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Cris Tales: Der Weg eines kolumbianischen Entwicklers zu einem klassischen JRPG

Seit einigen Wochen ist Cris Tales erhältlich, das seit seiner Ankündigung als „JRPG-Liebesbrief“ von sich reden machte. Das Spiel ist nicht ohne Makel, aber es steckt auch spürbar viel Liebe drin.

Entwickelt wurde Cris Tales von Dreams Uncorporated und SYCK in Kolumbien. Aus seinen kolumbianischen Wurzeln macht Cris Tales ebenso kein Geheimnis wie aus seiner Inspiration durch Spiele wie Chrono Trigger oder Bravely Default.

Aber wie kommt ein kolumbianisches Team darauf, ein klassisches JRPG zu entwickeln? Carlos Rocha Silva, Gründer von Dreams Uncorporated und Mitbegründer von SYCK, sprach mit uns zunächst über die bisherigen Arbeiten des Teams.

„Ja, sicherlich ist das unser bisher größtes Projekt, aber es kommt nicht aus dem Nichts. Ich persönlich mache jetzt seit 13 Jahren Spiele und mit meiner vorherigen Firma (Below The Game) haben wir bereits ein PS4-, Xbox- und PC-Spiel namens Haimrik entwickelt. Es war auch ein sehr besonderes Spiel, bei dem man über Wörter ging und sie zum Leben erweckte“, so Silva.

Als Spieledesigner sei es schon immer seine Tendenz gewesen, einzigartige Spiele mit unterschiedlichsten Mechaniken zu erschaffen. Bei SYCK habe man sich währenddessen auf experimentelle Spiele konzentriert. Aber zu experimentell kann auch ein Nachteil sein, glaubt Silva. „Deshalb wollten wir uns auf innovative Inhalte konzentrieren, aber auch etwas, mit dem sich Leute identifizieren können“, erklärt er.

„Nachdem ich die Mechanik von Cris Tales entwickelt hatte und Sebas [Lead-Designer Sebastian Villareal] und Yadd [Gameplay-Director Yaddir Villamizar] die Idee fantastisch umgesetzt hatten, beschlossen wir, daraus ein Rollenspiel zu machen, da wir uns in diesem Genre sehr wohlfühlen“, so Silva.

Man hatte auch das Gefühl, dass dieses Genre von vielen SpielerInnen gut aufgenommen werden könnte. „Und ein Spiel wie Final Fantasy VI zu machen, mein Lieblingsspiel aller Zeiten, nun, das klang auch wie ein Traum“, erinnert sich Silva.

Crisbell soll eine Disney-Prinzessin sein. Aus Kolumbien.

Die Grundidee der Spielmechanik war also geboren: Gleichzeitig die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu sehen. „Das führte zu vielen weiteren Experimenten“, so Silva. „[Schließlich] hatte Sebastian Villareal die Idee, eine in Kolumbien geborene Disney-Prinzessin zu machen – das ist die Hauptidee hinter [Protagonistin] Crisbell“, erklärt Silva. „Danach entwickelte Yaddir eine Möglichkeit, die Kristalle auf dem Bildschirm zu visualisieren. Es war fantastisch und hat uns umgehauen.“

Grundmechanik, Protagonistin und eine einzigartige Optik – Cris Tales war geboren.

Cris Tales ist ab sofort für Nintendo Switch, PlayStation, Xbox und PCs erhältlich. Eine Sammleredition bekommt ihr im europäischen Store von Maximum Games – die Standardversion ist auch bei Amazon* erhältlich. Sie beinhaltet zusätzlich ein limitiertes Poster.

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Werbung – Bildmaterial: Cris Tales, Modus Games, Dreams Uncorporated, SYCK

Dieser Artikel ist im Rahmen einer Kampagnen-Buchung zu Cris Tales entstanden. Die inhaltliche Ausgestaltung stand uns dabei frei. Auch für das Interview gab es keinerlei Vorgaben.

1 Kommentar

  1. Wieso erfahre ich erst heute von diesem Spiel namens "Haimrik"? Scheint offensichtlich genau wie "Cris Tales" ein sehr origineller Titel zu sein. Exakt das braucht die Spieleindustrie in diesen Tagen. Da interessiert mich auch wenig, ob die Games anhand weitgehend willkürlich definierter Kriterien als "perfekt" gelten.
    Ich glaube, ich sollte Kolumbien endlich mal besuchen. :D
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