Im Dezember hatte Netflix eine Vereinbarung mit Warner Bros. Discovery zum Kauf des Film- und Medien-Giganten getroffen. Nach öffentlicher Intervention der amerikanischen Regierung und einer möglichen Dehnung der Übernahmeregeln durch die Medienbehörde FCC machte Paramount Skydance ein spätes Übernahmeangebot, das Netflix nicht mitgehen wollte.
Nun ist die amerikanische Medienwelt in Aufruhr – erst letztes Jahr übernahm Paramount Skydance den Sender CBS, welcher seitdem eine regierungskritische Sendung absetzte sowie die Ausstrahlung einzelner Folgen verhinderte. CNN befürchtet nach der Übernahme ebenso Eingriffe in die redaktionelle Freiheit.
WB Games: Übersehen oder bewusst verschwiegen?
Gamer sind davon bislang kaum betroffen. Bei dieser Übernahme geht es jedoch auch um die Frage, wie es mit WB Games weitergeht. Paramount hielt nun eine erste Telefonkonferenz mit Investoren ab, in der es um die Fusion der Abteilungen ging. Dabei erwähnte man jedoch keine der Gaming-Abteilungen der beiden Unternehmen.
Zentrale Themen waren dagegen die geplante Fusion von HBO Max und Paramount+, sowie auf die allgemeine Auswirkung der Übernahme auf die Unterhaltungsbranche. Dazu kamen geistige Eigentumsrechte.
Vor etwas über einem Jahr hatte Warner Bros. Games angekündigt, sich künftig auf vier Kern-Franchises zu konzentrieren – Hogwarts Legacy, Mortal Kombat, Game of Thrones und DC. Dies folgte auf Aussagen von Warner-CEO David Zaslav, der erklärt hatte, die Games-Sparte habe ihr Potenzial deutlich unterschritten. Jetzt ist WB Games möglicherweise in Gefahr. Paramount Skydance musste sich für diese zweite große Übernahme in kurzer Zeit stark verschulden – ein Stellenabbau als Folge der Unternehmensfusion gilt als wahrscheinlich.
Netflix trifft die Übernahme ebenso hart: Man hatte bereits fest mit der Integration von WB in das Unternehmen gerechnet. Mehrere WB-Unternehmensteile sollten ausgegliedert werden, um unabhängig weiter agieren können. In einem aktuellen Interview erklärte Netflix-CEO Ted Sarandon, dass es Einsparungen von über 16 Milliarden US-Dollar infolge des Zusammenschlusses zwischen Warner Bros. und Paramount geben werde.
via GamesIndustry, Tagesschau, Bildmaterial: Hogwarts Legacy, Warner Bros., Avalanche Software, Portkey Games

Mir wäre da Netflix dann doch lieber gewesen 😅
Du hattest die Wahl zwischen Pest und Cholera in dem Falle^^ Also was Games betrifft ist WB Games sowieso einer der schlimmsten Publisher, mir tut es aber weiterhin leid um Warner als großes Hollywood-Studio. Und noch schlimmer, als in irgendeinem Streaming-Sumpf unterzugehen, ist da wohl nur noch, Eigentum von Skydance zu werden.
Die Games-Sparte hatte es nie leicht. Warner selbst hat da seit Jahren keinen Bock mehr drauf und Netflix hatte auch kein massives Interesse angemeldet. Dieser Deal an sich ist bisher ein einziges Fiasko und gerade in der anderen News noch geschrieben, dass Netflix es richtig gemacht hat, hier auszusteigen, auch, wenn das mit Kosten verbunden ist. Auf die Games-Sparte wird man wohl irgendwie sitzen bleiben, da keiner der Interessenten wirklich diesen Teil übernehmen wollte.