus auch recht schick aus.
Grafisch ein ordentlicher Sprung nach vorn

Die meisten Spiele des Franchise erschienen für Nintendo DS und 3DS. Abseits davon erschien noch die Strikers-Reihe für die Wii. Der Sprung in der Grafik war also demzufolge irgendwo erwartbar und Inazuma Eleven: Helden der Siegesstraße sieht im Vergleich zu seinen Vorgängern deutlich polierter aus. Die Sequenzen sind gewohnt von besonders hoher Qualität. Die Figuren-Designs sind in der Neuzeit angekommen und die grafischen Effekte wie die einzelnen Schuss- und Verteidigungstechniken sind wunderschön in Szene gesetzt.
Die Beschwörungen sind kleine Farbexplosionen auf dem sonst so grünen Spielfeld. Sicherlich ginge auch hier noch deutlich mehr gerade im Hinblick auf die Umgebung und Szenerie, welche etwas altbacken wirkt, aber das Hauptgeschehen findet eben auch auf dem Platz statt. Man sieht aber, dass es auch grafisch mit der Reihe ein ordentliches Stück nach vorne gegangen ist. Dazu gibt es wieder einen wunderschönen Soundtrack, der die Emotionen der Spiele und der Geschichte perfekt unterstreicht. Auch der ein oder andere Ohrwurm ist wieder mit dabei.
Unterm Strich
Was kann ich abschließend sagen, was ich nicht schon erzählt habe? Inazuma Eleven: Helden der Siegesstraße ist umfangreich, sehr umfangreich. Ich habe einiges an Zeit bereits in das Spiel investiert, habe aber stetig das Gefühl, dass ich immer noch an der Oberfläche kratze.
Die Story plus die Erweiterungen aus dem Season-Pass, wie auch die Geschichte des Chronikmodus, halten euch einige Zeit bei der Stange, dazu halten euch noch die verschiedenen Wettkampfmodi und das Sammeln und Aufstufen der verschiedenen Spieler allein für Wochen oder Monate im Spiel.
Wer darüber hinaus nach Herausforderungen sucht, kann sich online mit anderen Spielern messen. Neulinge seien aber gewarnt: Der Ranked-Modus ist aufgrund eines fehlenden effektiven Matchmakingsystems derzeit nichts für Anfänger.
Grafisch ist der neueste Ableger der bisher schönste des Franchise. Der Sprung von 3DS bzw. Wii ließ aber bereits erahnen, dass es grafisch dieses Mal deutlich mehr zu sehen geben wird, zumindest auf dem Platz. Die Umgebungen sind zwar schön und mit Liebe designt, wirken aber dennoch etwas altbacken. Zusammen mit dem Soundtrack und der klasse Synchronisierung bekommt man hier ein extrem gutes Gesamtpaket geliefert. Fans der Reihe sollten unbedingt zugreifen, wenn nicht schon geschehen.
Story
Gameplay
Grafik
Sound
Sonstiges
Bildmaterial: Inazuma Eleven: Victory Road, Level-5

Danke für euren Test!
Ach ja, früher oder später, werde ich es mir in einem Sale holen (wenn es endlich mal in einen Sale kommt 😅).
Das es sehr umfangreich wird haben damals ja schon andere Test gesagt und bin ich auch voll fein mit.. einfach immer mal wieder angeworfen..