Das jüngste PS5- und PS4-Firmware-Update soll KäuferInnen neuer digitaler Titel offenbar zur regelmäßigen Lizenz-Validierung zwingen. Das behauptet jedenfalls Lance McDonald auf Twitter und untermauert die Behauptung mit einem Screenshot, der da Info-Fenster eines exemplarischen Titels zeigt, dessen lizenzrechtliche Gültigkeitsdauer zum 14. Mai auslaufen soll.
„Ein äußerst miserables DRM wurde nun für alle digitalen Spiele auf PS4 und PS5 eingeführt. Jedes digitale Spiel, das ihr fortan erwerbt, erfordert alle 30 Tage eine Online-Überprüfung“, schreibt McDonald. „Wenn ihr ein digitales Spiel kauft und eure Konsole 30 Tage lang nicht mit dem Internet verbindet, wird eure Lizenz entzogen.“
In einem Folgebeitrag führt McDonald aus: „Spiele, die ihr in der Vergangenheit erworben habt, scheinen von diesem Problem nicht betroffen zu sein; jedes Spiel, das ihr jedoch von nun an kauft, wird ohne eine Online-Überprüfung nur noch 30 Tage lang funktionieren.“ Er hält auch fest: „Dies lässt sich NICHT durch die Option ‚Konsole als primär aktivieren‘ umgehen. Alle digitalen Spiele werden nun für sämtliche Besitzer nach 30 Tagen unspielbar.“
Direkt spürbare Konsequenzen dürfte das für BesitzerInnen von digitalen Spielen wohl kaum welche bedeuten, dürfte doch so ziemlich jede/r PS5-BesitzerIn die eigene Konsole regelmäßig mit dem Internet verbinden. Die entsprechenden Prozesse würden aller Voraussicht nach unbemerkt im Hintergrund vonstatten gehen.
Nur ein Fehler?
Die langfristigen Auswirkungen einer solchen Entwicklung kann man aber durchaus hinterfragen: Ein digitaler Kauf kommt hier mehr einer Leihgebühr als dem tatsächlichen Eigentum am erworbenen Spiel gleich. So hält es Sony auch in der Endbenutzer-Lizenzvertrag fest, wie PlayFront hinweist. Wir besitzen digitale Spiele nicht, wir lizenzieren sie nur. Sollte sich Sony irgendwann zur Abschaltung der PS4- und PS5-Server entschließen, würden vor diesem Hintergrund alle digitalen Lizenzen spätestens nach 30 Tagen ablaufen.
Grausige Aussichten und sicherlich ein weiteres Argument für SammlerInnen physischer Medien. Aber noch sollten wir den Teufel nicht an die Wand malen. Tom Warren von The Verge reagierte etwa auf den Post von McDonald und erklärt: „Das ist wahrscheinlich nur ein Bug.“
Ein Einwurf, den Does it play? ebenfalls auf Twitter untermauert: „Wir haben eine Nachricht von einem anonymen Insider erhalten. Das DRM-Problem bei Sony ist unbeabsichtigt.“
Und weiter: „Unseren Erkenntnissen zufolge hat Sony versehentlich etwas beschädigt, während das Unternehmen eine Sicherheitslücke behob. Die verwirrende Benutzeroberfläche ist Sony schon seit einiger Zeit bekannt, wurde jedoch nicht als dringend eingestuft. Wir hoffen nun auf eine klärende Stellungnahme.“
So wie wir – sobald Sony Stellung bezieht, reichen wir entsprechende Informationen nach.
via PlayFront, Bildmaterial: Sony PlayStation

Erinnert mich wieder daran weshalb ich bis auf GOG nirgendwo Soiele digital kaufen würde. Man wird gegängelt wo es nur geht.
Ich hoffe ja wirklich dass die Stop Killing Games Debatte ein brauchbares Ergebnis liefert, damit solcherlei Manöver ein Riegel vorgeschoben wird.
Würde ich nicht unterschreiben. Meine PS5 ist öfters mal mehrere Monate nicht im Betrieb. Habe ja auch PC, Switch 2 und Series X.
Aber das klingt eher alles strange. Hoffe mal auf Missverständnis.