Ohne Shigeru Miyamoto würde die Videospielwelt heute wohl anders aussehen. Schließlich verdanken wir dem Nintendo-Urgestein nicht nur Mario, sondern auch The Legend of Zelda und zahlreiche weitere Klassiker. Jetzt wird dem mittlerweile 73-jährigen Entwickler eine ganz besondere Ehre zuteil.
Wie Automaton Media berichtet, wird Shigeru Miyamoto mit dem japanischen Kulturorden (Order of Culture) ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um die höchste kulturelle Auszeichnung Japans, die vom japanischen Kaiser persönlich verliehen wird.
Das Besondere daran: Miyamoto ist laut japanischen Medien der erste Videospielentwickler überhaupt, der diese Ehrung erhält.
Damit reiht sich Miyamoto in eine Liste namhafter Persönlichkeiten ein. Zu den bisherigen PreisträgerInnen gehören unter anderem der legendäre Filmregisseur Akira Kurosawa (Die sieben Samurai) und der Mangaka Tetsuya Chiba, der vor allem für Ashita no Joe bekannt ist.
Eine historische Auszeichnung für die Spielebranche
Die Entscheidung wurde am 22. Oktober im Rahmen einer Pressekonferenz in Nintendos Hauptquartier in Kyoto bekannt gegeben.
Miyamoto gehört zu insgesamt acht Persönlichkeiten, die 2026 mit dem Kulturorden ausgezeichnet werden. Seine Ehrung erfolgt im Bereich Medienkunst, genauer gesagt für seine Verdienste um Videospiele.
Die Auszeichnung würdigt Menschen, die einen außergewöhnlichen Beitrag zur Entwicklung der japanischen Kultur und Wissenschaft geleistet haben. Die offizielle Verleihung findet am 3. November 2026, dem japanischen Tag der Kultur, statt.
Miyamoto bleibt bescheiden
Trotz dieser besonderen Anerkennung zeigte sich Miyamoto bei der Pressekonferenz gewohnt zurückhaltend. Gegenüber den anwesenden Medien (übersetzt via Automaton Media) erklärte er:
„Es ist mir eine große Ehre, eine so prestigeträchtige Auszeichnung zu erhalten. Wie ich schon oft gesagt habe, sind diese Erfolge nicht das Werk einer einzelnen Person, sondern das Ergebnis der Zusammenarbeit mit vielen anderen. Ich nehme diese Auszeichnung in ihrem Namen entgegen.“
Miyamoto betont damit einmal mehr, dass seine Erfolge nicht allein ihm zuzuschreiben seien, sondern das Ergebnis der Zusammenarbeit zahlreicher EntwicklerInnen.
Seine Karriere begann ursprünglich im Industriedesign, bevor er bei Nintendo zu einem der einflussreichsten Köpfe der Videospielgeschichte wurde. Mit Mario und Zelda schuf er gleich zwei Marken, die bis heute Generationen von SpielerInnen begleiten.
Dass nun erstmals ein Spieleentwickler mit dem japanischen Kulturorden ausgezeichnet wird, ist deshalb nicht nur für Miyamoto persönlich ein besonderer Moment, sondern auch ein bemerkenswertes Zeichen für die kulturelle Anerkennung von Videospielen.
via Automaton Media, Bildmaterial: Nintendo

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