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Angespielt! Hollow Knight: Silksong

Bildmaterial: Hollow Knight: Silksong, Team Cherry

Wer sich für Metroidvania-Spiele mit Dark-Souls-Mechaniken interessiert, kam in den letzten beiden Jahren nicht an Hollow Knight vorbei. Als kleiner, namenloser Kämpfer bestreitet ihr ein Abenteuer durch die Tiefen eines Käfer-Königreiches. Erst als DLC geplant, erscheint bald die Fortsetzung mit dem Untertitel “Silksong”. Dieses Mal übernehmt ihr die Rolle von Hornet, welche sich durch das unbekannte Königreich Pharloom kämpfen muss. Auf dem Post-E3-Event von Nintendo hatten wir die Gelegenheit, eine Demo von Hollow Knight: Silksong anzuspielen.

Eine Fortsetzung mit Biss

In der Demo hatte ich die Auswahl zwischen einem Wald-/Grasgebiet (Moss Grotto) und einem mechanischen Lavagebiet (Deep Docks). Ersteres war für Anfänger gedacht, die noch keinen Fuß in die Welt von Hollow Knight gesetzt haben. Da ich den Vorgänger bereits kannte, riet mir der Nintendo-Mitarbeiter zum zweiten Gebiet, welches einen anspruchsvolleren Schwierigkeitsgrad besaß. Dieser spiegelte sich vor allem im Endkampf wider, den ich (so viel kann ich vorab verraten) nicht geschafft habe. Insgesamt sollen nur zwei Leute (an dem Tag) diesen Gegner besiegt haben. Das zeigte mir, dass die Fortsetzung nichts von seinem knallharten Gameplay verloren hat und man je nach Gegner wieder verzweifeln wird.

Abseits des Endkampfes bot die Demo altbekanntes Gameplay. Als Hornet durchsuchte ich die Gegend nach zwei Maskenteilen, die mir ein zusätzliches Leben schenkten. Dabei stieß ich auf neue Gegnertypen, die ihre Köpfe mit Glocken bedeckten. Entsprechend musste ich meine Strategie bei der Bekämpfung anpassen. Zudem beschossen mich einige Gegner mit explodierenden Lavakugeln, die auch noch von Wänden abprallten. Zum Glück konnte ich die kleinen Kugeln zurückschleudern und zu meinem Vorteil nutzen – wenn ich sie mal traf und mich andere Gegner nicht zusätzlich störten.

Hier und da gab es noch einen Schlüssel zu suchen oder kleinere Schalterrätsel zu lösen. Diese Lösungen brachten mich an entlegene Orte wie zum Beispiel den Schmied. Leider nutzte dieser mir in der Demo nicht viel und unterhielt sich nur kurz mit mir. Mir wurde jedoch erzählt, dass man Hornets Fähigkeiten im fertigen Spiel verbessern kann.

Hornet in Aktion

Im Gegensatz zum namenlosen Kämpfer aus dem ersten Teil besitzt Hornet andere Fertigkeiten und Fähigkeiten. Das fängt bereits bei ihrer Waffe an. Statt eines kleinen Dolches bekämpft sie ihre Gegner mit einer Nadel. Entsprechend sammelt ihr auch keine Seelen ein, um euch zu heilen, sondern Garn. Vollständig aufgeladen heilt es euch mit bis zu drei Lebenspunkten (statt einem). Der Vorgang geht sehr viel schneller vonstatten als zuvor.

Hornet selbst spielt sich ebenfalls wesentlich flinker, da sie nicht nur ausweichen, sondern auch rennen kann. Dadurch lässt sich zum Beispiel ein Rammangriff ausführen. Des Weiteren kann sie mit ihrer Nadel von oben herab angreifen. Wenn dieser Angriff richtig eingesetzt wird, kann man ihn oft hintereinander einsetzen – es sei denn, die Gegner schützen sich. Bei solchen Gegnern boten sich nicht nur Nahkampfangriffe an, sondern auch kleine Nadeln, die Hornet aus sicherer Distanz werfen kann. Die Anzahl der Nadeln ist jedoch begrenzt und muss durch fallende „Munition“ von Gegnern oder Speicherbänken wieder aufgefüllt werden.

Insgesamt wirkten Hornets Angriffe sowie Bewegungen wesentlich dynamischer und flotter im Vergleich zum vorherigen Protagonisten. Allerdings brauchte ich ein wenig, um die Steuerung zu beherrschen. Bei hektischen Bewegungen fühlte sie sich ein wenig verzögert an, wenn ich zum Beispiel beim Sprinten einen Sprung ausführen wollte. Allerdings sind solche Elemente auch reine Gewöhnungssache, da jedes Spiel seine eigene Spielgeschwindigkeit besitzt. Ich denke, wenn ich Silksong für längere Zeit spiele, würde mir das nur in einem geringen Maße auffallen.

Optisch hat sich bei der Fortsetzung nicht viel verändert. Hollow Knight besticht bereits durch eine schöne 2D-Darstellung. Silksong setzt genau dort an und versprüht ebenfalls wieder sehr viel Charme. Sei es bei den Hintergründen, welche dem Spiel etwas mehr Leben einhauchen, oder den NPCs, denen man im Laufe der Geschichte begegnet. Besonders hell leuchtende Farben kommen wieder zur Geltung wie zum Beispiel das satte Grün der Pflanzen im Waldgebiet – das kann allerdings auch am Fernseher bei Nintendo gelegen haben, der alles sehr klar darstellte.

The White Hornet

Hollow Knight: Silksong versprüht dieselbe Magie, welche bereits der erste Teil besitzt. Auch wenn die Demo nicht sehr lange dauerte, wollte ich direkt weiterspielen. Zum einen, um den Endgegner plattzumachen. Zum anderen, weil sich alles zwar bekannt anfühlt, es sich dennoch anders spielt und so neue Einblicke in eine existierende Welt bringt. Nun heißt es abwarten, denn Silksong besitzt leider noch kein Erscheinungsdatum.

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