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Im Test! Senran Kagura: Peach Ball

Titel Senran Kagura: Peach Ball
Japan 13. Dezember 2018
Marvelous Entertainment
Nordamerika 09. Juli 2019
Marvelous Entertainment
Europa 09. Juli 2019
Marvelous Entertainment
System Nintendo Switch
Getestet für Nintendo Switch
Entwickler Honey ∞ Parade Games
Genres Pinball
Texte
Nordamerika
Vertonung Japan

Bildmaterial: Senran Kagura: Peach Ball,  Marvelous

Wer an die Senran-Kagura-Reihe denkt, dem fällt wahrscheinlich nicht unbedingt das geniale Gameplay oder eine tolle Story ein. In den Gedanken erscheinen dann wahrscheinlich mindestens zwei gute Argumente, welche jede Protagonistin mitbringt, und die zahlreichen interessanten Wege der verschiedenen Spiele, genau diese Argumente zu präsentieren.

Mittlerweile gibt es mehrere Spin-offs der normalen Senran-Kagura-Reihe, in denen ihr beispielsweise kocht oder eine Wasserschlacht betreibt. Im neuesten Streich der Serie geht es nun an einen Pinball-Tisch. Aber kann Senran Kagura: Peach Ball mit mehr überzeugen als einem Haufen Bälle?

Ein verhängnisvolles Turnier

Was könnte wohl der Aufhänger dazu sein, fünf Mädels der Senran-Kagura-Reihe in den oberen Bereich eines Pinball-Tisches zu setzen und anschließend mit einem Ball abzuschießen? Diese Frage stellte man sich bei Marvelous und kam zu folgendem Schluss: Bei einem Gaming-Turnier kommen Asuka, Yumi, Yomi, Murasaki und Ryona mit einem besonderen Elixier in Kontakt. Dieses von Haruka erschaffene Elixier verwandelt die Truppe in Tier-Mädchen.

Die einzige Lösung, die Mädels wieder in normale Menschen zu verwandeln, ist ein Gegenmittel, welches ihr mithilfe des „Peach Balls“ auf den Tier-Mädchen verteilen müsst. Damit dies ordentlich funktioniert, locken die Shinobi eure „Opfer“ auf einen Pinball-Tisch. Dort beginnt dann das normale Gameplay, die Story wird euch in typischem Visual-Novel-Stil erzählt.

Senran Kagura: Peach BallDas, was euch das Spiel an Geschichte bietet, erlebt ihr im Story-Modus. Ihr wählt euch eines der fünf Girls aus, mit dem ihr dann gemeinsam die anderen Shinobi „befreit“. Insgesamt fünf Mal müsst ihr am Pinball-Tisch erfolgreich werden, um das Ende des jeweiligen Story-Strangs zu erreichen. Wirklich viel Abwechslung gibt es nicht, die kleinen Gespräche zwischen den Pinball-Einlagen sind ohne wirkliche Substanz und meist purer Fanservice. Hier kommen wirklich maximal nur Fans der Serie auf ihre Kosten.

Miau, Wuff, Knurr?

Wer noch nie einen Flipper-Automaten gesehen hat, dem sei kurz Pinball erklärt: Ein Feld mit vielen blinkenden Lichtern und diversen kleinen Objekten befindet sich vor euch. Euer Ziel ist es, möglichst viele Punkte zu sammeln, indem ihr einen Ball mithilfe von zwei Flippern im unteren Bereich über den Tisch pfeffert. Kleine Gimmicks machen das Erlebnis spannend und bringen euch vor allem noch mehr Punkte.

Im Falle von Senran Kagura: Peach Ball gibt es zwei verschiedene Pinball-Tische. Der erste Tisch liefert euch ein Zirkus-Thema mit jeweiligen Objekten. Trefft ihr Ballons, fliegen diese weg und bringen euch Punkte. Ein Riesenrad und Dreh-Tassen sind ebenfalls vorhanden. Am auffälligsten ist wohl jedoch das große Tier-Mädchen in der oberen Mitte, dessen Körper auch abgeschossen werden kann, was natürlich ebenfalls Punkte bringt. Ein japanisches Grusel-Thema erwartet euch auf dem zweiten Tisch, auf dem ihr kleine Minispiele freischalten könnt, wenn ihr die umherfliegenden Münzen einsammelt.

Eine Jagd nach Punkten oder Kleidung?

Wenn ihr bestimmte Bedingungen erfüllt, dann kann es passieren, dass euer weibliches Ziel hinfällt. In der nun etwas offeneren und reizvolleren Pose könnt ihr deutlich mehr Punkte erzielen, wenn ihr, nun ja, die Mädels im Brust- oder Po-Bereich trefft. Dieser Status hält nur für kurze Zeit an, ermöglicht aber das Sammeln von massig Punkten.

»Im Falle von Senran Kagura: Peach Ball gibt es zwei verschiedene Pinball-Tische. Leider bietet das Spiel somit nur wenig Abwechslung.«

Das eigentliche Ziel ist es jedoch, Peach-Missionen zu erfüllen. Davon gibt es einige und diese werden euch immer am rechten Bildschirmrand angezeigt. Dabei gibt es simple Dinge, wie eine gewisse Punktzahl zu erreichen oder ein Item einzusetzen, schwierigere Aufgaben umfassen das Treffen von bestimmten Objekten oder die Mädels mehrere Male mit dem Peach Ball abzuschießen.

Das Erfüllen der Missionen füllt eine Leiste auf, welche in drei Bereiche geteilt ist. Füllt ihr einen der ersten beiden Bereiche, könnt ihr beim nächsten Treffer auf das Mädel die Sexy Time starten. Hierfür werdet ihr in einen anderen Bereich befördert, wo ihr nun eine kleine Aufgabe erfüllen müsst. Dies bedeutet aber nur, irgendein Objekt mehrfach abzuschießen. In einer kleinen Sequenz geschieht dann irgendetwas Schmuddeliges mit den Mädels und ein wenig Kleidung wird entfernt. Die Sexy-Time-Aufgaben und -Sequenzen sind immerhin halbwegs abwechslungsreich und lustig, aber irgendwann hat man(n) sich dann auch sattgesehen.

Jetzt wird’s endlich sexy!

Habt ihr zwei Mal erfolgreich die Sexy Time durchgeführt, dann steht euch letztendlich die Super Sexy Time zur Verfügung. Dort ist es dann das Ziel, den Brust- oder Po-Bereich der Mädels in kurzer Zeit sehr oft mit eurem Ball zu treffen, um eine hohe Punktzahl und einen hohen Rang zu erreichen. Je höher der Rang, desto mehr Zeit habt ihr im nächsten Schritt. In diesem müsst ihr dann nicht mehr mit dem Ball, sondern mit den Flippern selbst den jeweiligen Bereich …schlagen. Auf einer Multiplikator-Leiste könnt ihr mit rhythmischen Schlägen noch mehr Punkte sammeln.

Nach Ablauf des Timers ist es dann endlich so weit und der Peach Ball befreit die armen Tier-Mädchen von ihrem Fell und anderen tierischen Elementen. Dies bedeutet aber, natürlich, dass die Shinobi-Mädels dann komplett nackt vor euch zu Boden gehen. Immerhin schaffen sie es gerade so, die wichtigsten Stellen mit einer aufreizenden Pose oder ihren Händen zu verdecken.

Wer sich dies gerade durchgelesen hat und sich fragt, was das eigentlich alles soll, für den ist das Spiel sehr wahrscheinlich nichts. Das gesamte Spiel hat nicht viel Inhalt, außer einmal die Pinball-Action, welche durchaus Spaß macht, aber die Abwechslung fehlt schnell, und die sexy Inhalte zwischendurch.

Schaltet neue Kleidung frei!

Wie es in der Senran-Kagura-Reihe bereits normal ist, schaltet ihr im Fortschritt der Story neue Kleidungsstücke oder andere Accessoires frei. Diese könnt ihr dann mit beim Spielen verdienten Punkten im Shop kaufen. Auch neue Musikstücke oder Motive für den Pinball-Tisch sind dort erhältlich.

»Wie es in der Senran-Kagura-Reihe bereits normal ist, schaltet ihr im Fortschritt der Story neue Kleidungsstücke oder andere Accessoires frei.«

In der Umkleidekabine könnt ihr dann eure Mädels frei einkleiden und mit diversen Accessoires, die ihr freigeschaltet habt, ausstatten. Dies ist nicht wirklich anders als in bisherigen Spielen und Neuerungen gibt es nicht. Immerhin ist die Auswahl recht groß, vor allem wenn es um Dinge wie das Motiv der Unterwäsche geht. Auch den Intimitätsmodus gibt es wieder, in welchem ihr die Mädels begrabschen und mit Wasser nass spritzen könnt. Letzteres ist vor allem dann „interessant“, wenn ihr vorher eurem „Opfer“ durchsichtige Kleidung angelegt habt. Natürlich ist all dies mit dem HD-Rumble der Joy-Con kompatibel.

Alte Gesichter in halbwegs neuer Form

Man sieht Senran Kagura: Peach Ball an, dass es auf einer langsam etwas alten Grafik-Engine läuft. Hässlich ist das Spiel nun aber nicht, die Mädels sind hübsch animiert und die besonderen Parts bewegen sich natürlich auch in sehr puddingartiger Gewohnheit. Auf den ersten Blick werdet ihr leider jedoch regelrecht mit einer Reizüberflutung erschlagen. Das Zirkus-Thema ist so voller bunter Lichter und knalliger Effekte, dass die erste Runde aufgrund von fehlender Übersicht echt schwierig ausfällt. Man gewöhnt sich irgendwann dran, aber wenn man beispielsweise drei Bälle auf einmal über den Tisch ballert, dann herrscht einfach nur pures Chaos.

Immerhin gibt es ein paar gute Musikstücke, die das ganze Spielgeschehen untermalen. Flotte J-Pop-Stücke untermalen den wortwörtlichen Klimax einer jeden Runde. Die japanische Sprachausgabe ist gut, die bekannten Sprecher haben ihre Rollen mittlerweile perfektioniert.

Viel nackte Haut, wenig Inhalt

»Mit nur zwei Tischen und nur fünf Shinobi-Mädels fällt die Langzeitmotivation in Senran Kagura: Peach Ball leider ziemlich heftig auf die Nase. Natürlich geht es in einem Pinball-Spiel um die Highscore-Jagd, aber ein wenig mehr Abwechslung wäre toll gewesen. Letztendlich muss man sich aber nichts vormachen: Die Story und das Gameplay sind nur ein weiterer Aufhänger, um die Mädels in knapper Bekleidung zu präsentieren. Kreativ sind die Wege, wie die Mädels dieses Mal nackt gemacht werden, durchaus. Wer jedoch mit Senran Kagura bisher nichts anfangen konnte, der wird auch dieses Mal nicht warm mit den Mädchen werden. Fans der Reihe können einen Blick riskieren, wenn sie grundsätzlich Pinball-Maschinen mögen.«

 

Fünf Shinobi-Mädels verwandeln sich in Tier-Mädchen und müssen mit einem Ball so lange beschossen werden, bis sie sich wieder in einen Menschen verwandeln.
Zwei Pinball-Tische, auf denen ihr einen Ball durch die Gegend pfeffert und massig Punkte sammelt… und die Mädels letztendlich nackt macht.
Mittlerweile recht alte Engine, die aber noch immer recht gut aussieht. Absolute Reizüberflutung zu Beginn des Spiels aufgrund der vielen Lichter und der Missionen am Bildschirmrand.
Gute japanische Sprachausgabe, nette musikalische Untermalung. Manche Songs können euch sogar länger im Gehör bleiben.
Zahlreiche Dinge können im Ingame-Shop gekauft werden, beispielsweise neue Kleidung, Accessoires oder Pinball-Bälle mit anderem Motiv.

1 Kommentar

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