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Es geht nicht nur ums Geld: Wie die Trailer für die Opening Night Live ausgewählt werden

Im Vorfeld der Gamescom-Konferenz nächste Woche gab es bereits ein Presse-Briefing, in dem über die Platzierung der Trailer in der Gamescom Opening Night Live gesprochen wurde. Felix Falk, Geschäftsführer des deutschen Branchenverbands Game, betonte in der Vergangenheit, dass Geld eine untergeordnete Rolle spiele.

In der Vergangenheit gab es dazu unterschiedliche Perspektiven. „Egal, ob es sich um einen AAA-Titel oder einen Indie-Titel handelt – solange die Inhalte brillant sind, entscheidet Geoff, ob ihr in die Show kommt, und es kostet keinen Cent“, so Falk im letzten Jahr. Der Großteil der Inhalte sei kostenlos, aber natürlich gäbe es „etwas Werbung“.

Kotaku berichtete, die Platzierung eines 60-sekündigen Trailers bei der Verleihung der The Game Awards 2025 angeblich bis zu 450.000 US-Dollar gekostet haben soll. Es ist daher schwer zu glauben, dass die Gamescom auf dieses Geld verzichtet. Und tatsächlich berichtete Aftermath im letzten Sommer, auch zur Opening Night Live werden von Keighley über 100.000 US-Dollar für einen Trailer aufgerufen.

Daher fragte GamesIndustry aktuell konkret nach, was die Platzierung eines Trailers in der Opening Night Live kostet und was genau als Werbung gilt. Die Antwort war zwar nicht besonders detailliert, aber erfrischend ehrlich: „Genauso wie Unternehmen einen Stand auf der Gamescom mieten und Fläche kaufen, sichern sie sich auch Platz innerhalb der Show“, sagte Keighley.

Wie man sich denken kann, sind große Stände auf der Gamescom in den Hallen mit viel Laufkundschaft besonders begehrt – und daher auch besonders teuer. Ähnlich wird es daher bei der Gamescom Opening Night Live sein.

Die Show sei als ein „hybrides Event“ zu verstehen

„Ich denke, uns allen ist wichtig, dass es Spiele gibt, die aufgrund ihres redaktionellen Werts für die Show ausgewählt werden. Wir nehmen auch viele unabhängige Spiele auf. Ihr werdet viele kleine Teams sehen, Spiele, die von drei, vier Leuten entwickelt wurden, die es in die ONL schaffen, weil wir an diese Titel und Teams glauben und sie unterstützen wollen“, so Keighley.

Diese Shows seien daher „Marketing-Events“, genau wie die Gamescom ein Marketing-Event ist. Es gäbe aber definitiv Spiele, aus redaktionellen Gründen in den Shows auftauchen. Anders als gebuchte Plätze sind diese also „kostenlos“ – GamesIndustry wollte deshalb noch wissen, ob Keighley diese Entscheidung alleine trifft.

Der Auswahlprozess sei „eine Gruppenentscheidung“ – und weiter: „Die Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten, sind bereits in irgendeiner Form als Aussteller auf der Gamescom vertreten, und dies ist vielleicht eine digitale Erweiterung dessen, was sie mit ihren Ständen machen.“

Daher sei die Opening Night Live kein Advertorial oder Werbung, sondern eine hybride Veranstaltung, um die Reichweite der Gamescom weltweit zu erweitern und so die Partner, welche Stände auf der Gamescom mieten, zu erhöhen.

Details über die redaktionelle Auswahl der Spiele

Keighley gab zudem einige Einblicke, wie Spiele für redaktionelle Platzierungen ausgewählt werden. „Jeder möchte überrascht werden mit etwas ganz Neuem und Aufregendem. Unternehmen und Partner verdienen sich die Möglichkeit für redaktionelle Platzierungen oft durch die Art der News, die sie mitbringen.“ Aber auch kürzlich erschienene Spiele bekommen Sendezeit: „Das ist eher Werbung für ein bereits existierendes Spiel.“

Tim Endres, Director der Gamescom bei der Koelnmesse, wies auch auf die Spendensammlung von Games Done Quick hin, welche dieses Jahr erstmals auf der Gamescom vertreten sein wird. Die Spenden gehen an die Initiative Gaming for Democracy. „Damit nutzen wir die Gamescom einmal mehr als Plattform für einen guten Zweck, und das ist uns sehr wichtig“, so Endres.

Bildmaterial: Bild von Anton Porsche auf Pixabay

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