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Angespielt! Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection hat mich in allen Belangen gepackt

Als der erste Teil von Monster Hunter Stories vor ungefähr zehn Jahren für Nintendo 3DS erschien, hatte ich zwar gehofft, dass sich die Reihe bei Capcom etabliert, doch zunächst sprachen die Zeichen dagegen. Erfreulicherweise steht nun der dritte Teil mit dem Untertitel Twisted Reflection kurz vor der Veröffentlichung.

Damit scheint sich die Reihe nicht nur beim japanischen Entwicklerstudio etabliert zu haben, sondern bereitet mir auch große Freude. Diese konnte ich bereits in einer Vorabversion mit den ersten Spielstunden zum Ausdruck bringen. Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection erscheint am 13. März 2026 für PlayStation 5, Xbox Series, Switch 2 und PCs.

Eine schicksalshafte Handlung

Die Handlung von Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection bringt uns ins Königreich Azuria. Wahlweise als Prinz oder Prinzessin startet die Geschichte damit, dass das Königreich ein besonderes Monster-Ei findet. Aus diesem Ei schlüpft ein Rathalos, eine Monsterart, die wie viele andere Arten in dem Reich vom Aussterben bedroht ist. Doch dann passiert etwas Unvorhergesehenes. Ein weiteres Rathalos schlüpft aus dem Ei.

Beide tragen das Mal der Himmelsschuppen, das unweigerlich an den schrecklichen Bürgerkrieg vor 200 Jahren erinnert. Mit diesem dunklen Zeichen als Vorahnung beschließt der König, eines der beiden Rathalos hinzurichten, wird jedoch von der Königin aufgehalten. Sie flieht mit dem Rathalos und niemand weiß, was mit den beiden passiert ist.

Königliche Pflichten und Ranger

Neben seinen königlichen Pflichten ist der Protagonist ebenfalls Kapitän der Ranger. Diese tapfere Gruppe erforscht und beschützt gemeinsam mit ihren Monsties das Ökosystem, indem sie unter anderem Informationen zum Ei-Quarz sammeln. Dabei handelt es sich um eiförmige Kristallformationen, die Monster und Eier umschließen. Sie finden sich im ganzen Land, doch niemand kann sich erklären, woher sie stammen. Gleichzeitig kommt es im Land zu Kristallisationen, einem Phänomen, welches Lebewesen und sogar große Monster in Kristalle verwandelt.

Um all diesen Geheimnissen auf den Grund zu gehen, versuchen die Ranger, so viel wie möglich in Erfahrung zu bringen. Doch dann eskaliert der Konflikt mit dem südlichen Königreich Vermeil und der Protagonist macht sich auf den Weg ins verbotene Land. Welche Geheimnisse erwarten ihn wohl dort und welche kann er aufdecken?

Unbändige Gefahren

Nach kurzer Spielzeit merkt man, dass durch die einzelnen Unterhaltungen und Bindungen zwischen den Rangern eine gute Kombination für eine Art Abenteuerreise entsteht. Zwar scheinen die Charaktere einigen typischen Klischees zu entspringen, wie beispielsweise dem energiegeladenen Frischling, dem alten, weisen Ranger oder dem etwas schweigsamen, jedoch gutmütigen Kameraden.

Bislang haben mich diese klischeehaften Charakterzüge jedoch nicht gestört, da sich eine gute Dynamik zwischen den individuellen Charakteren entwickelt hat. Die Frage ist nur, ob diese authentische Dynamik bis zum Ende des Spiels durchhält oder durch unvorhergesehene Ereignisse beeinträchtigt wird bzw. welche Überraschungen dabei zum Vorschein kommen, wenn die Figuren mehr von ihren Ambitionen und ihrer Gefühlswelt preisgeben.

Gleiches gilt für die Handlung. Bislang wirkt diese rund um das Erforschen des Ökosystems und die Kristallisation durchdacht. Letzteres hat ebenfalls Auswirkungen auf die Monster in dem Reich. Dadurch werden diese zu unbändigen Monstern. Sie sind gefährlicher als ihre herkömmlichen Pendants und verfügen entsprechend auch über andersartige Fähigkeiten. Neben dem bisherigen Schere-Stein-Papier-Prinzip – Geschwindigkeit schlägt Kraft, Kraft schlägt Technik und Technik schlägt Geschwindigkeit – muss man sich also weitere Strategien überlegen, um diese zu besiegen.

Unbändige Monster sind eine ganz neue Herausforderung, denn sie verfügen nicht nur über die gewöhnlichen Angriffsmuster normaler Monster, sondern sind durch die Kristallisation auch besonders aggressiv. So ist zum Beispiel die grüne Hautfarbe eines unbändigen Chatacabra nicht nur ein wenig heller, sondern das Monster kann plötzlich auch Donner-Angriffe schleudern. Selbst wenn man versucht, die sogenannten Seuchensteine des Monsters anzugreifen, erfolgt direkt ein Konterangriff. Damit ist nicht zu spaßen, was für eine größere Herausforderung sorgt.

Das Ökosystem wiederherstellen

Neben den unbändigen Monstern gibt es weitere invasive Arten, die das Ökosystem durcheinanderbringen. Sie sind eine Bedrohung für andere Monster und können deren Territorien einnehmen. Aus diesem Grund lauern sie besonders nachts in bestimmten Gebieten und müssen zum Rückzug gezwungen werden. So gelangt man in die Monsterbauten, in denen sich die Eier bedrohter Monsterarten befinden.

Mit den passenden Eiern geht es direkt in den Stall, um diese auszubrüten und die jungen Monster wieder auszuwildern. Diese Habitat-Restauration unterscheidet die Ranger von den klassischen Ridern. Damit soll die Population der Monster wiederhergestellt werden. Das ist insofern praktisch, da solche Monster nun auch eure Monstie-Partner werden können. Die Habitat-Restauration kann übrigens nicht nur bei bedrohten Monsterarten durchgeführt werden. Dieser Gameplay-Loop wirkt sich auf das Ökosystem und dessen Rang aus.

So lassen sich Monsties mit anderen oder besseren Spezialfähigkeiten und Genen finden. Das geht sogar so weit, dass Monster mehr als ein Element in sich tragen können. Am Anfang konnte ich beispielsweise einen Rathian auswildern, wodurch sich das Feuerelement der Region entsprechend veränderte. Infolgedessen färbte sich das Donnerelement-Monster Tobi-Kadachi in dieser Region plötzlich rötlich und wurde mit Feuerfähigkeiten geboren. Da stellt sich nur die Frage, wie gut so etwas wirklich für das Ökosystem sein kann?

Jedenfalls machte so das Erkunden der offenen Welt besonders viel Spaß, da sich die Gebiete bezüglich der Monster scheinbar öfter mal verändern können – je nachdem, wie stark sich die Habitat-Restauration auf das jeweilige Gebiet auswirkt. Hinzu kommen die unterschiedlichen Reitfähigkeiten der einzelnen Monsties, die eine angenehme Reise zu Lande, in der Luft und auf dem Wasser ermöglichen.

Grafisch machte das Spiel dabei einen soliden Eindruck. Gerade bei den bisherigen Zwischensequenzen und den Ghibli-esquen Figurenmodellen brillierte es mit emotionalen Geschehnissen, die filmisch gut in Szene gesetzt wurden.

Lasst mich tiefer in diese Welt eintauchen

In den bisher wenigen Stunden konnte ich Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection kaum aus der Hand legen. Die Welt wirkte authentisch, die Habitat-Restauration motivierte zusätzlich auf Monstie-Suche zu gehen und die Handlung hielt mich mit der Ranger-Gruppe gut bei Laune.

All das führt dazu, dass ich mehr über die Charaktere erfahren, den Geheimnissen der Welt sowie der Kristallisation nachgehen und das Ökosystem erforschen möchte. Die ersten Stunden des dritten Teils der Reihe haben mich in allen Belangen gepackt und ich kann nur hoffen, dass es bis zum Ende so bleibt.

Bildmaterial: Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection, Capcom

1 Kommentar

  1. Danke für den Eindruck. Ich weiß jetzt nicht ob das jetzt hier an den Screenshots liegt aber ich muss echt sagen das ich diesen verwaschenen look mit den blassen Farben aller Breath of the Wild irgendwie nicht mehr sehen kann. Optisch hätte dem Spiel auf jeden Fall ein paar mehr kräftige Farben gut getan. Ansonsten habe ich zwar Interesse an dem Spiel, vor allem da es jetzt Endlich einen ordentlichen Protagonisten hat, aber ich warte dennoch ab wie gut die Geschichte am Ende wird. Es handelt sich hier ja schließlich um Capcom und wenn es eine Sache gibt in die Capcom bei all ihren Spielen extrem schlecht ist dann ist es Story. Vielleicht werde ich hier aber auch überrascht, würde ich mir auf jeden fall wünschen.

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