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Pokémon GO: Niantic entfernt PokéStop auf „Epstein Island“

Die sogenannten „Epstein-Akten“ sind seit Monaten fester Bestandteil der allgemeinen Berichterstattung. Im Zuge weiterer Veröffentlichungen tauchte nun auch ein Bezug zur Spielewelt von Pokémon auf – darunter eine Randnotiz, in der empfohlen wurde, sich Pokémon GO einmal anzuschauen.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte jedoch eine andere Entdeckung von Fans: Auf Little Saint James, der Privatinsel von Jeffrey Epstein, existierte im Spiel tatsächlich ein PokéStop.

Zur Einordnung: Die Akten werden weiterhin juristisch und medial aufgearbeitet. Es handelt sich um einen laufenden Prozess mit schwerwiegenden Vorwürfen, deren vollständige Einordnung Zeit benötigt. Viele Dokumente werden schrittweise veröffentlicht und bewertet. Daher stammen einzelne Fundstücke, wie die beschriebene Randnotiz, oft aus einem größeren, noch nicht abschließend bewerteten Kontext.

PokéStop durch GPS-Manipulation entdeckt

Auf Reddit wurden davon jetzt Bilder gezeigt. SpielerInnen hatten mithilfe sogenannter GPS-Spoofing-Methoden – was übrigens gegen die Nutzungsbedingungen verstößt – ihre virtuelle Position manipuliert und stießen dabei auf einen PokéStop namens „Sun Clock“. Die Insel ist eigentlich privat und nicht öffentlich zugänglich.

Wie dieser Eintrag ursprünglich ins Spiel gelangte, ist unklar. Möglicherweise erfolgte die Aufnahme über Niantic Wayfarer, das Community-System zur Einreichung neuer Orte. Grundvoraussetzung für neue PokéStops sind frei zugängliche Orte mit sicherem Fußgängerzugang. Zumindest ersteres war hier sicher nicht gegeben.

Wichtig ist: Die Erwähnung von Pokémon GO in öffentlich gewordenen Dokumenten belegt weder, dass auf der Insel gespielt wurde, noch dass der PokéStop von dort aus eingereicht wurde.

Niantic reagiert

Entwickler Niantic bestätigte inzwischen, dass der PokéStop entfernt wurde. Das wiederum bestätigt wohl, dass es den PokéStop tatsächlich gab. Gaming Bible hatte angefragt und ergänzte den eigenen Artikel: „After reaching out to Niantic for comment, they confirmed they have removed the Pokestop from the game.“

Angesichts der Umstände galt dieser Schritt als erwartbar. Für ein „familienfreundliches“ Spiel wie Pokémon GO, aber auch sicher für jedes andere Spiel, stellt dies ein nicht zu unterschätzendes Reputationsrisiko dar. Der Schritt sollte also nachvollziehbar sein.

via The Gamer, Bildmaterial: Pokémon GO

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