Nur wenige Reihen der Gaming-Welt sind so traditionsreich und umfangreich wie die Castlevania-Reihe. Der erste Teil der Reihe erschien bereits im Jahre 1986 und seitdem vermag es die Castlevania-Reihe mit unzähligen Nachfolgern, Spin-offs und sogar TV-Serien die Fans bei Laune zu halten.
Mit Castlevania: Belmont’s Curse möchte uns der in Frankreich ansässige Entwickler Evil Empire nun erneut in die vampirische Welt der spannenden Action-Reihe entführen. Als Publisher fungiert, wie sollte es auch anders sein, natürlich Konami.
Auf der diesjährigen Gamescom hatten wir die Möglichkeit, den vielversprechenden und extrem anspruchsvollen Action-Kracher ausgiebig anzuspielen. In unserer ausführlichen Preview verraten wir euch nun, ob sich der Kauf des neuesten Castlevania-Abenteuers lohnt und welche neuen Ideen der Titel mit in das mittlerweile unglaublich umfangreiche Franchise einbringt.
Das Paris des 15. Jahrhunderts wird von Dämonen heimgesucht
Die Geschichte von Castlevania: Belmont’s Curse spielt im Paris des Jahres 1499. Ganze 23 Jahre nach den Ereignissen von Castlevania III: Dracula’s Curse. Nachdem die französische Metropole von finsteren Dämonen überrannt wurde, ruft der örtliche Bischof den Vampirjäger Trevor Belmont zur Hilfe.
Trevor Belmont rekrutiert daraufhin seine Tochter Rose Belmont für diese Aufgabe. Um dieser enormen Aufgabe gewachsen zu sein, überreicht Trevor seiner Tochter Rose die heilige Peitsche. Diese trägt den Namen „Vampirtöter“. Daraufhin macht sich die junge Vampirjägerin Rose auf den Weg, die dämonischen Besatzer zu vertreiben und den Ursprung für diese plötzliche Invasion ausfindig zu machen.
Klassisches Castlevania-Gameplay mit dem ein oder anderen besonderen Kniff
Im Kern ist Castlevania: Belmont’s Curse ein klassisches Castlevania-Abenteuer wie man es kennt und von der Serie auch erwarten würde. Der neue Castlevania-Ableger ist sozusagen ein Action-Adventure-Sidescroller wie er im Buche steht und neben den schön gestalteten Leveln und Abschnitten sind es vor allem die ausufernden und oft sehr fordernden Bosskämpfe, die einem das digitale Leben regelmäßig zur Hölle machen. Im Prinzip genau das, was Castlevania-Fans seit Jahrzehnten lieben und feiern.
Um siegreich aus diesen anspruchsvollen Bosskämpfen hervorzugehen, ist es stets essenziell, dass man sich die Angriffsmuster der unterschiedlichen Bosse verinnerlicht. So kann man den extrem starken Gegnern stets einen entscheidenden Schritt voraus sein. Denn hat man den Dreh erst einmal raus, sind die Bosskämpfe gar nicht mehr so schwer, wie man im ersten Moment vielleicht denken würde.
Im weiteren Spielverlauf erhält man außerdem die Fähigkeit, sich mithilfe der heiligen Peitsche an diversen Punkten hin- und herschwingen zu können. Kombiniert man diese, meiner Meinung nach, toll umgesetzte Mechanik mit dem sehr direkten und durchaus spaßigen Kampfsystem, ergibt sich so ein rasantes und flüssiges Gameplay, welches nach einiger Eingewöhnungszeit sehr viel Spaß macht. „Easy to learn, hard to master“ passt hier ganz gut, um die eigentlichen Gameplay-Mechaniken zu beschreiben.
Allerlei Upgrades sorgen für die nötige Abwechslung im Vampirjäger-Alltag
Um das typische Castlevania-Gameplay etwas aufzulockern, haben die Entwickler obendrein allerlei Upgrademöglichkeiten für Rose eingebaut. Diese Upgrades ermöglichen es uns, nach und nach neue Angriffe und Spezialmanöver zu erlernen, um den dämonischen Widersachern noch effektiver das digitale Leben aushauchen zu können.
Für etwas Abwechslung im Vampirjäger-Alltag ist also definitiv gesorgt und mit diesen Upgrades haben wir gleichzeitig auch die Möglichkeit, die Angriffe und damit auch das Verhalten unseres Hauptcharakters zumindest etwas an unseren eigenen Spielstil anzupassen.
Liebevoll umgesetzt und schön präsentiert
Angefangen vom Artstyle bis hin zur Grafik und dem fantastischen Soundtrack selbst konnte mich Castlevania: Belmont’s Curse bereits während dieser einstündigen Anspielsession durchaus überzeugen. Die Areale wirken sehr liebevoll umgesetzt und vor allem der fantastische Ohrwurm-Soundtrack ist wirklich fantastisch und passt perfekt zur jeweiligen Spielsituation.
Technisch braucht sich der Titel also keinesfalls vor anderen Genre-Kollegen verstecken, denn mit Castlevania: Belmont’s Curse wurde die traditionsreiche Spielereihe wunderbar in die Moderne transportiert.
Die kultige Vampirjäger-Saga ist zurück und in der Moderne angekommen
Castlevania: Belmont’s Curse bietet alles, was man von einem Castlevania-Abenteuer der Neuzeit erwarten würde. Neben den spannenden Bosskämpfen, die einem manchmal wirklich den letzten Nerv rauben, ist es vor allem auch das pfeilschnelle und actiongeladene Gameplay selbst, welches hier wirklich glänzen kann.
Hat man die Steuerung erst einmal verinnerlicht, fliegt man regelrecht durch die Gegner und die Spielabschnitte. Mit allerlei Upgrade-Möglichkeiten haben wir auch im weiteren Spielverlauf mehr Optionen, das Kampfsystem etwas an unseren Spielstil anzupassen.
Auch im Hinblick auf die Präsentation konnte mich Castlevania: Belmont’s Curse durchaus überzeugen. Die schöne Optik, gepaart mit dem typisch fantastischen Castlevania-Artstyle und dem absolut fetzigen Soundtrack, ergeben ein tolles Gesamtbild, welches viel Spaß macht.
Fans klassischer Sidescroller und Castlevania-Fans allgemein dürfen sich definitiv auf Castlevania: Belmont’s Curse freuen. Denn hier erwartet uns ein modernes Castlevania-Abenteuer mit dem ein oder anderen Kniff und einer spannenden Story.
Bildmaterial: Castlevania: Belmont’s Curse, Konami, Evil Empire

Danke für den kurzen Einblick.
Könnt Ihr vielleicht etwas mehr zu sagen wie es über dem flotten Kampfsystem mit dem allgemeinen Gameplay aussieht?
Hat man Ausrüstung die man finden kann die Werte erhöhen oder verschiedene Waffen außer eine Peitsche und ein Schwert. (Sprich verschiedene Peitchen oder Schwerter).
Kann man verschiedene Fähigkeiten finden oder nutzen außer einmalige Fähigkeiten die das Spiel erweitern wie einen Doppelsprung.
Im Grunde meine Kernfrage ist eigentlich ob man als "Fan" der Castlevania DS Titel auch auf seine Kosten kommt da diese ja noch einen RPG Aspekt drin hatten.
Bin mit den DS Titeln eingestiegen und das ist im Grunde "mein" Castlevania.
Oder sollte man sich eher auf eine Metroid/Hollow Knight Erfahrung einstellen?
Spielt sich halt wie ein klassisches Castlevania.
Zum Thema Fähigkeiten - das wurde im Bericht erwähnt.
"Um das typische Castlevania-Gameplay etwas aufzulockern, haben die Entwickler obendrein allerlei Upgrademöglichkeiten für Rose eingebaut. Diese Upgrades ermöglichen es uns, nach und nach neue Angriffe und Spezialmanöver zu erlernen, um den dämonischen Widersachern noch effektiver das digitale Leben aushauchen zu können."
In einer einstündigen Demo-Session kann man das komplette Kampfsystem mit all seinen Möglichkeiten aber natürlich nicht überblicken und vollständig beurteilen..
Ob es verschiedene Waffen gibt weiß ich nicht.
Hatte man in der Demo nicht zur Auswahl.
Könnte ich mir aber durchaus vorstellen.
Bilde ich es mir ein oder wirkt das teilweise echt billig ? 🤔