„Dynasty Warriors“- und „Ninja Gaiden“-Publisher Koei Tecmo veröffentlichten kürzlich die Finanzergebnisse für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres (April bis Dezember 2025). Und zwar mit interessanten Einblicken.
Der Twitter-Account Kanpo-Blog, der sich der Analyse börsennotierter japanischer Unternehmen widmet, weist darauf hin, dass der Gewinn von Koei Tecmo außerhalb des „Kerngeschäfts“ Videospiele in den letzten drei Quartalen den operativen Gewinn aus dem Games-Geschäft überstieg.
Mit einem scherzhaften Hinweis, der LeserInnen daran erinnert, dass Koei Tecmo „tatsächlich ein Spieleunternehmen“ ist, stellt der Blog den Gewinn aus beiden Geschäftsfeldern des Unternehmens mit 14,5 Milliarden Yen (Videospiele) und 16,528 Milliarden Yen (Investments) im besagten Zeitraum gegenüber. Für Koei Tecmo übrigens keine Premiere und durchaus naheliegend vor dem Hintergrund, dass das Unternehmen als institutioneller Investor agiert und neben seinem Spielegeschäft ein großes Kapital in Aktien und anderen Finanzanlagen verwaltet.
Die Vorsitzende Keiko Erikawa, bekannt als versierte Investorin (und diejenige, die den Einstieg des Unternehmens in die Spielebranche überhaupt erst finanzierte), verwaltete 2021 persönlich ein Investmentvolumen von satten 120 Milliarden Yen (über 775 Millionen US-Dollar). Im Februar 2025 wurde sie CEO der neuen Koei Tecmo-Tochtergesellschaft Koei Tecmo Corporate Finance, die sich ausschließlich mit Finanzangelegenheiten befasst.
Die Nachricht sorgte unter japanischen Fans erneut für zahlreiche Kommentare, in denen Koei Tecmo scherzhaft als „Investmentgesellschaft im Gewand eines Spieleunternehmens“ bezeichnet und „Kaiserin“ Keiko Erikawa für das hohe Budget und die Qualität aktueller Spiele wie Dynasty Warriors Origins gedankt wurde.
via Automaton Media, Bildmaterial: Dynasty Warriors: Origins, Koei Tecmo, Omega Force

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