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Final Fantasy XII: Director Yasumi Matsuno trägt hartnäckiges Gerücht zu Grabe

Schon lang hält sich das Gerücht im Internet, dass nicht Vaan der Protagonist von Final Fantasy XII sein sollte, sondern Basch. Vielleicht habt auch ihr im Laufe der Jahre davon gelesen oder gehört.

Basch statt Vaan?

Das Gerücht geht auf ein Interview der französischen Fansite Final Fantasy Ring mit den EntwicklerInnen des Spiels zurück. Hier gab man an, dass man ursprünglich mit dem Gedanken spielte, einen älteren Protagonisten zu wählen. Allerdings befürchtete das Team, dass sich Fans – insbesondere jugendliche – nicht mit ihm identifizieren können würden.

Hier wies man auch auf Vagrant Story hin – ein PS1-Action-Rollenspiel, das seinerzeit auch in der Welt von Ivalice angesiedelt war und einen älteren Protagonisten besaß. Der Titel habe im Verkauf aber zu wünschen übrig gelassen. Also konzipierte man im Folgenden Vaan als Protagonisten für Final Fantasy XII.

Im Folgenden schwirrten dann Vermutungen durch den Raum, Basch und Balthier hätten einige der Charakterzüge spendiert bekommen, die ursprünglich für den Hauptprotagonisten angedacht waren. Aus Basch wurde dann in den Köpfen vieler Fans ganz schnell – so, wie es mit Gerüchten eben ist – der eigentliche Protagonist von Final Fantasy XII.

Yasumi Matsuno klärt auf

Nun, Yasumi Matsuno – seines Zeichens einer der Director von Final Fantasy XII – nimmt diesem Gerücht nun nach Jahren den Wind aus den Segeln. In einem Tweet wurde er nämlich kürzlich auf das hartnäckige Gerücht angesprochen. Seine knappe, aber klare Antwort: „Das Gerücht ist falsch. Danke.“

Damit darf das Gerücht dann auch sanft zu Grabe getragen werden.

Bildmaterial: Final Fantasy XII: The Zodiac Age, Square Enix

14 Kommentare

  1. Ich finde es auch nicht schlimm, wenn der Protagonist nicht der ist, der im Zentrum der Erzählung steht. Wie andere schon gesagt haben, bekommt man so auch mal eine andere Perspektive. Zudem finde ich den Anfang von XII ganz schön, wo man erstmal ohne die Sorgen und Schwere, die bei Ashe oder Basch gegeben sind, Rabanastre erkunden kann und so ein bisschen die Welt und Stadt kennenlernt. Denn sobald man auf die beiden trifft, ist es ja mit dem entspannten Leben vorbei. (Gut spielerisch jetzt nicht, bei all dne Mobs und Aufträgen, die man zwischendurch so annimmt, aber storytechnisch will man ja zunächst zumindest nicht auffallen).
    Ansonsten ist ja der Vorteil an einer klassischen Party, dass alle mehr oder minder wichtig sind und ihre Geschichte zu erzählen haben und ihren Teil beitragen. Insofern gibt es da gar nicht den einen und einzigen Protagonisten für mich. Natürlich hat man immer eine Perspektive die im Vordergrund steht, aber alle tragen eben etwas bei. Das ist ja das schöne. (Ich verkneife mir jetzt einen Seitenhieb auf XVI, auf welches ich mich ja dennoch freue... :whistling: )

  2. Nochmal zur Ausführung:

    Endlich mal ein Protagonist der nicht im Zentrum steht. Wir bekommen immer Protagonisten präsentiert die der Mittelpunkt einer jeden Truppe sind. Sie treffen Entscheidungen und lenken die Gruppe. Sie wachsen oft zum Führer/Koordinator heran. Sie sind die Macher und Umsetzer.

    Ja aber genau DAS ist die Definition eines Protagonisten.

    Zitat

    Bei einem Protagonisten handelt es sich um den Hauptdarsteller oder die zentrale Figur einer Handlung. Er treibt die Handlung maßgeblich voran. Weitere Begriffe, die oft synonym zum Protagonisten verwendet werden, sind "Schlüsselfigur", "Hauptrolle", "Hauptakteur" oder "Leitfigur"


    Natürlich kannst du sagen das es Mutig war die Geschichte aus Vaans sicht erzählen zu lassen und dem stimme ich dir bei. Aber Vaans Rolle in FF XII ist wie schon gesagt mehr die eines Erzählers und Beobachters und weniger die eines Protagonisten.

  3. Es ergibt schon Sinn, dass Vaan der Charakter ist, aus dessen Sicht man die Ereignisse in Final Fantasy XII erlebt.

    Er ist nicht die klassische Definition eines Helden, sondern ein einfacher Mensch mit einem Traum, der ihm durch die aktuelle Lage, die in dem Spiel herrscht, allerdings zunächst verwehrt bleibt. Und so begibt man sich mit ihm auf eine Reise, um diesem Traum letztlich entgegen zu steuern. Er hat also ein Ziel und unterstützt mehr oder weniger unfreiwillig jene, die das vorherrschende politische System stürzen möchten und natürlich hat er auch noch einen persönlichen Hintergrund, der aber eine nicht all zu große Rolle dabei spielt. Das ist so schlecht nun auch wieder nicht und es störte mich nicht im geringsten, mal jemand "normalen" zu spielen.

    Zudem kann der gesteuerte Charakter durchaus, sowohl als auch, eine passive oder eine aktive Rolle während des Geschehens spielen. Das Eine schließt demnach das Andere nicht zwingend aus.

  4. Ja aber genau DAS ist die Definition eines Protagonisten.

    Ich glaube, einige verwechseln hier die "A Hero's journey" mit Protagonist.
    Wer ist denn z.B. der Protagonist in vielen Tarantino Filmen?

  5. Ich mag die Ehrlichkeit des Mannes. Er hätte auch hier sitzen und uns in irgend eine Schnitzeljagt schicken können, damit der Name FFXII schön weiter im Internet kursiert. Stattdessen heißt es einfach "nein". Kann aber auch schon sein, dass er selbst etwas pissed davon ist, dass seine originale Vision nie in Gänze zu tragen kam und jetzt auch noch die Leute an einem Protagonisten zweifeln, den er selbst viel mehr ausbauen wollte.

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