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Haarig, aber geht nicht anders: Hamaguchi erklärt Clouds „Bad Hair Day“ in der „Switch 2“-Version

Die erweiterte Fassung Final Fantasy VII Remake Intergrade erschien vor ziemlich genau einem Monat für Nintendo Switch 2 und Xbox Series. Besonders viel Lob erhielt die „Switch 2″‑Version, die trotz deutlich schwächerer Hardware optisch und technisch gut mithalten kann.

Die Unterschiede liegen in den Details, doch eines davon ist auch für Laien ziemlich offensichtlich und kam auch in unserem Test zur Sprache: Irgendetwas stimmt mit Clouds Haaren nicht. Automaton sprach kürzlich mit Director Naoki Hamaguchi über die technischen Hintergründe und Ursachen des Problems.

„Kein einfacher Port der PS4-Version“

Hamaguchi betont, dass die Nintendo-Version wenig mit der PS4-Version gemein hat, denn nach der PS4-Veröffentlichung wurde das Spiel auf PS5 verbessert. Diese Version wurde vielmehr als Vorlage genommen und nun auf Switch 2 und Xbox Series übertragen. Das bedeutete also eine Menge zusätzlicher Optimierung.

Trotz all der Arbeit und einem Fokus auf ein flüssiges Spielerlebnis gibt es Details, die versionsspezifisch auffallen, da die Hardware dahinter anders ist. Hauptunterschied der „Switch 2“-Version ist die Kantenglättung. Final Fantasy VII Remake nutzt eine Technik namens Temporal Anti-Aliasing, die mehrere Bilder vermischt und somit weichzeichnet.

„Haare bestehen allerdings aus extrem feinen Elementen, die auf Pixelebene flackern können. Um das zu vermeiden, wird bei uns jeder einzelne Haarfaden pro Frame an- oder ausgeschaltet. Zusammen mit Temporal Anti-Aliasing [TAA] ergibt das eine flüssigere, stabilere Darstellung“, sagt Hamaguchi.

DLSS und dynamische Auflösung sind eine Herausforderung

Doch die dynamische Auflösung in Verbindung mit DLSS sorge für eine andere Darstellung als beispielsweise bei der PS5-Version, insbesondere im Handheldmodus. „Bei der Nintendo Switch 2 muss die interne Auflösung gesenkt werden, weil weniger Leistung zur Verfügung steht. (…) Um die Leistung zu halten, wird die TAA-Berechnung instabiler – und genau dann fallen die gezackten Ränder stärker auf. (…) Wir nutzen DRS (Dynamic Resolution Scaling), das die interne Auflösung automatisch zwischen HD und Full HD anpasst – je nach Rechenlast der Szene. DLSS nutzt KI, um das Bild auf nahezu hohe Auflösung hochzurechnen“, so Hamaguchi.

Die „Haar-Technik“ in Final Fantasy VII Remake sei jedoch nicht ideal für diesen Ansatz. „(DLSS) funktioniert generell besser als TAA – aber unsere spezielle Haar-Technik, bei der Pixel jedes Frame umschalten, harmoniert nicht optimal damit. Dadurch können in manchen Situationen ‚Zacken‘ sichtbar werden“, erklärt Hamaguchi weiter.

Das gesamte Interview ist bei Automaton zu lesen. Hier spricht Naoki Hamaguchi über weitere technische Herausforderungen, etwa den realistischeren Stil und die Anpassung auf stabile 30 FPS auf der Nintendo Switch 2.

Bildmaterial: Final Fantasy VII Remake, © 1997, 2020 SQUARE ENIX CO., LTD. All Rights Reserved. CHARACTER DESIGN: TETSUYA NOMURA / ROBERTO FERRARI. LOGO ILLUSTRATION: ©1997 YOSHITAKA AMANO

1 Kommentar

  1. Cloud war schon immer bekannt, für seine gezackte Frisur. Also eigentlich Alles beim Alten XD

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