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Im Test! In Dragon Quest Heroes: Torneko’s Mystery Dungeon seid ihr kein Held, sondern Händler

Titel Dragon Quest Heroes: Torneko’s Mystery Dungeon –Classic HD–
Japan 09. September 2026
Square Enix
Nordamerika 09. September 2026
Square Enix
Europa 09. September 2026
Square Enix
System Switch 2, Switch, PS5, Xbox Series, PC
Getestet für Nintendo Switch 2
Versionsnummer 1.0.0
Entwickler Square Enix
Genres RPG, Roguelike
Texte
Nordamerika Japan
Vertonung –

Fans von Dragon Quest IV erinnern sich vermutlich an Torneko Taloon, einen der auserwählten Charaktere des Spiels. Er besticht durch seine lockere Kleidung, seinen riesigen Rucksack, in dem er allerlei Waren verstaut, sowie seine blauen Haare und seinen Schnurrbart.

1993 erhielt Torneko mit Dragon Quest Heroes: Torneko’s Mystery Dungeon sein eigenes Spin-off. Darin durchstreift er als Händler einen Dungeon auf der Suche nach zahlreichen Schätzen.

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Bislang war dieses Erlebnis nur Spielerinnen und Spielern in Japan vorbehalten. In einer HD-Neuauflage des beliebten Spin-offs schafft es Tornekos großes Abenteuer erstmals in den Westen und verspricht ein schatzreiches Spielerlebnis. Ob die Neuauflage diese Versprechungen halten kann, erfahrt ihr in den kommenden Zeilen.

Unglaubliche Schätze warten

Händler Torneko hat bereits einen erfolgreichen Laden und lebt glücklich mit seiner Frau sowie seinem Kind zusammen. Eines Tages hört er jedoch von einem mysteriösen Dungeon, in dem sich unglaubliche Schätze befinden sollen. Er beschließt, sich mit seiner Familie auf den Weg zu machen, um die sagenhaften Schätze zu bergen und den bekanntesten Laden der Welt zu eröffnen. Also auf in ein neues Abenteuer!

Bevor es jedoch richtig losgeht, schickt der König des Reiches Torneko auf eine Prüfung, um ein besonderes Item aus dem Dungeon zu holen. Dadurch lernt er den Dungeon, dessen Mechaniken und die Monster darin kennen. Glücklicherweise geben ihm der König und seine Untergebenen am Hof hilfreiche Tipps, worauf es zu achten gilt. Ist dieser Testlauf geschafft, gilt es, die eigenen Taschen mit Items und Gold zu füllen, um sich den Traum des Ladens zu erfüllen.

Das war es im Grunde schon mit der Handlung von Torneko’s Mystery Dungeon. Man merkt direkt zu Beginn, dass die Handlung nicht sehr tiefgründig ist und sich der Kern des Titels hauptsächlich um das Gameplay dreht. Immerhin handelt es sich um ein klassisches Roguelike. Als Aufmacher, um eigene Abenteuer zu erleben, reicht es aber völlig aus.

Klassisches Roguelike

Wie bereits angesprochen, handelt es sich bei Torneko’s Mystery Dungeon um ein klassisches Roguelike. Jedes Mal, wenn der Dungeon betreten wird, erhalten die einzelnen Ebenen eine andere Form, auch wenn die grundlegenden Eigenschaften der jeweiligen Ebenen, wie beispielsweise Eis-, Feuer- oder Höhlenumgebungen, in der Tiefe gleich bleiben.

Gleichzeitig ändern sich bei jeder neuen Expedition die Positionen, die Anzahl und das Vorkommen von Gegenständen sowie von Monstern. Wenn ihr in einem Spieldurchlauf scheitert, beginnt die Reise wieder auf Ebene 1 und ihr müsst erneut sammeln, kämpfen und erkunden. Das soll, wie bei jedem anderen Vertreter des Genres, den Wiederspielwert erhöhen.

Innerhalb des Dungeons ermöglicht jede von Torneko ausgeführte Aktion den Monstern, eine Gegenaktion auszuführen, beispielsweise eine Bewegung. Dies gilt für alle Arten von Tornekos Bewegungen, Angriffen oder dem Einsatz von Gegenständen. Man kann es sich dabei wie ein Echtzeit-rundenbasiertes Abenteuer vorstellen.

Trifft Torneko auf eines der Wesen im Dungeon und bezwingt es, sammelt er Erfahrungspunkte, steigt dabei im Level auf und wird stärker. Gleichzeitig können auf dem Weg Ausrüstungsgegenstände wie Waffen und Schilde eingesammelt werden, die ebenfalls dabei helfen, stärker zu werden, und bei der Schatzsuche nützlich sind. Je tiefer Torneko in den Dungeon vordringt, desto stärker werden die Monster.

Glück in der Erkundung, Pech im Beutel

Bei der großen Schatzsuche gilt es, nicht nur die eigene Gesundheit im Auge zu behalten, sondern ebenso auf den eigenen Magen zu hören. Dieser möchte während den langen Erkundungstouren durch den Dungeon gefüllt werden. Zum Glück liegen auf dem Weg nicht nur heilende Blätter für verlorene Lebenspunkte herum, sondern in der einen oder anderen Ecke findet sich ebenfalls mal ein Laib Brot, der verputzt werden kann. Ansonsten erholen sich Tornekos Lebenspunkte mit jedem Schritt, den er macht.

Apropos Items: Im Zuge der Dungeon-Erforschung liegen nicht nur Ausrüstungsgegenstände und Brote auf dem Weg herum, sondern auch allerlei magische Rollen. Diese können Gegnern Schaden zufügen, die Waffe verbessern oder die Karte der Ebene vollständig offenlegen.

Je nach Länge der Expedition können zahlreiche Items in Tornekos Beutel enden. So wird das Spiel ab einem gewissen Punkt nicht nur zu einem Überlebenskampf, sondern außerdem zu einer Art Item-Management-Spiel, da der Beutel nur begrenzt Platz bietet und permanent voll wird. Es sollte also gut überlegt werden, was benötigt wird und was lieber liegen gelassen werden kann.

Die Mischung aus Roguelike, den unterschiedlichen Ebenen und dem Item-Management macht Torneko’s Mystery Dungeon zu einem durchaus herausfordernden Abenteuer. Gerade zu Beginn, wenn noch nicht alle Mechaniken und Items vertraut sind, kann es etwas frustrierend werden. Aufgrund der zufallsgenerierten Ebenen wechseln sich somit Glück und Pech ab. Ist einem das Glück hold, macht die Suche nach Monstern und Gegenständen viel Spaß. Wenn man hingegen Pech mit den Ausrüstungsgegenständen hat, ist die Versuchung groß, das Spiel in die nächste Ecke zu werfen.

Textboxen des Grauens

Dabei habe ich das Gameplay jedoch nie als meinen Feind betrachtet, da ich in der Regel mit einigermaßen gut taktiertem Vorgehen entsprechende Fortschritte machte. Das größere Problem bei jedem Durchgang waren für mich irgendwann die Textboxen, so seltsam das klingen mag.

Die Texte während des Kampfes oder bei Aktionen im Dungeon erscheinen automatisch. Leider laufen die Textboxen immer mit einer gewissen Verzögerung ab und lassen sich nicht selbst wegklicken. Somit lässt sich ebenfalls nicht einschätzen, wie lange diese dauern. Nach einer gewissen Spielzeit hat mich das fast wahnsinnig gemacht, weil die Texte immer mit dieser kleinen Verzögerung weitergingen, ohne dass ich sie schnell wegklicken konnte.

Während moderne Vertreter des Genres neben dem eigentlichen Gameplay-Loop eines Roguelikes ebenso eine spannende Handlung bieten wollen, ist dies bei einem über 30 Jahre alten Titel verständlicherweise kaum möglich. Daher muss das Gameplay überzeugen.

Neben den bereits angesprochenen Textboxen konnte mich das Gameplay nicht gänzlich überzeugen, da zufallsgenerierte Räume mitunter frustrierend sein können. Ein Beispiel: Wenn man zweimal nacheinander in einem Raum voller Monster landet und der Durchlauf direkt als gescheitert gilt, obwohl man sich bis dahin gut angestellt hat.

Abseits des Dungeons

Hat man den anfänglichen Frust überwunden und bringt Gold und Items aus dem Dungeon zurück, lässt sich nicht nur Tornekos Laden vergrößern. Mit der Erweiterung des Ladens können zwischen den Abenteuern zum Glück irgendwann Gegenstände aufbewahrt werden. So entsteht ein Gefühl des Fortschritts und man gewinnt den Eindruck, dass das Spiel einem nicht nur Steine in den Weg stellt, auch wenn jede Reise auf Level 1 beginnt.

Falls einem das Spiel dennoch mal zu schwierig wird, bietet es einige Annehmlichkeiten, um es an den eigenen Spielstil anzupassen. So lässt sich beispielsweise die Anzahl der Monster erhöhen oder regulieren und mehr Items oder Gold zum Vorschein bringen. Wer gerne nur Pixelhöhlen erkunden möchte, kann die Monster und Fallen ebenso komplett ausschalten und sich auf eine kleine Erkundungsreise begeben, um herauszufinden, wie tief der Dungeon eigentlich geht.

Dabei bietet die aktualisierte HD-Grafik ein schönes Pixelabenteuer, dem man sein Alter zwar ein wenig ansehen kann, das aber nichtsdestotrotz durch ein märchenhaftes Intro-Video glänzt. Gleiches gilt für den Sound, der die typischen „Dragon Quest“-Soundeffekte bietet und dadurch nostalgische Gefühle wecken kann.

Kein Held, sondern Händler

Torneko’s Mystery Dungeon ist ein klassisches Roguelike. Dieser Ausdruck mag etwas simpel klingen, fasst das Spiel aus meiner Sicht jedoch sehr gut zusammen und vermittelt einen klaren Eindruck davon, worauf man sich einlässt.

Es bietet herausfordernde Dungeon-Ebenen, die je nach Zufallsglück etwas frustrierend sein können. Umso mehr freut man sich dann über seltene Gegenstände. Gleichzeitig bietet es ein angenehmes und atmosphärisches Erkundungsgefühl, insbesondere, wenn einem das „Dragon Quest“-Universum vertraut ist.

Man sollte jedoch keine große Handlung erwarten, die sich mit jedem Durchgang weiterentwickelt. Es geht „nur“ um einen Händler, den es bei der Verfolgung seines Traums zu begleiten gilt. Im Zuge der Lokalisierung wäre es noch schön gewesen, wenn der Titel ebenfalls mit deutschen Texten erschienen wäre. Denn die HD-Neuauflage bietet nur englische und japanische Texte zur Auswahl. Zwar ist der Titel nicht besonders textlastig, dennoch wären deutsche Texte hilfreich gewesen, um ihn einer breiteren Spielerschaft zugänglich zu machen.

 

Story

Der Händler Torneko zieht mit seiner Familie in einen geheimnisvollen Dungeon, um sagenhafte Schätze zu bergen und den berühmtesten Laden der Welt zu eröffnen. Dort sammelt er Items und Gold, wobei die bewusst schlichte Handlung vor allem als Rahmen für das klassische Roguelike-Gameplay dient.

Gameplay

Zufallsgenerierte Ebenen, rundenbasierte Aktionen, immer stärker werdende Monster und ein begrenztes Inventar werden in diesem anspruchsvollen Roguelike kombiniert. Trotz der motivierenden Erkundung sorgen ungünstige Zufallssituationen und verzögerte Textboxen wiederholt für Frust.

Grafik

Torneko’s Mystery Dungeon bietet eine aktualisierte HD-Grafik für ein schönes Pixelabenteuer.

Sound

Typische „Dragon Quest“-Soundeffekte lassen nostalgische Gefühle aufkommen.

Bildmaterial: Dragon Quest Heroes: Torneko’s Mystery Dungeon –Classic HD–, Square Enix

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