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Square Enix legt starkes Wachstum hin – und liefert den viel beachteten digitalen Anteil

Square Enix hat die aktuellen Geschäftszahlen vorgelegt. Und nach dem ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres, das den Zeitraum April bis Juni 2026 abbildet, schaut es gar nicht so schlecht aus. Square Enix verzeichnete Wachstum bei allen Umsatz- und Gewinnkennzahlen.

Der Nettoumsatz stieg um 32,3 Prozent auf 492,3 Millionen US-Dollar. Das Betriebsergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um starke 88,6 Prozent. Der Nettogewinn gar um 175 Prozent auf 82,9 Millionen US-Dollar.

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Getragen wurde diese Entwicklung vor allem vom Geschäftsbereich Digital Entertainment, also den Videospielen. Hier legte Square Enix ein Umsatzplus von 51,8 Prozent hin (313 Millionen US-Dollar) und konnte das Betriebsergebnis um 91,8 Prozent (auf 97,3 Millionen US-Dollar) steigern.

Das Kerngeschäft der HD-Spiele, MMOs und Mobil-Games zeigte sich verbessert. Square Enix hebt die Veröffentlichungen von Final Fantasy VII Rebirth (für Switch 2 und Xbox) sowie The Adventures of Elliot dabei namentlich hervor. Auch die Katalogtitel (also ältere Spiele) verzeichneten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Umsatzanstieg.

Final Fantasy XIV, das selbst in schwachen Jahren noch eine verlässliche Größe für Square Enix ist, kann höhere Umsätze verzeichnen, die Square Enix auf eine „verbesserte Nutzeraktivität“ nach der Ankündigung von Evercold zurückführt. Allerdings verbuchte das MMORPG in Vorbereitung auf die Erweiterung Evercold auch höhere Ausgaben. Im Bereich der Live-Service- und Mobile-Games hebt Square Enix Dissidia Duellum Final Fantasy und Dragon Quest Smash/Grow als die Stützen hervor.

Und jetzt zum digitalen Anteil …

Gespannt wartet die Welt auch auf die Physical-Digital-Ratio, die uns alle seit der Verkündigung des Disc-Aus von Sony natürlich sehr beschäftigt. Von 7,38 Millionen verkauften Spielen im letzten Quartal (im Vorjahreszeitraum waren es nur 4,01 Millionen) waren nur 0,73 Millionen Einheiten physisch.

Nicht bekannt ist, wie Square Enix die Zahlen erfasst. Die Game Key Cards von Nintendo (dies würde Final Fantasy VII Rebirth und auch The Adventures of Elliot betreffen) werden mal digital, mal physisch erfasst. Capcom beispielsweise führt sie unter den digitalen Verkäufen.

Bei nur 7,38 Millionen Einheiten könnten Unterschiede bei der Methodik immense Auswirkungen auf die aktuell oft kolportierte Prozentzahl haben, zumal Rebirth und Elliot als Umsatztreiber für das Quartal gelten. Bei nur 700.000 weiteren als „physisch“ gewerteten Einheiten würde sich das Digital-Verhältnis von gut 90 Prozent auf gut 80 Prozent verschieben.

via Automaton Media, Games Industry, Bildmaterial: Square Enix

12 Kommentare

  1. Fantastisch! Erstmal sich darin bestätigt sehen, dass man in der aktuellen Marktumgebung keine Spiele zu produzieren braucht. Einfach nur ein übermäßig inflatiertest Final Fantasy VII Spiel alle 5 Jahre, paar HD Veröffentlichungen noch als Beilage und schon ist das Fiskaljahr gerettet! Ich liebe die aktuelle Marktentwicklung, ihr nicht auch? Wunderbar!

    An sich bin ich ja bei dir das Square in Sachen neuen Mainline FFs nicht alle 10 Jahre nur ein Teil veröffentlichen sollte. Aber hier jetzt in diesem Fall finde ich deine Kritik ein bisschen Fehl am Platz. Rebirth kam nach 4 Jahren und Revelations kommt jetzt nach 3 Jahren, was für AAA Spiele heutzutage extrem gut. Ob dir die Spiele jetzt gefallen oder nicht ist da auch erstmal nebensächlich. Dann kam ja noch Elliot und Octopath Traveler 0 raus was ja auch fantastische kleinere (also vom Budget) Spiele waren. Und im MMO segement macht man halt erfolgreich mit FF14 weiter. Ich sehe jetzt also abgesehen von einem eventuellen FF17 was mal langsam Zeit wäre nicht wirklich ein Kritikpunkt hier. Ich finde die Aufstellung so sogar extrem gut mit 1 großes Spiel und 2 kleineren Spiele (wenn ich keine weiteren vergessen habe) undResonance kommt ja auch noch dieses Jahr. Nächstes JAhr kommen mit Revelations und Evercold sogar 2 große Spiele raus und ich bin auch schone cht gespannt was da für kleine Spiele kommen werden. Vielleicht ein Octopath Traveller 3?

  2. Vielleicht hätten diese Kennzahlen uns mal interessieren sollen, bevor wir uns auf den digitalen Vertrieb eingeschossen haben. :|


    2018 - 2022 war die große Wende. Und da liegt nicht ganz zufällig Corona drin. Wir haben Corona das Home-Office zu verdanken, aber war eben doch nicht alles gut. Eigentlich war alles schlecht, aber man erinnert ja gerne an das Gute. Bisschen wie mit der DDR-Verherrlichung. Wenn auch anders. Aber fand das gerade lustig, weil es mir durch den Kopf ging.

    Schöne Zahlen für Square Enix!

    Die Methodik zu Digital-Physisch wüsste man gern, jep.

  3. Aber hier jetzt in diesem Fall finde ich deine Kritik ein bisschen Fehl am Platz. Rebirth kam nach 4 Jahren und Revelations kommt jetzt nach 3 Jahren, was für AAA Spiele heutzutage extrem gut. Ob dir die Spiele jetzt gefallen oder nicht ist da auch erstmal nebensächlich.

    Tatsächlich ist FFVII hier nicht wirklich mein Hauptproblem. Square Enix hat diese Umstrukturierung angestoßen, nachdem all ihre Spiele die Jahre zuvor gnadenlos untergangen sind. Da reden wir von einer guten AA und AAA Mischung, die man konsistent jährlich erhalten hat. Hier sehen sie sich nun - so wie alle anderen Firmen im Markt - bestätigt darin, ihre wichtigsten Marken in Groß alle paar Jahre zu veröffentlichen und sich dann auf ihr Backlog ausruhen zu müssen, damit das Geld gut reinfließt. Was wiederum bedeutet, dass der zukünftige Output sehr steril ausfallen wird. Dass man sich eventuell in diese Richtung bewegen wird, wissen wir jetzt schon seit einigen Jahren, aber ich finde es dennoch immer wieder erschreckend, das Ableben der Spielevariation Schritt für Schritt beobachten zu können.

    Nicht dass das irgend wem zu beunruhigen hat. Sind ja immerhin keine rundenbasierte Spiele (also doch, aber sie heißen nun mal nicht Final Fantasy) also kann der Markt ruhig paar Spielemarken kürzer sein. Hat ja nie geschadet (sagt man sich).

  4. Tatsächlich ist FFVII hier nicht wirklich mein Hauptproblem. Square Enix hat diese Umstrukturierung angestoßen, nachdem all ihre Spiele die Jahre zuvor gnadenlos untergangen sind. Da reden wir von einer guten AA und AAA Mischung, die man konsistent jährlich erhalten hat. Hier sehen sie sich nun - so wie alle anderen Firmen im Markt - bestätigt darin, ihre wichtigsten Marken in Groß alle paar Jahre zu veröffentlichen und sich dann auf ihr Backlog ausruhen zu müssen, damit das Geld gut reinfließt. Was wiederum bedeutet, dass der zukünftige Output sehr steril ausfallen wird. Dass man sich eventuell in diese Richtung bewegen wird, wissen wir jetzt schon seit einigen Jahren, aber ich finde es dennoch immer wieder erschreckend, das Ableben der Spielevariation Schritt für Schritt beobachten zu können.

    Ich verstehe dich hier komplett, ich persönlich bin auch ein großer von AA Spiele und habe auch diese große AA Offensive von Square vor ein paar Jahren die ja leider gefloppt ist echt gemocht. Aus dem Grund kann ich absolut nachvollziehen das du es ärgerlich findest wenn unternehmen beginnen sich nur auf die Hauptmarke zu konzentrieren. Zum aktuellen Zeit punkt sehe ich das bei Square aber noch nicht (kann sich natürlich ändern). Wie gesagt mit Eliot, Octopath Traveller 0 und FF Resonance kommen jetzt binnen eines Jahres von Square 3 kleiner Spiele, was für mich eine wirklich gute Mischung aus AAA und AA ist.

  5. Was man bei Square Enix meiner Meinung nach auch berücksichtigen muss! Gerade in den letzten Jahren der Switch 1- und PS5-Generation hat Square Enix insgesamt eine enorme Menge an Spielen entwickelt bzw. veröffentlicht. Wenn man sich allein anschaut, was zwischenzeitlich alles erschienen ist von großen Final Fantasy- und Dragon Quest-Titeln über kleinere Projekte, Remakes, Remaster und neue IPs ist das im Vergleich zu Bandai Namco schon ein deutlicher Unterschied.

    Bei Bandai Namco haben wir dagegen in den letzten Jahren auch erfahren, dass das Unternehmen mit verschiedenen Schwierigkeiten und einer teilweise problematischen Pipeline zu kämpfen hatte.

    Atlus war lange Zeit eher ein Nischenentwickler, ähnlich wie Nihon Falcom. Mit Persona 5 hat sich das aber massiv verändert. Persona wurde dadurch endgültig zu einer weltweit bekannten Marke und ist inzwischen ein ganz anderes Kaliber als früher. Allein Persona 5 und Persona 5 Royal kommen mittlerweile zusammen auf über 10 Millionen verkaufte Exemplare; die gesamte Persona-Reihe hat 2026 sogar die Marke von 30 Millionen überschritten.

    Das zeigt eigentlich ganz gut, wie sich der japanische Spielemarkt verändert hat: Manche ehemals eher kleinen bzw. spezialisierten Studios haben sich zu sehr erfolgreichen internationalen Marken entwickelt. Atlus ist dafür wohl eines der besten Beispiele. Und Square Enix hat im Gegensatz dazu einfach über Jahre eine wesentlich breitere Produktions- und Veröffentlichungsstruktur aufgebaut.

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