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Angespielt! My Hero Academia: All’s Justice dürfte dem großen Anime-Finale gerecht werden

Die finale Staffel des Anime von My Hero Academia ist kürzlich zum Ende gekommen und somit schließt sich der Vorhang für die beliebte Reihe. Der perfekte Zeitpunkt also, um dies mit einem Videospiel zu zelebrieren, in welchem ihr das Ende der Reihe nachspielen könnt. In My Hero Academia: All’s Justice könnt ihr genau dies machen – und wir haben bereits jetzt schon einen kleinen Einblick in das Spiel bekommen.

Die Helden-Saga kommt zu einem Abschluss

In der Preview-Session durften wir einen sehr kleinen Einblick in den Story-Modus bekommen, die sogenannten Team-up-Missionen anspielen, in das Heldentagebuch schauen und zahlreiche VS-Kämpfe absolvieren. Bezüglich des Story-Teiles, hier eine kleine Spoiler-Warnung, bevor ich darüber rede. Immerhin geht es hier um das Finale der Serie und gerade der anspielbare Kampf ist eigentlich ein ziemlich großer Spoiler. Letzte Warnung! Okay? Können wir? Top!

Im Story-Modus durften wir den Kampf anspielen, in welchem Bakugo gegen die finale Form von All For One kämpft. Die Ereignisse im Story-Modus sind in Kapitel unterteilt, wobei diese dann typisch für Anime-Spiele in Zwischensequenzen und Kämpfe unterteilt sind. Bei Ersteren scheint es zwei Arten zu geben. Anstatt euch einfach den Anime abzuspielen, gibt es sozusagen animierte Standbilder.

Das klingt erst einmal komisch, aber ist eigentlich eine schöne Zwischenlösung. Auf diese Weise wirkt das Ganze wie eine spannende, bewegte Mischung aus Anime und Manga. Wenn dies im gesamten Spiel so gut rüberkommt, finde ich das persönlich eine gute Lösung. Es gibt aber auch komplett 3D-animierte Szenen, welche wahrscheinlich für besonders epische Momente aufgehoben werden. Zumindest im Preview durfte ich mir eine sehr coole Szene anschauen, in welcher Bakugo komplett eskaliert.

Im Kampf-Kapitel durfte ich dann mit Bakugo gegen All For One kämpfen. Auch hier, typisch für diese Art von Anime-Fighter, quasseln die Charaktere auf Japanisch oder Englisch über das aktuelle Geschehen oder geben die Gespräche aus dem Anime wieder. Währenddessen kloppt ihr ordentlich auf den Feind ein. Ich weiß nicht, ob man uns genau dieses Kapitel zum Preview gegeben hat, weil sie einfach besonders cool sind und Bakugo meiner Meinung nach einer der imposantesten Charaktere ist … aber es würde mich nicht überraschen. Immerhin spielte ich hier eines der Highlights der finalen Season.

Im Großen und Ganzen erwartet Fans hier ein Genre-typisches Nachspielen der Geschichte und von dem, was ich sah, kann man sich auf eine gute Präsentation des Finales einstellen.

Die Team-up-Missionen

In My Hero Academia: All’s Justice könnt ihr euch in Team-up-Missionen mit den Schülern der Klasse 1-A der Heldenakademie durch eine virtuelle Stadt bewegen. Natürlich ist sie virtuell, höre ich euch sagen, immerhin ist es ein Videospiel! So meine ich das aber nicht – diese Missionen finden in einer Art Simulation in der Welt der Serie statt. Dies ist eine eigene originale Story für das Spiel. In der Preview durfte ich mit Midoriya und zwei weiteren Charakteren aus der Klasse, die ich selbst aussuchen durfte, die Umgebung erkunden. Dabei können sich die Helden unterschiedlich gut durch die Stadt bewegen.

Deku kann mithilfe seiner Black-Whip-Fähigkeit wie Spider-Man durch die Stadt schwingen. Bakugo nutzt seine Explosionen für große Sprünge, Tsuyu kann die Wände hochklettern und Todoroki düst mithilfe seines Eises schnell durch die Straßen. Ich muss zugeben, für die kurze Zeit des Anspielens hat mir das Umherdüsen mit den Charakteren erschreckend viel Spaß gemacht. Charaktere mit weniger Mobilität geben euch aber andere Vorteile, zum Beispiel kann Kyoka euch Nebenmissionen direkt auf der Minimap anzeigen oder Kaminari erteilt Gegnern im Kampf einen kleinen Schock zu Beginn der Schlacht.

Da man hier eine, zugegeben recht kleine, offene Welt hat, gibt es auch Missionen, in denen ihr quasi diverse Strecken ablaufen müsst. Darunter befand sich eine Aufgabe, in welcher man Aizawa fangen musste und dies durch Hindernisse erschwert wird. Hier war ich ehrlich gesagt ein wenig genervt – die Hindernisse sind nervig platziert, man rennt von links nach rechts, bleibt schnell hängen und ist man nicht schnell genug bei Aizawa, muss man es noch einmal machen. Der Rest der Team-up-Missionen macht aber Bock auf mehr, da scheinbar jede Mission ihre eigenen Nebenaufgaben hat und euch damit eine Weile beschäftigen kann.

Führt jeder Held ein Tagebuch?

Im Heldentagebuch bekommt ihr recht kurze Geschichten über die Charaktere und deren „Leben“ in der Simulation. In der Preview durfte ich als der unfassbar beliebte Mineta erleben, wie er ein Haus hochklettert um zu üben, in Zukunft besser Mädchen bespannen zu können. Als Mina Ashido durfte ich Katzen suchen und ein wenig kämpfen.

Zu guter Letzt erlebte ich wie Kirishima gegen seinen Rivalen Tetsutetsu kämpft und mehr über Todoroki lernt. Zusätzlich werden diese Erlebnisse anschließend von anderen Figuren aus Klasse 1-A kommentiert. Das ist alles nun kein unfassbar spannender Content für ein Spiel, sind wir ehrlich. Aber für Fans sollten diese kleinen Geschichten und Interaktionen ein freudiges Erlebnis sein.

Das war es leider auch schon an Modi, die ich ausprobieren durfte. Andere Sachen, wie die Archivkämpfe, in denen ihr Kämpfe aus der Story vor der finalen Season nacherleben könnt, blieben mir verwehrt. Da muss ich mich noch ein wenig auf die Vollversion gedulden, um dort einen Einblick zu bekommen.

Das Kampfsystem – mit reduziertem Schere-Stein-Papier-Prinzip

Wer My Hero One’s Justice 1 & 2 gespielt hat, der weiß: Es war ein wenig hakelig. Das Kampfsystem setzte mit nahezu allem auf ein Schere-Stein-Papier-Prinzip und war allgemein nicht ganz so ausgereift. Nach kurzer Spielzeit konnte ich aufatmen: Es wurde deutlich an den Kämpfen gearbeitet. Es gibt noch immer die Möglichkeit, abwehrbrechende Attacken oder Konter-Angriffe durchzuführen, aber diese sind nicht mehr so nervig wie früher. Auch die Fähigkeiten der Charaktere sind größtenteils nicht mehr in dieses Prinzip eingeteilt.

Generell wurden die speziellen Kräfte der Helden und Schurken sehr passend und gut umgesetzt. Im VS-Modus durfte ich alle 68 (!) Charaktere ausprobieren. Ich habe bereits nach kurzer Zeit gemerkt, dass es sicherlich Kämpfer geben wird, welche besser sind als andere. Aber es wirkt nicht mehr so offensichtlich wie in den Vorgängern – und wahrscheinlich kommt es auch auf die Übung mit den Figuren an.

Dabei sind Charaktere richtig gut auf den ersten Blick, wo ich es ehrlich erst gar nicht erwartet hätte. Der eher ruhige Koji Koda kann mithilfe von Vögeln und Bienen angreifen und das wurde wirklich gut umgesetzt. Manch anderer fühlte sich erst einmal nicht ganz so spannend an, aber auch hier kommt es sicher auf die Übung und die Zuneigung zu dem jeweiligen Charakter an.

Abseits von normalen Angriffsfolgen und Spezialattacken könnt ihr bei jedem Charakter den PLUS-ULTRA-Angriff einsetzen. Hierbei handelt es sich um den stärksten Move eines jeden Kämpfers. Um diesen einzusetzen, muss ein Teil der PLUS-ULTRA-Leiste gefüllt sein. Diese besteht aus bis zu drei Balken. Sind alle drei gefüllt, könnt ihr sogar alle Team-Mitglieder nacheinander angreifen lassen. Denn eure Teams bestehen aus bis zu drei Kämpfern. Auf Knopfdruck wechselt ihr den aktiven Charakter aus.

Holt mit dem RISING-System alles aus euren Charakteren raus

Eine zweite Leiste füllt sich während des Kampfes: die RISING-Leiste! Ist diese gefüllt, dann könnt ihr euren aktuellen Charakter in den RISING-Zustand versetzen. Hierbei werden diese dann stärker, deren Attacken verbessern oder verändern sich komplett. Zusätzliche Fähigkeiten werden dabei möglich, wie ein hoher Sprung oder ein schneller Sprint. Dies kann also einen Kampf schnell drehen. Je nach Charakter ändert sich sogar das Aussehen.

Besonders lustig fand ich da Toru Hagakure – Invisible Girl. Bei ihr seht ihr für gewöhnlich nur die Handschuhe und Schuhe. Versetzt ihr sie in den RISING-Modus, sind auch die nicht mehr sichtbar. Das hilft euch, weil euer Gegner euch nicht mehr sieht. Ihr seht euren Charakter aber auch nicht mehr. Das ist am Ende eher ein Gimmick – aber eines, das sehr gut passt. Hat euer Gegenüber zwei eurer Charaktere besiegt, geht euer letzter Kämpfer übrigens automatisch in einen verstärkten RISING-Modus. Hier könnt ihr also noch einmal alles geben, um vielleicht doch noch zu siegen!

In My Hero One’s Justice fühlte sich das Aneinanderketten von Angriffen manchmal sehr holprig an. In My Hero Academia: All’s Justice funktioniert dies deutlich besser. Ihr könnt die normale Kombo-Kette sehr angenehm in Fähigkeiten oder PLUS-ULTRA-Attacken einbinden und auch in einer Kombo den Charakter auswechseln und mit diesem die Kombo aufrechterhalten. Generell fühlt es sich flüssig und stimmig an. Einzig das teils chaotische Umherrennen der CPU-Gegner fiel mir ein wenig negativ auf. Vor allem die teils zufällig auftauchenden Schurken in Team-up-Missionen nervten mit ihrem ständigen Wegrennen.

Apropos Kombos: Es gibt zwei Steuerungsmodi. Im Manuell-Modus übernehmt ihr komplett alle Eingaben der Kombo selbst. Nutzt ihr den Normal-Modus, könnt ihr den normalen Kombo-Knopf drücken und das Spiel reiht automatisch normale Angriffe und Fähigkeiten aneinander. Wenn gewünscht, wechseln sogar die Charaktere automatisch und führen die Kombo fort. Für mich ist das persönlich nichts. Aber ich finde es dennoch sehr gut, einen solchen Steuerungsmodus im Spiel zu haben. Nicht jeder Spieler ist total gut in Kampfspielen wie My Hero Academia: All’s Justice und kann auf diese Weise dennoch den Inhalt vom Spiel erleben.

Ein vielversprechender Einblick

Die ersten Stunden mit My Hero Academia: All’s Justice haben mir persönlich gut gefallen und machen Lust auf das finale Spiel. Man muss aber wahrscheinlich, wie bei Anime-Arena-Fightern dieser Art üblich, schon ein Fan der Reihe sein, um es wirklich genießen zu können. Und ob es nun Fans von kompetitiven Kampfspielen wie Tekken oder Street Fighter abholen kann, ist aktuell auch schwierig zu sagen. Dafür könnte es zu spielerisch sein – aber auch das hat in der Szene sicherlich seinen Platz. Ich freue mich auf jeden Fall auf den 6. Februar und ich denke, andere Fans des Anime können sich definitiv auch darauf freuen.

 

Bildmaterial: My Hero Academia: All’s Justice, Bandai Namco, Byking

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