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AnimagiC 2013: Ame & Yuki – Die Wolfskinder

Am zweiten Tag hat sich unser Redakteur Final Radio weitere Filme aus den Sortiment des Animotion-Festivals der AnimagiC 2013 angeschaut. Es folgen seine Eindrücke zu „Ame & Yuki – Die Wolfskinder“. Der japanische Regisseur Mamoru Hosoda war in den letzten Jahren für die Filme „Das Mädchen, das durch die Zeit sprang“ und „Summer Wars“ verantwortlicht und mit „Wolfskinder“ schließt an seine Reihe an familiefreundlichen und detaillierten Animationsfilmen an.

Der Film handelt zu Beginn von der 19-Jährigen Studentin Hana, die auf ihrer Universität einen geheimnisvollen Mann kennenlernt, welcher sich später als Wolfmensch herausstellt. Hana wird schwanger mit zwei Kindern und muss sie aufgrund von tragischen Umständen die beiden Kinder alleine aufziehen.

Ame & Yuki sind Wolfskinder – also Mensch und Wolf zugleich – die ihre Gestalt jederzeit wechseln können. Leider stellt sich das Aufziehen von zwei Wolfskindern für Hana in der Großstadt als sehr schwierig heraus, weshalb sie mit den beiden letztlich auf das Land zieht, wo nur sehr wenige Menschen leben. Nun stellt sich für die beiden die Frage, ob sie lieber als Menschen oder als Wölfe leben möchten.

Auf den ersten Blick mag die Geschichte von Wolfsmenschen etwas albern sein, doch im Laufe des Films ist mir klar geworden, dass die Geschichte von Ame & Yuki fantastische Elemente benutzt, um besonders effektiv Themen wie Diskriminierung und Zukunftsplanung zu behandelt.

Jeder Mensch muss sich in seinem Leben irgendwann fragen, wer man sein möchte. Ebenso wichtig ist die Frage, wie man als Vater oder Mutter seine Kinder aufziehen möchte und welche Freiheiten man Ihnen gibt. „Wolfskinder“ behandelt diese Fragen auf eine sehr erwachsene Weise und einem tollen Story-Telling.

Das Team rund um Mamoru Hosoda hat sich auf besonders viel Mühe bei der Animation gegeben, die zwar realistisch, aber trotzdem süß ist. Insbesondere die Verwandlungen von Baby-Ame und Baby-Yuki zu Wölfen ist besonders liebenswert realisiert worden. Verstärkt werden die Charaktere durch eine hervorragenden deutsche Synchronisation. Der einzige Kritikpunkt ist die Länge des Film (115 Minuten): Im letzten Drittel des Films verliert die Handlung ein wenig an Fahrt. Der Schluss des Films ist jedoch sehr rührend und die wenigsten werden den Kinosaal mit trockenen Augen verlassen.

Wer also schon ein Fan von „Summer Wars“ oder „Das Mädchen, das durch die Zeit sprang“ war, sollte sich unbedingt diesen Film anschauen. In Deutschland ist der Film vor einigen Tagen erschienen (Ame & Yuki – Die Wolfskinder bei Amazon). Auch für diesen Film sprechen wir eine eindeutige Empfehlung aus!