Capcom gab bekannt, dass es unbefugte Zugriffe auf den Online-Mitgliederservice CAPCOM ID gab. Der Dienst wird unter anderem für Online-Spiele wie Street Fighter 6 und viele weitere Angebote des Publishers genutzt.
Rund 12 Millionen Konten betroffen
Nach aktuellem Stand vom 22. Oktober sind weltweit 11.774.247 Konten von dem Vorfall betroffen. Zu den kompromittierten Daten zählen E-Mail-Adressen sowie Angaben wie Datum und Uhrzeit der Kontoerstellung und der letzten Anmeldung, die Anzahl der Anmeldungen und die bei der letzten Anmeldung verwendete Client-IP-Adresse.
In 43 Fällen wurde bestätigt, dass auch weitere persönliche Daten wie Geburtsdatum, Geschlecht, Land beziehungsweise Region und Nickname kompromittiert wurden. Bei 196 Konten wurden Passwörter unbefugt geändert. Nach aktuellem Kenntnisstand waren keine Kreditkartendaten von dem Vorfall betroffen. Die Passwörter der 196 Konten, bei denen sie unbefugt geändert worden waren, wurden bereits zurückgesetzt.
Capcom entdeckte am 19. Oktober erste Anzeichen für einen möglichen Angriff und sperrte teilweise den Zugriff auf betroffene Konten. Nachdem feststand, dass Kundendaten kompromittiert und Passwörter geändert worden waren, meldete Capcom den Vorfall am 21. Oktober der Polizei. Der Dienst CAPCOM ID steht weiterhin zur Verfügung – ihr könnt eure Capcom-Spiele also nach wie vor spielen.
Warnung vor betrügerischen E-Mails
Das Unternehmen warnt davor, dass die kompromittierten Informationen missbraucht werden könnten. NutzerInnen von CAPCOM ID sollten mit betrügerischen E‑Mails rechnen – möglicherweise auch mit Phishing-Nachrichten, die vorgeben, von Capcom zu stammen. Capcom rät davon ab, in verdächtigen E-Mails enthaltene Links aufzurufen oder Anhänge zu öffnen.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt in derartigen Fällen, das Passwort zu ändern, bestehende Anmeldungen und Sitzungen zu beenden und die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren. Überprüft außerdem die in eurem Konto hinterlegten Daten und meldet eventuelle Unstimmigkeiten an Capcom.
via Automaton Media, Bildmaterial: Pragmata, Capcom

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