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FromSoftware-Mutterfirma will sich nicht von chinesischem Investor beeinflussen lassen

Der aktivistische Investor Oasis Management Company hat seine Beteiligung an Kadokawa weiter aufgestockt. Mit den neu zugekauften Firmenanteilen besitzt Oasis nun 13,76 Prozent des Unternehmens und gilt als Großinvestor, der aktiv Vorschläge einbringen kann.

Die in Hongkong ansässige, aber international tätige Hedgefonds-Managementfirma erhöhte im März seine Unternehmensanteile am Anime-, Manga- und Spieleverlag Kadokawa deutlich.

Laut einem am 30. März beim japanischen Finanzministerium eingereichten Änderungsbericht erhöhte Oasis seine Beteiligung von über 17,6 Millionen auf über 20,5 Millionen Aktien. Damit stieg der Anteil von 11,85 Prozent auf 13,76 Prozent, womit Oasis jetzt der größte Anteilseigner von Kadokawa ist.

Größter Anteilseigner noch vor Sony

Bereits am 19. März wurde bekannt gegeben, dass der aktivistische Investor einen Anteil von 8,86 Prozent erworben hatte. Weniger als eine Woche später kaufte der Fonds weitere Aktien und erhöhte seinen Anteil auf 10 Prozent. Am 26. März wurde bekannt, dass Oasis erneut einen großen Anteil an Kadokawa-Aktien erworben hatte und damit auf 11,85 Prozent kam. Damit übertraf sie bereits zu diesem Zeitpunkt Sonys Anteil von 10,09 Prozent.

Bisher ist noch unklar, wie der Investor die Unternehmensführung künftig beeinflussen wird. Oasis erklärte, dass der Zweck des Erwerbs in einer „Portfolioinvestition“ und „wichtigen Vorschlagstätigkeiten“ zum Schutz des „Aktionärswertes“ liege.

„Verwaltungspolitik wird nicht beeinflusst“

Das japanische Nachrichtenmedium Sankei Shimbun fragte bei Kadokawa nach, wie sich die neue Unternehmenssituation auswirke. Kadokawa erklärte, man wolle sich zu einzelnen Investoren nicht äußern und die Politik des Unternehmens werde nicht beeinflusst.

„Bezüglich des Inhalts oder der Existenz von Gesprächen mit einzelnen Aktionären ist es unsere Unternehmenspolitik, uns zu solchen Angelegenheiten nicht zu äußern. Unsere Verwaltungspolitik wird nicht durch die Handlungen einzelner Aktionäre beeinflusst. Wir werden weiterhin stetige Anstrengungen unternehmen, die zu unserem kontinuierlichen Wachstum beitragen“, so das Statement.

Die Hauptversammlung ist für Juni dieses Jahres angesetzt. In der Branche ist man gespannt, welche Vorschläge Oasis einbringen wird. Die Investmentfirma hat nicht den besten Ruf im Umgang mit anderen japanischen Unternehmen.

Oasis geht aggressiv vor

Oasis wird in Japan als aggressiv wahrgenommen. So verklagte es Kusuri No Aoki, einen Drogeriekettenbetreiber, auf 7 Mrd. Yen Schadensersatz. Auch in Pharma-Unternehmen wie Ain Pharmacies (Compliance-Skandale), Kobayashi Pharma (Produkt-Skandal) macht Oasis Druck, um Veränderungen zu erzwingen.

Nicht alle sehen das negativ: In der Finanzbranche wird es als offenbar als eine effektive Maßnahme gegen Vetternwirtschaft und die zweckentfremdete Verwendung von Unternehmensvermögen gesehen.

via Reuters, Yahoo, Business Wire, Bildmaterial: Elden Ring, Bandai Namco, FromSoftware

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