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Die Handelsversion von The Outer Worlds für Switch bietet nur einen Downloadcode

Eigentlich ist die heutige Outer-Worlds-Nachricht des Tages, dass mit dem 6. März 2020 der konkrete Veröffentlichungstermin für Nintendo Switch feststeht. Doch es gibt eine Krux bei der Sache, welche die Headline auch verdient hat.

Wie aus der Ankündigung hervorgeht, wird die Handelsversion für Nintendo Switch* ohne Cartridge ausgeliefert. Sie enthält also nur einen Downloadcode für das Spiel. Das ist nicht das erste Mal, dass so etwas vorkommt. Aber für eine Veröffentlichung wie The Outer Worlds doch zumindest unerwartet.

Über die Gründe kann man nur spekulieren. Doch Fakt ist: je größer das Spiel, umso größer und teurer die Cartridge. Sowohl die „physische Version“ (Zitat Pressemeldung) als auch die digitale eShop-Veröffentlichung kosten 59,99 Euro.

In The Outer Worlds können die Spieler nach persönlichem Geschmack spielen, ganz gleich, ob sie Gegner mit einem Schrumpfstrahl verkleinern oder sie lieber im Dialog kleinreden – als galaktischer Held (oder Bösewicht) ihrer Träume. Mit Nintendo Switch können sie The Outer Worlds demnächst überallhin mitnehmen und unterwegs spielen.

Bildmaterial: The Outer Worlds, Private Division / Obsidian Entertainment

24 Kommentare

  1. Ist für mich auf Switch eh uninteressant und würde wenn dann sicherlich eh die PS4 Version bevorzugen, aber der "Trend" mit Codes in Verpackungen finde ich nicht gut
    Mochte ich schon nicht als das für PC so nach und nach die Norm wurde
    Zur Not als Sammler finde ich es trotzdem vereinzelt ganz schön die Verpackung dennoch im Regal zu wissen, aber das innere Gefühl der "Vollständigkeit" würde mir fehlen
    Unterstütze so etwas auch ungern, daher bleibts bei mir definitiv die PS4 Version wenn die Zeit kommt
  2. Das Problem mit der „Wegwerf-Gesellschaft“ sehe ich ähnlich. Es klingt sicherlich etwas verklärt und ich möchte damit in keinster Weise (viel zu) teure Preise verteidigen, aber: Oftmals erwische ich mich dabei, wie ich in einem PSN-, eShop- oder Xbox Live-Sale ordentlich Spielenachschub für einen sprichwörtlichen „Apfel und Ei“ kaufe, die Titel dann jedoch zu 95% auf den Festplatten vergammeln und nicht einmal gestartet werden.

    Ein hoher Preis bringt - logischerweise - viele Nachteile mit sich, darüber braucht man nicht zu diskutieren. Allerdings wüsste ich in einem alternativen Szenario dieses eine Spiel, auf das ich so lange gewartet habe, als Vollpreistitel eher zu schätzen, als die gefühlt drölfzigtausend Digitalgames aus den Sales. In dieser Hinsicht kann ich Nintendos Hartnäckigkeit in Sachen Preisstabilität nicht nur Negatives abgewinnen. Hat aber wiederum auch etwas mit Selbstdisziplin und Besitz-Wertschätzung zu tun - ist wohl ein anderes Thema.
  3. Lando schrieb:

    In dieser Hinsicht kann ich Nintendos Hartnäckigkeit in Sachen Preisstabilität nicht nur Negatives abgewinnen. Hat aber wiederum auch etwas mit Selbstdisziplin und Besitz-Wertschätzung zu tun - ist wohl ein anderes Thema.

    Da hast du durchaus Recht. Allerdings kann Nintendo gerne nach einer gewissen Zeit mal etwas lockerer sein. Zelda BotW z.b ist bisher kaum bis gar nicht im Preis gefallen und das Game ist jetzt fast 3 Jahre alt. Wenn man sich mal anschaut das auch Nintendo damals noch so etwas wie "Platinum" Titel ähnlich wie Sony hatten wo sie gewisse Games ab einem gewissen Zeitpunkt in andere Hüllen gesteclt haben und den UVP Reduziert haben. Gerade bei den Top Sellern wie Mario Kart,Mario Odyssey oder eben Zelda würde sich das Anbieten. Selbst Soky hat seine Top Seller mittlerweile drastisch reduziert.

    Ich finde nicht das man solche Titel nach 4 Wochen schon verramschen sollte. Aber nach 6-12 Monaten darf schon gerne mal an der Preisschraube gedreht werden und das fehlt bei Nintendo halt komplett.
  4. Bloody-Valkyrur schrieb:

    Ist für mich auf Switch eh uninteressant und würde wenn dann sicherlich eh die PS4 Version bevorzugen, aber der "Trend" mit Codes in Verpackungen finde ich nicht gut
    Mochte ich schon nicht als das für PC so nach und nach die Norm wurde
    Zur Not als Sammler finde ich es trotzdem vereinzelt ganz schön die Verpackung dennoch im Regal zu wissen, aber das innere Gefühl der "Vollständigkeit" würde mir fehlen
    Unterstütze so etwas auch ungern, daher bleibts bei mir definitiv die PS4 Version wenn die Zeit kommt

    Zumal man auch nicht vergessen darf, dass hierdurch eine Menge Ressourcen vergeudet werden und DAS wirklich GARNICHTS mit Klimaschutz zutun hat.
    Also sowas finde ich einfach nurnoch dämlich.
  5. Somnium schrieb:

    Spiritogre schrieb:

    Aber kein Mensch kauft zu den Preisen, weil die stetig im Angebot sind, im Midweek-Madness oder Weekend-Deal (also praktisch zwei Mal in der Woche). Bei Instant-Gaming kostet das Spiel für Epic gerade keine 32 Euro.
    Kann das denn mit einer Statistik irgendwie belegt werden, dass die Leute digital nicht zum Vollpreis kaufen? Wenn es so wäre, wie du sagst würde weder Steam noch Epic Spiele verkaufen. Oder die digitalen Stores der Konsolen, wo es dann diese 70 Euro Preismarke gibt. Natürlich werden da immer noch genug Leute zugreifen. Und sicherlich nicht nur die "Nintendo-Ninja", das wäre nämlich das nächste Argument was kommt das nur die Nintendo-Freaks so bescheuert sind und sich für 60 Euro digital was zum Launch im eShop kaufen. Egal ob PC oder Konsole, ne menge Leute werden digital zum Vollpreis zugreifen. Wenn alle nur auf die Sales warten würden, wäre die AAA-Branche vermutlich schon Pleite. Mit Sales erreicht man halt Verkäufe über sehr lange Zeiträume.
    Die Firmen wären ja schön blöd wenn sie das an die große Glocke hängen, natürlich gibt es keine entsprechenden Statistiken. Ich halte nur die Downloadspiele-Käufer für schlau genug, dass sie nicht direkt bei Steam und Co. kaufen, wenn es nicht dort im Angebot ist. Denn es gibt nun einmal genug Spieleläden, die Keys verkaufen und damit meine ich reguläre Onlineshops und keine eBay Plattformen. Reguläre Shops bieten sehr viele Download-Games direkt zum Release mit 20 oder 30 Prozent Rabatt an.

    Außerdem vergisst du, dass beim Retail-Verkauf etwa 50 Prozent des Verkaufspreises beim Händler hängen bleiben. Dazu kommt, dass keine Produktion von physischen Medion + Verpackung, kein Transport und keine Lagerkosten entstehen.

    Entsprechend können Downloadspiele LOCKER für die Hälfte des Retailpreises verkauft werden ohne auch nur einen Cent weniger zu verdienen.

    Am Ende macht es bei Downloadspielen die schiere Masse. Ich bekomme pro Woche zwei bis drei Spiele komplett kostenlos und bei Preisen von 5 - 10 Euro hole ich mir auch viele Spiele, die ich sonst nicht gekauft hätte. Aktuell gibt es z.B. den Landwirtschaftssimulator 2019 geschenkt.

    Und genau jetzt kommt der Knackpunkt, wenn ich ein Witcher 3 GotY was eines der besten Spiele aller Zeiten ist für 20 Euro bekomme oder ein Assassin's Creed Odyssey für 10, dann gebe ich sicher keine 40 und mehr Euro für irgendwelche Low-Budget-Produktionen aus. Wenn die mich haben wollen, dann müssen sie konkuttenzfähig sein. Ich kann nämlich nicht alles spielen und ich scheiße auch kein Geld, das ich dann irgendwem einfach so "schenken" könnte.

    Es ist letztlich eine Schuld des Marktes, der völlig überflutet ist, weil jeder Hans und Franz heute Spiele produzieren will.

    Die Ausnahme ist eben Nintendo, die können machen was sie wollen, die Leute reißen es ihnen aus den Händen. Das ist einfach der Name und ich bin fest der Ansicht, auch der Ahnungslosigkeit vieler Nintendo-Kunden geschuldet, weil die quasi "Casual-Gamer" sind. Die kennen halt Mario,
    Game Boy und Co. und deswegen greifen sie da unbesehen(!) zu.


    Lando schrieb:

    Das Problem mit der „Wegwerf-Gesellschaft“ sehe ich ähnlich. Es klingt sicherlich etwas verklärt und ich möchte damit in keinster Weise (viel zu) teure Preise verteidigen, aber: Oftmals erwische ich mich dabei, wie ich in einem PSN-, eShop- oder Xbox Live-Sale ordentlich Spielenachschub für einen sprichwörtlichen „Apfel und Ei“ kaufe, die Titel dann jedoch zu 95% auf den Festplatten vergammeln und nicht einmal gestartet werden.

    Ein hoher Preis bringt - logischerweise - viele Nachteile mit sich, darüber braucht man nicht zu diskutieren. Allerdings wüsste ich in einem alternativen Szenario dieses eine Spiel, auf das ich so lange gewartet habe, als Vollpreistitel eher zu schätzen, als die gefühlt drölfzigtausend Digitalgames aus den Sales. In dieser Hinsicht kann ich Nintendos Hartnäckigkeit in Sachen Preisstabilität nicht nur Negatives abgewinnen. Hat aber wiederum auch etwas mit Selbstdisziplin und Besitz-Wertschätzung zu tun - ist wohl ein anderes Thema.
    Richtig, das ist aber eine Folge der Marktüberflutung. Denn die Spiele für'n Appel & Ei müssen ja nicht schlechter sein als die teuren Spiele. Ist jetzt eben die Frage, muss man ein Spiel mehr wertschätzen, bloß weil es teurer ist? Ich denke nein, ich schätze ein Spiel, nachdem ich es gespielt habe ein und was es für mich dann an persönlichem Wert hat ist völlig unabhängig vom Preis.

    Und wenn mir ein Spiel für 10 Euro eben besser gefällt als eines für 50 Euro, dann ist das eben so. Allerdings entsteht dann eben auch das schale Gefühl, dass ich keine 50 Euro ausgeben muss.
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