News

Die JRPG-Kids werden groß – und verhelfen „alten Mechaniken“ zum Comeback

Final Fantasy Resonance wird ein rundenbasiertes Kampfsystem bieten. Das ist nicht besonders überraschend und wäre vermutlich euer erster Tipp gewesen, immerhin handelt es sich um ein HD-2D-RPG. Die Chancen waren groß.

Und dennoch: Rundenbasierte Kampfsysteme sind vergleichsweise selten geworden. Aktuell scheinen sie allerdings so etwas wie eine Renaissance zu erleben. Hiroto Furuya, der Director von Final Fantasy Resonance, schiebt das mehr oder weniger auf die Demografie.

„Ich habe das Gefühl, dass viele von uns Entwicklern, die mit rundenbasierten Spielen aufgewachsen sind, nun selbst Spiele entwickeln“, so Furuya in einem aktuellen Interview. Als Beispiel dafür führt er Clair Obscur: Expedition 33 vom französischen Entwickler Sandfall an.

Wenngleich Entwickler wie Atlus die Fahne der rundenbasierten RPGs (ebenso wie natürlich unzählige hochkarätige Indie-RPGs) hochgehalten haben, so gilt Clair Obscur doch (vor allem Dank seiner großen Erfolge) als Beweis dafür, dass diese klassische Form des Kampfsystems auch im Mainstream angenommen wird.

Erfahrungen aus der Jugend

„Es scheint eine allgemeine Tendenz zu geben, einige der Erfahrungen, die wir persönlich in unserer Jugend gemacht haben, wieder aufzugreifen und möglicherweise neu zu bewerten oder zu überarbeiten“, so Furuya gegenüber IGN weiter. Er fügt hinzu: „Was Clair Obscur angeht, glaube ich, dass es sich um Entwickler handelt, die mit JRPGs aufgewachsen sind.“

Diese Beziehung zu den eigenen Quellen der Inspiration könne man auch bei Anime, Manga und darüber hinaus beobachten. „Entwickler greifen nun vergangene Projekte wieder auf, überarbeiten sie und interpretieren sie neu“, sagt er. „Das ist möglicherweise auch ein Faktor, der zu dieser Art von Wiederaufleben beiträgt, das wir gerade beobachten.“

via GamesRadar, Bildmaterial: Final Fantasy Resonance, Square Enix, Team Asano, Lancarse

6 Kommentare

  1. Es ist doch ganz simpel. Jahrelang haben alle Hersteller versucht sich der Call of Duty-Spielerschaft anzubiedern und sind dabei grandios auf die Fresse geflogen.

    Jetzt wo Square über die Hälfte seiner loyalen Käufer verloren hat, ziehen sie die Rettungsleine und versuchen es wieder bei den alten Käufern. Gute Rundenbasierte Spiele hatten immer ihre Käufer, was Persona, Like a Dragon, Dragon quest oder zuletzt Monster Hunter Storys bewiesen hat. Selbst Digimon, ein Franchise das in der Öffentlichkeit kaum jemand kennt, verkauft locker eine Millionen Spiele, weil es ein gutes Rundenbasiertes Rollenspiel ist.

    Man muss nicht behaupten, dass die Leute keine Rundenbasierten Spiele will, wenn man nur so halbgares Zeug wie I Am Setsuna oder Lost Sphere anbietet und es niemand kauft

    Baldurs Gate 3, Expedition 33 und ganz besonders Pokemon nicht zu vergessen ^^

    Ja hast absolut Recht, ich glaube auch immer noch der Neustart bei DQ12 hatte was mit der Kritik bei FF7 Remake und mit dem Flop von FF16 zu tun gehabt, während ein Octopath und DQ 2,5HD Remakes Kohle abwerfen und alle Preisträger und Millionenseller Rundenbasiert waren in den letzten Jahren :D

  2. Und dennoch: Rundenbasierte Kampfsysteme sind vergleichsweise selten geworden.

    Sind sie tatsächlich nicht. Über Dragon Quest, Saga, SMT, Kemco Spiele, ChrisTales, Casette Beasts und wie sonst nicht alle heißen wird kaum gesprochen, weil sie nun mal nicht die Verkaufszahlen aufweisen, um die Narrative der Fraktion Rundenbasis zu untermauern. Wir hören jetzt von der Ecke nur über Persona 5, Baldurs Gate 3 und Expedition 33 weil das die großen Trendkracher waren, die man dem bösen großen Final Fantasy entgegenstellen kann. Fakt ist aber, dass in der Genre auch ein großer Leichenberg lauert, den man bequem ausblendet um sich in die Opferrolle zu packen. Wenn man der Meinung ist, dass rundenbasierte Spiele rar gesät sind, dann hat man in den letzten 5 Jahren einfach nur geschlafen.

    Jetzt wo Square über die Hälfte seiner loyalen Käufer verloren hat, ziehen sie die Rettungsleine und versuchen es wieder bei den alten Käufern.

    Ich muss dich da leider etwas enttäuschen: hier wird von Square jetzt keine große Umstrukturierung in Richtung Rundenbasis passieren. Einerseits weil sie bis heute versuchen zu rechtfertigen, warum sie auf den Action Zug gestiegen sind. Zum Anderen, weil Final Fantasy Resonance hier immer noch auf einer kleinen Bühne statt findet - wohl gemerkt auch bevor ihre große Umstrukturierung bis 2027 vorbei ist.

    Zumal es bei weitem nicht das Erste mal ist, dass auf diesem Skala ein rundenbasiertes Spiel von denen kommt. Verglichen zu SaGa und Dragon Quest könnte man das sogar als ein "Schritt zurück" verbuchen. Aber natürlich zählt das alles nicht, denn bei denen steht kein "Final Fantasy" drauf.

    Selbst Digimon, ein Franchise das in der Öffentlichkeit kaum jemand kennt, verkauft locker eine Millionen Spiele, weil es ein gutes Rundenbasiertes Rollenspiel ist.

    Das mit der lockeren Million würde ich nochmal nachschlagen. Time Stranger hat die nicht einfach mal so geknackt.

  3. Kurz: „Wir bereichern uns mal wieder an dem Engagement und Erfolg anderer, anstatt selbst wieder Mäßstäbe zu setzen.“

  4. Ich finde da Clair Obscur als Beispiel zu nehmen nicht so gut, Klar der Mainstream hat es gefeiert aber das Kampfsystem war meiner Meinung nach nicht gut. Aber naja solange es Firmen dazu verleitet Spiele mit gutem rundenbasierten Kampfsystem zu machen, kommt es mir ganz gelegen :) Vielleicht kann ich durch diesen Trend auch irgendwann mal wieder ein neues Final Fantasy der Hauptreihe spielen :)

An dieser Stelle siehst du nur die letzten 5 Kommentare. Besuche das Forum um die komplette Diskussion zu diesem Thema zu sehen.