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Im Test! My Hero Academia: All’s Justice ist eine tolle Anime-Umsetzung mit Frustmomenten

Titel My Hero Academia: All’s Justice
Japan 6. Februar 2026
Bandai Namco
Nordamerika 6. Februar 2026
Bandai Namco
Europa 6. Februar 2026
Bandai Namco
System PC, PS5, Xbox Series
Getestet für Xbox Series
Entwickler Byking
Genres Arena-Fighter
Texte
Deutschland Nordamerika Japan
Vertonung Nordamerika Japan

Das My-Hero-Academia-Universum ist mit dem Ende des Manga, und seit kurzem auch des Anime, abgeschlossen. Es ist also die perfekte Gelegenheit, um ein Videospiel zur Serie herauszubringen. Dieses zeigt euch das Finale des Anime und bringt außerdem eine kleine eigene Geschichte mit sich.

In unserem „Angespielt!“-Bericht konnten wir einen ersten Blick auf My Hero Academia: All’s Justice werfen und waren begeistert und regelrecht gehypt auf das finale Spiel. Warum aus unfassbarer Freude am Ende leider der größte Frust seit Anbeginn der eigenen Spieler-Karriere wurde, möchten wir euch unter anderem im Folgenden erklären.

Fürchtet euch nicht – denn ich bin jetzt hier!

Bei My Hero Academia: All’s Justice handelt es sich um einen sogenannten Arena-Fighter. Ein Kampfspiel, in welchem ihr euch in einem gewissen Gebiet frei bewegen und dort gegen euren Feind, oder mehrere Gegner, kämpfen könnt. Um das Ende des Anime zu zelebrieren und in Videospielform zu Ende zu bringen, was mit My Hero One’s Justice 1 & 2 angefangen wurde, könnt ihr hier das Finale der Geschichte im Story-Modus erleben.

Wie in Anime-Umsetzungen üblich, wählt ihr ein Kapitel aus und erhaltet dann Screenshots aus dem Anime, während die Story erklärt wird und die Charaktere sprechen. Immerhin sind hier die Screenshots oft ein wenig bewegt und gegen Ende sogar richtig animiert, mit normalen Mundbewegungen und leicht bewegten Charakteren.

Die Highlights im Story-Modus sind die 3D-animierten Zwischensequenzen, die richtig gut aussehen und epische Momente des Anime toll darstellen. Leider wird auch hier oft kurz auf Screenshots zurückgegriffen, um kleine Momente zu zeigen. Im Großen und Ganzen ist es natürlich eine sehr gekürzte Version des Anime, welche euch zwar die Schlüsselmomente zeigt, aber manche Sachen und Kämpfe komplett auslässt.

Die Kapitel, in denen ihr gegen den aktuellen Bösewicht (oder manchmal andere Helden) kämpft, sind leider nicht sehr spektakulär. Es handelt sich fast immer um einen normalen Kampf, während im Hintergrund die Charaktere Gespräche aus dem Manga wiederholen, welche auf dem Bildschirm untertitelt sind.

Eine deutsche Sprachausgabe gibt es leider nicht, obwohl die deutsche Vertonung des Anime absolut fantastisch ist und Bandai Namco mit Naruto x Boruto: Ultimate Ninja Storm Connections durchaus zeigte, dass so was möglich ist. Deswegen sollte man auf die englische Sprachausgabe ausweichen, wenn man während des Kampfes etwas verstehen möchte – außer ihr könnt Japanisch.

Der Frust im Story-Modus

Während die ersten Kämpfe im Story-Modus noch recht einfach sind, so erhöht sich der Schwierigkeitsgrad in manchen Auseinandersetzungen dann plötzlich recht stark. Der Grund dafür ist zum einen das Lesen von euren Eingaben. Auffällig oft kontert die CPU innerhalb von Millisekunden und macht euch dann extrem viel Schaden.

In manchen Kämpfen habe ich versucht den perfekten Moment für eine Attacke abzuwarten, nur um dann plötzlich direkt gekontert zu werden, obwohl der Gegner eigentlich grad noch in einem Angriff war. Aber das kann man eigentlich noch ganz gut handhaben, auch wenn es nervt, wenn der Gegner einfach direkt auf eure Eingaben reagieren kann.

Leider paart My Hero Academia: All’s Justice dies mit sogenannter Superarmor. Sprich: Ihr haut auf euren Feind ein, er bekommt ein wenig Schaden, aber kann seine Aktionen normal weiter durchführen. Wenn ihr also normalerweise eine Angriffsfolge startet und dann erst einmal eine Kombo durchjagt, so kann der Feind euch, selbst während er geschlagen wird, kontern und euch ordentlich eins aufs Fressbrett geben. Gepaart mit der Tatsache, dass ihr oft deutlich weniger HP habt und weniger Schaden an eurem Gegner macht, ist hier das Frustrisiko leider riesig.

Manche der Gegner haben dann auch zahlreiche Fernangriffe, welche euch auf Distanz halten. Kommt ihr dann endlich ran, nur um dann gekontert zu werden mit riesigem Schaden, dann ist das einfach nervig auf Dauer und macht keinen Spaß – denn das hat nichts mit Herausforderung zu tun und ist einfach nur unfair.

Der Höhepunkt des Frusts

Doch all dies kann man irgendwie schaffen, auch wenn man sogar manchmal aufs Spammen von Spezialangriffen zurückgreifen muss. Die Höhepunkte sind die beiden finalen Kämpfe. Ohne ins Detail zu gehen, da ich ja auch nicht den Plot des Anime spoilern möchte, ist die Grundidee der Kämpfe nicht schlecht. Leider ist die Umsetzung nicht gelungen.

All die genannten Dinge kommen zum Beispiel im vorletzten Kampf vor. Allerdings verliert ihr nach und nach eure Spezialangriffe und müsst über mehrere Runden am Stück den Feind mehrfach besiegen. Eure eigene Lebensleiste wird jedoch nicht zurückgesetzt, während ihr tierisch auf den Sack bekommt. Aber auch das war am Ende irgendwie machbar und ich habe den Boss besiegt.

Was euch aber dann entgegengesetzt wird, grenzt schon fast an ein Verbrechen an der Menschheit. Und ja, an dieser Stelle gebe ich gerne zu, dass sich hier meine persönliche Enttäuschung über den Kampf sowie der Frust von zahlreichen Versuchen auf starke Weise vermischen. In diesem finalen Kampf müsst ihr mit verschiedenen Teams einen Boss mehrfach besiegen.

Ich sage nun nicht, wie viele Phasen der Boss hat, aber ich sag mal so: Ich brauche zwei Hände, um die Anzahl der Phasen zu zählen. Dieser Boss spammt euch mit Projektilen zu und teleportiert sich weg, wenn ihr ihm näher kommt. Manche Angriffe sind kaum zu blocken und wenn, dann müsst ihr perfekt ausweichen oder blocken, um nicht einen Haufen Schaden zu bekommen. Es kam nicht selten vor, dass mich ein einziges Projektil erwischt hat und die darauf folgenden Attacken meinem aktuellen Charakter die komplette Lebensleiste abgezogen haben.

Doch nach Stunden des Lernens, Versuchens und Ins-Kissen-schreiens habe ich auch das geschafft. Bis ich dann in der finalen Phase angekommen bin, in welcher der Gegner NOCH schlimmer wird und ihr nur einen einzigen Helden habt. Dieser kann sich zwar mit seinem Plus-Ultra-Angriff, dem stärksten Spezialangriff jedes Charakters, ein wenig heilen – aber man muss erstmal dazu kommen, diesen einzusetzen. Euer Charakter ist nämlich ein Nahkämpfer, während ihr euch mit einem unfairen Projektil-Gespamme herumschlagen müsst. Ihr werdet komplett zerlegt, innerhalb von Sekunden. Und hier kommt der Kicker: Passiert das, müsst ihr den Kampf komplett neu beginnen.

Ich bin wirklich nicht schlecht in dieser Art von Spielen – aber hier habe ich nach Stunden des Versuchens frustriert aufgegeben. Ob ihr hier weit kommt und siegt, hat nur geringfügig etwas mit Können zu tun – es kommt nur auf Glück an, wie viel oder wenig der Gegner spammt. Hier muss Bandai Namco ganz, ganz schnell nachpatchen, sonst wird nicht nur ein Controller im TV landen. Im Großen und Ganzen wird dadurch das eigentlich als episch angesetzte Finale einfach nur großer, frustrierender Unsinn, bei dem sicher nicht nur ich irgendwann die Konsole ausmache und diese dann auch für das Spiel für immer ausbleibt.

Das Kampfsystem

Doch bevor ich mich weiter in Rage schreibe, lasst uns einen Blick auf das Kampfsystem an sich werfen. Das Spiel beinhaltet zur Veröffentlichung 68 Charaktere. Dabei sind nur wenige Figuren doppelt oder dreifach. Es gibt natürlich mehrere Versionen von Deku, All For One, Shigaraki und manch anderen. Im Season Pass wird es fünf weitere Charaktere geben, welche die Anzahl der spielbaren Figuren auf beeindruckende 73 ziehen.

Alle davon haben vier Spezialangriffe, welche ihre ganz speziellen Quirks verwenden – auf Deutsch Spezialität genannt. Diese lassen sich in normale Angriffsketten einbinden. Manche der Spezialangriffe haben unterschiedliche Effekte, je nachdem ob ihr sie aufladen könnt oder nicht. Während Deku mit One For All vor allem die Peitschen-Spezialität verwendet, um Feinde zu greifen und ordentlich draufzuhauen, nutzt ein Bakugo natürlich gigantische Explosionen oder Fernangriffe.

An der Stelle muss man My Hero Academia: All’s Justice wirklich loben. Die Quirks der zahlreichen Charaktere sind sehr gut umgesetzt und manche Figuren sind dabei besser, als man es vielleicht vermuten mag. Der eher ruhige und im Anime wenig im Kampf zu sehende Koji Koda nutzt auf extrem kreative und gute Weise Bienen und Vögel für seine Angriffe. Oder Rikido Sato, welcher durch das Essen von Zucker stärker wird, kann auf Knopfdruck eben selbigen essen um stärkere Angriffe zu haben.

Dabei gibt es aber auch Figuren, welche auf den ersten Blick aufgrund ihres ursprünglich nicht so starken Quirks auch im Spiel nicht so gut wirken. So gibt es vielleicht jemanden da draußen, welcher mit Minoru Mineta ordentlich draufhauen kann – aber es wird sicher schwerer als mit einem Shoto Todoroki werden, welcher mit bildschirmfüllenden Angriffen alles wegfetzt. Doch natürlich gibt es nicht nur Helden, sondern auch Schurken zu spielen. Die Auswahl an Charakteren ist aufgrund der Größe des Rosters einfach gigantisch und es wird sicher für jeden Spielstil etwas dabei sein.

Wer noch nie ein solches Spiel vor sich hatte, kann den „Normalen“ Steuerungsmodus verwenden. In diesem müsst ihr die Kombos nicht selbst eingeben, sondern könnt einfach eine Taste verwenden um coole Angriffsketten zu absolvieren. Kontern, Abwehren und Co. müsst ihr aber trotzdem noch. Dabei wechselt der Auto-Modus sogar in der Kette zu anderen Charakteren, um diese fortzusetzen. Bis zu drei Figuren nehmen pro Team am Kampf teil und können ausgetauscht werden, mit einem kleinen Cooldown. Während sie sich nicht die Lebensleisten teilen, so müsst ihr mit der Rising- und der Plus-Ultra-Leiste ein wenig besser haushalten.

Und jetzt alle: PLUS ULTRA!

Die Plus-Ultra-Leiste hat drei Segmente, welche gefüllt werden können. Für jeden gefüllten Teil könnt ihr einen Plus-Ultra-Angriff einsetzen. Hierbei handelt es sich um die ultimativen Angriffe der Charaktere, welche am meisten Schaden machen. Ihr könnt Plus-Ultra-Angriffe auch mit anderen Team-Mitgliedern aneinanderreihen, falls die Leiste ausreichend gefüllt ist. Aber so richtig viel Schaden könnt ihr mit dem Rising-Modus machen!

Im Rising-Modus wird euer Charakter deutlich stärker, hat teils veränderte Spezialangriffe und Zugriff auf eine zugeschnittene Rising-Aktion. Zum Beispiel könnt ihr schnell zum Gegner flitzen, aus der Höhe auf ihn springen oder mit Uraraka Ochako den Feind zum Schweben bringen. Einige der Charaktere ändern auch ihr Aussehen im Rising-Modus und erhalten völlig andere Attack-Kombinationen.

Sehr lustig fand ich da persönlich Invisible Girl, Toru Hagakure. Bei ihr seht ihr für gewöhnlich nur die Handschuhe und ihre Schuhe – schließlich ist sie ja sonst unsichtbar. Geht sie in den Rising-Modus, verschwinden diese aber auch. Der Vorteil: Euer Feind sieht euch nicht! Der Nachteil: IHR EUCH AUCH NICHT! Das ist komplett passend zum Charakter, aber irgendwie auch völlig albern im Kontext eines Kampfspieles. Aber es ist halt genau richtig umgesetzt.

Die Kämpfe an sich machen durchaus Spaß – wenn ihr nicht auf NPCs mit Superarmor trefft und ihr coole Kombos auf euren Feind entladen könnt. Leider ist es manchmal dennoch ein wenig sperrig. Das Umherbewegen ist ein wenig hakelig mit dem Rennen auf Knopfdruck, es wird viel umhergesprungen, manchmal haut euer Charakter daneben, weil das Lock-on nicht so richtig gut geklappt hat. Im Vergleich zu den Vorgängern funktionieren die Kämpfe aber viel besser und das recht nervige Schere-Stein-Papier-Prinzip wurde deutlich abgeschwächt.

Auf in die virtuelle Realität!

Abseits des Story-Modus bietet euch My Hero Academia: All’s Justice die Team-up-Missionen. Diese geben euch eine kleine allgemeine Story darüber, wie die Klasse 1-A in einer virtuellen Welt trainiert und es natürlich dann Komplikationen mit den KI-Charakteren gibt oder andere Probleme auftauchen.

In diesen Missionen könnt ihr euch frei durch ein Areal bewegen, welches moderat groß ist, und dort von NPCs oder anderen Helden Missionen annehmen. In den Missionen müsst ihr manchmal Parkour-Kurse absolvieren, Kämpfe schaffen, einen bestimmten NPC finden. Nichts Spannendes, aber beim ersten Mal meist ganz nett und als Fan der Reihe sind die Interaktionen der Charaktere schön anzusehen.

Leider wiederholen sich die Nebenmissionen innerhalb der Hauptmissionen sehr schnell und oft. Das macht es dann arg repetitiv und das wusste man bei der Entwicklung wohl auch. Deswegen könnt ihr die Missionen mit anderen Helden auch auf einen einfachen Kampf oder einen Dialog runterbrechen und sie auf diese Weise abschließen. Ihr erhaltet die Helden dann als Assist-Charaktere, welche euch diverse Boni im Kampf geben. Ebenfalls könnt ihr sie für das schnelle Absolvieren von anderen NPC-Nebenmissionen nutzen.

In diesem Modus taucht übrigens die wundervolle Superarmor-Mechanik wieder auf, bei der ihr den Feinden eine gewisse Menge an Schaden zufügen müsst, bevor sie körperlich auf eure Attacken reagieren. Leider hat mich das nach dem frustrierenden Story-Modus dann nur noch genervt, so dass ich die Superarmor meist mit Fernangriffen weggespammt und dann den Feind besiegt habe. Das empfinde ich aber leider nicht als herausfordernd oder spaßig, da ich in einem Kampfspiel coole Kombos und Schlagabtausche haben möchte und keinen Spam, um irgendwie Schaden machen zu können.

Ebenfalls nervig übrigens: Kämpfe, in denen ihr gegen mehr als einen Gegner antreten müsst, aber nicht hintereinander, sondern gleichzeitig. Diese tauchen im Story- sowie im Team-up-Modus auf und teilweise haben dann auch da die Figuren Superarmor. Ich glaube, ich muss nicht erklären, wieso mehrere Projektil-werfende Feinde mit Superarmor nervig sind.

Der Fokus liegt auf Klasse 1-A

Beim Erkunden der Stadt könnt ihr die verschiedenen Studenten der Klasse 1-A aus My Hero Academia nach und nach freischalten und nutzen. Das Umherlaufen mit den Figuren hat echt Spaß gemacht. Deku kann sich mit seinen Peitschen wie Spider-Man durch die Gegend schwingen, während Shoto auf Eisbahnen schlittert. Während Minoru Mineta vielleicht nervig ist, so kann er zum Beispiel immerhin Wände hochklettern. Charaktere ohne große Bewegungsfähigkeiten geben euch andere Boni. So könnt ihr mit manchen Figuren dann alle Nebenmissionen auf der Karte sehen. Das hilft, wenn ihr alle Missionen absolvieren wollt pro Mission, für den höchstmöglichen Rang. Denn sonst müsst ihr diese mühevoll suchen.

Der Fokus der Charaktere auf die Klasse setzt sich dann in den Helden-Tagebüchern fort. Hierbei handelt es sich um kleine Storys zu den jeweiligen Figuren, in denen ihr entweder einfach Gespräche führt, kleine Hindernis-Rennen macht, Charaktere (bzw. Katzen) finden oder schlichtweg Kämpfe absolvieren müsst. All das wird mit Kommentaren der Helden bestückt und ist einfach ein riesiger Fan-Service-Modus.

Sehr cool sind auch die Archiv-Kämpfe, in denen ihr besondere Momente aus der Story des Anime nachspielen könnt. Diese sind dann auch teils mit 3D-animierten Szenen bestückt, was für mich durchaus überraschend war. Je schneller ihr seid, desto besser der Rang. Diese Kämpfe schaltet ihr durch das Durchspielen der Team-up-Missionen frei. Das fand ich ein wenig schade, ich hätte den Modus lieber als eigenes Ding gehabt, wo man einfach durchspielen kann.

Zahlreiche Belohnungen – die aber eher mau ausfallen

Während ihr den Story-Modus spielt, die Team-up-Missionen oder im Archiv die Kämpfe absolviert, sammelt ihr Heldenmünzen und bekommt zudem regelmäßig massig Belohnungen. Dies äußert sich in Profilbildern, speziellen Sprüchen für euer Profil, Chat-Nachrichten oder sogar Kostümen. Letztere sind jedoch meist nur Farbvarianten des originalen Outfits. Hier hätte ich mir mehr Auswahl gewünscht und nicht nur per DLC oder Deluxe-Edition-Boni andere Kostüme zu erhalten.

Am Ende erhaltet ihr also zahlreiches Zeug um euer Profil zu gestalten, aber so richtig eine Auswirkung auf das Spielerlebnis hat es am Ende des Tages nicht. Auch die sammelbaren Heldenkarten, welche zahlreiche Schlüssel-Momente der Story darstellen, sind nett – aber auch nicht mehr. Wer Bock aufs Sammeln hat, der wird hier jedoch sicherlich Freude finden.

Das Ausschmücken eures Profils oder des User Interface ist natürlich dafür gedacht, im Online-Modus ordentlich loszulegen. Dabei sind die Modi so wie in jedem anderen Kampfspiel. Spielt im Rangmodus, absolviert freie Kämpfe, erstellt eine Lobby oder nehmt an aktuellen Events teil.

Da die Kämpfe an sich durchaus Spaß machen können, wird man sicher auch einiges an Zeit in den Online-Modus stecken können. Aber da aufgrund der Anzahl an Charakteren das Balancing ein wenig leidet, wird man sicherlich oft dieselben starken, bildschirmfüllenden Kämpfer sehen. Ebenfalls werdet ihr, was Arenen angeht, nicht viel Abwechslung haben: Dort gibt es nämlich nicht viele – und eine davon ist einfach nur ein riesiges, schwarzes Nichts. Schade.

Ein visuelles Spektakel?

Mit My Hero Academia: All’s Justice erhaltet ihr beim Kauf ein hübsches Spiel, welches den Stil des Anime gut einfängt. Die Angriffe sind imposant dargestellt und die Gegenden können teilweise zerstört werden. Die 3D-animierten Szenen im Story-Modus sind, wie bereits erwähnt, teilweise richtig beeindruckend gestaltet. Dennoch bleibt mir der Gedanke, dass man noch mehr hätte machen können. Das beeindruckende Tales of Arise zeigte bereits vor fünf Jahren, wie großartig ein Anime-Spiel aussehen kann. Hier hätte ich mir durchaus noch ein wenig mehr Politur an der Grafik gewünscht.

Die englische und japanische Sprachausgabe liefern euch die originalen Sprechenden aus der Serie. Der Soundtrack passt perfekt zu dem, was ihr im Anime hört. Motivierende Musik in der Story und im Intro, welche euch richtig Bock macht! Schade, dass die Lust im Story-Modus dann aufgrund der unfairen Kämpfe schneller gekillt wird, als ihr „PLUS ULTRA!“ rufen könnt.

Eine eigentlich tolle Anime-Umsetzung mit großen Frustmomenten

Ich habe mich zwar teilweise sehr negativ über My Hero Academia: All’s Justice in diesem Review geäußert, im Grunde genommen ist es aber eine Kampfspiel-Umsetzung des Anime mit Liebe zum Detail, die in normalen Kämpfen echt Spaß machen kann. Deswegen frustriert es umso mehr, dass man das epische Finale der Reihe mit so unfairen und unspaßigen Kämpfen bestückt hat. Wer Bock auf einfach coole Kämpfe mit Freunden oder Fremden im Online-Modus hat, der wird hier als Fan des Franchise durchaus auf seine Kosten kommen.

Wer ein episches und spaßiges Finale im Story-Modus erwartet, der wird hier aber einfach nur genervt und enttäuscht sein. Außer Bandai Namco patcht hier ganz, ganz schnell nach. Mich persönlich hat es so stark frustriert, dass es einen sehr negativen Schatten auf das gesamte Spiel geworfen und mir aktuell sämtliche Lust auf ein Weiterspielen genommen hat. Schade.

 

Story

Die finale Staffel von My Hero Academia kann nachgespielt werden, mit unfassbar frustrierendem Finale. Eine neue Story wird in den Team-up-Missionen erzählt.

Gameplay

3D-Arena-Fighter, in welchem ihr euren Gegnern in frei begehbaren Arenen mit diversen Spezialangriffen auf die Mütze gebt.

Grafik

Hübsches Spiel mit coolen Effekten, das sich jedoch irgendwie nicht ganz „aktuell“ anfühlt, wenn es um die grafische Qualität geht.

Sound

Tolle englische und japanische Sprachausgabe. Leider keine deutsche Vertonung, was eine stark verpasste Chance ist.

Sonstiges

Viel Fan-Service im Spiel, wenn man die Klasse 1-A aus My Hero Academia mag.

 

Bildmaterial: My Hero Academia: All’s Justice, Bandai Namco, Byking

1 Kommentar

  1. Den letzten Kampf kann ich so unterschreiben aber was ich vermisse was hier nicht erwähnt wird ist das man mit jedem verlieren dafür dann mehr Schaden macht, hab dann schon bei einer Kombo dem Gegner dann schon fast die Hälfte der Leben abgezogen. Also wird in gewisserweiße der Schwierigkeitsgrad dann bei jedem verlieren etwas gesenkt.

    Finde da die Team Up Missionen viel nerviger weil die ewig dauern wenn man den besten Rang will und beim Sequenz überspringen oft Bugs bei mir kamen das die Ziele von Missionen nicht mehr vorhanden waren und ich so die Mission neu starten musste, ist zwar nur zwei oder drei mal passiert aber wenn man schon ne Stunde spielt und dann von vorne starten muss ist schon nervig.

    Story hätte man auch noch weiter ausbuaen können da zwischen dem letzten Teil und dem hier viel ausgelassen wurde.

    Was mich am meisten stört ist wieder mal die Musik Auswahl im VS Modus. Das Spiel hat so viele gute Soundtracks und im VS Modus glaube ich hört man nur zwei oder drei Stück die nach Zufall kommen.
    Das Problem haben viele Anime Kampfspiele das die Musikauswahl kurz ausfällt und viele Kampftracks vom Storymodus dann nicht im VS Modus sind.

    War ja bei Naruto und Demon Slayer auch schon so aber da ging die Musikauswahl wenigstens noch nach Stages, so wie es Dragonball Sparking Zero hat finde ich es am besten wo man die Musik extra einzeln zur Stage noch auswählen kann.

    Alles in allem hatte ich trotzdem großen Spaß mit dem Spiel auch wenn da noch mehr Luft nach oben wäre.

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