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Angeschaut! Dying Light 2

Bildmaterial: Dying Light 2, Square Enix / Techland

Hinweis: Diese Vorschau basiert auf Videos und einer Entwickler-Präsentation bei der Gamescom – wir haben Dying Light 2 nicht selbst anspielen können.

Dying Light 2 wurde bereits vor etlichen Jahren angekündigt, dann war es jedoch lange Zeit sehr ruhig um den neuen Titel des polnischen Studios Techland und man wusste nicht so recht, ob sich der Titel noch in der Entwicklung befand oder nicht. Auf der diesjährigen E3 in Los Angeles gab es dann endlich bewegtes Gameplay-Material zu sehen und auch auf der Gamescom 2019 lud der Entwickler zu einer Gameplay-Präsentation ein, um das Spiel endlich in seiner vollen Pracht begutachten zu können.

Indizierter Vorgänger macht es dem Nachfolger nicht einfach

Der Vorgänger Dying Light hatte es aufgrund seines doch recht hohen und ausufernden Gewaltgrads sehr schwer in Deutschland, deshalb wurde dem Vorgänger seinerzeit ein Release in seiner Ursprungsform hierzulande sogar komplett verwehrt und dieser auf den Index gesetzt. Das Spiel machte sogar durch eine Blitzindizierung von sich reden.

Ob es dem Nachfolger Dying Light 2 genauso ergehen wird, kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Laut Aussagen des Entwicklers würde man es jedoch in Betracht ziehen, leichte Einschnitte, was den Gewaltgrad des Spiels betrifft, in Kauf zu nehmen, um einen Release hierzulande zu ermöglichen. Man würde zwar kleinere Einschnitte in Kauf nehmen, jedoch keine, die den Spielablauf oder die Atmosphäre des Spiels verändern würden.

Entscheidungen haben Auswirkung auf Story und Charaktere

Dying Light 2 spielt 15 Jahre nach den Geschehnissen des Vorgängers und der Hauptcharakter Aiden Coldwell soll im Dienste seines Freundes Frank ein diplomatisches Treffen zwischen den verfeindeten Fraktionen der Stadt und denen des „Colonels“ arrangieren, denn dieser hat der Stadt und deren Bewohnern kurzerhand die Wasserzufuhr abgestellt und ihnen damit die wichtigste Überlebensgrundlage genommen. Dieses Treffen und die damit einhergehende Einigung zwischen den beiden Fraktionen schlägt jedoch fehl und nun muss unser Hauptcharakter entscheiden, wie er weiter vorgehen möchte.

Jede Entscheidung, die der Spieler in Dying Light 2 trifft, hat Folgen für den späteren Verlauf der Story und des Spiels und kann sogar über das Leben und den Tod von Mitstreitern bzw. Schlüsselcharakteren entscheiden. Außerdem kann der Spieler in einem Durchgang maximal 50% der Missionen abschließen, daher bietet Dying Light 2 einen hohen Wiederspielwert, wenn der Spieler wirklich alle Missionen und deren Ausgänge sehen und erleben möchte.

Demo zeigte den Prolog des Spiels

In der Gamescom-Demo zu Dying Light 2 konzentrierte sich der Entwickler vorrangig auf den Prolog des Spiels. Es wurde also gezeigt, wie sich Aiden Coldwell auf das Treffen zwischen den beiden Fraktionen begibt bzw. sich nach dem gescheiterten Treffen entscheiden muss, ob er seinem im Sterben liegenden Freund helfen oder aber den fliehenden Colonel verfolgen und stellen möchte. Der Entwickler veranschaulichte während der Demo vor allem das verbesserte Kampfsystem und die neuen Fortbewegungsmittel, wie zum Beispiel den neu hinzugekommenen Paraglider, mit welchem ihr nun deutlich schneller von A nach B kommen könnt.

Da ein friedliches Treffen zwar scheiterte, aber Aiden Coldwell dennoch die Wasserversorgung wieder aktivieren konnte, floss am Ende der Demo zwar wieder Wasser in die Stadt, jedoch legte der Hauptcharakter damit unfreiwillig einen Teil der Stadt frei, der zuvor absichtlich geflutet wurde, um noch gefährlichere Gegner und Mutanten unter den Wassermassen begraben zu halten. So wurde dem Publikum noch mal verdeutlicht, dass jede Entscheidung des Helden sowohl positive als auch negative Ergebnisse und Folgen mit sich bringen kann.

Mir persönlich hat die Präsentation zu Dying Light 2 sehr gefallen und ich bin gespannt, wie sich die finale Version des Titels am Ende spielen wird. Ob das Spiel in Deutschland in ungekürzter Fassung erscheinen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Hier bleibt es also in jedem Fall spannend, ob Dying Light 2 ein ähnliches Schicksal wie sein Vorgänger ereilen wird.

Dying Light 2 soll im Frühjahr 2020 für PlayStation 4, Xbox One und PCs erscheinen.

3 Kommentare

  1. Auf bzw. für Steam kann man die indizierte, unzensierte Version übrigens problemlos kaufen, das Spiel hat keinen Region Lock für Deutschland.

    Ich habe jetzt knapp 18 Stunden in Teil 1, so um die 50 dürften es am Ende wohl werden. Es ist halt tatsächlich kein Shooter sondern hat eher Anleihen an Mirror's Edge mit Survival-Game Elementen, also Crafting und Co.

    Mir gefällt Teil 1 ausgesprochen gut und die Grafik sieht immer noch fantastisch aus. Teil 2 allerdings wirkt ein wenig wie mehr vom Gleichen ohne großarte Innovation und vor allem auch mit nicht sonderlich besserer Grafik.
    Hier mal ein paar Impressionen von mir: rpcg.blogspot.com/2019/06/mein…-galerie-des-grauens.html

    Wie ist das hier eigentlich im Forum, wäre ein Screenshot-Thread nicht mal eine Sache?
  2. Ich glaube mit Bildern dazu ist das nicht so einfach. Immerhin ist es ja auf jeden Fall ab 18 und dazu noch indiziert, daher habe ich auch bewusst auf gewaltfreie Bilder im Beitrag gesetzt. Man will ja keinen Ärger riskieren. :D
  3. ich glaube nicht das Dying Light 2 ebenfalls auf dem Index landet. Mittlerweile hat sich so viel getan was die Kulanz für Gewaltdarstellungen bei der BPJM angeht. Mortal Kombat kam uncut, Doom kam und kommt uncut und sogar Wolfenstein hat die Hakenkreuze in der Deutschen Version drinn.

    Ich glaub der einzige Grund warum Dying Light immernoch auf dem Index steht sind die Babyzombies. Dead Island wurde ja ebenfalls erst vor kurzem runtergenommen und ist mittlerweile auch bei uns Frei verkäuflich und das geht vom Gewaltgrad ja wirklich in ne sehr ähnliche Richtung.
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