| Titel | Halo: Campaign Evolved |
| 28. Juli 2026 | |
| Xbox Game Studios | |
| 28. Juli 2026 | |
| Xbox Game Studios | |
| 28. Juli 2026 | |
| Xbox Game Studios | |
| System | PlayStation 5, Xbox Series, PC |
| Getestet für | PlayStation 5 |
| Entwickler | Halo Studios |
| Genres | Ego-Shooter |
| Texte |
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| Vertonung |
Um die Halo-Reihe wurde es speziell in den letzten Jahren sehr still. „Halo Infinite“, der letzte große Ableger der traditionsreichen Shooter-Reihe aus dem Hause Microsoft, ist bereits im Jahre 2021 erschienen. Anschließend hielt man sich bei Microsoft, zum Ärger vieler Fans, ziemlich bedeckt, was die Zukunft der Reihe rund um den grünen Supersoldaten Master Chief anbelangt.
Erst im Oktober des Jahres 2024, als der bisherige Entwickler „343 Industries“ bekanntgab, dass man fortan unter dem neuen Namen „Halo Studios“ weiterhin an zukünftigen Titeln der Reihe arbeiten möchte, wurden Spekulationen rund um neue Halo-Titel lauter. Als ein Remake des ersten Teils, welcher ursprünglich im Jahre 2001 für die erste Xbox erschienen war, immer konkreter wurde, waren die Fans natürlich völlig aus dem Häuschen und hofften auf ein großes Comeback des Master Chiefs.
Am 28. Juli ist es nun endlich so weit und das vollwertige Remake des ersten Teils, welches auf Basis der leistungsstarken Unreal Engine 5 entwickelt wurde, erscheint für Xbox Series und PCs.
Das wohl mit Abstand größte Highlight ist jedoch die Tatsache, dass das Remake nun sogar zum allerersten Mal auf einer Sony-Konsole erscheint. Denn nun dürfen wir Halo: Campaign Evolved, wie das Remake nun heißt, sogar auf PlayStation 5 genießen. Ein Meilenstein in Sachen Halo-Geschichte und ein großer Schritt für Microsoft.
Ob das vielversprechende Remake auch heute noch so viel Spaß macht wie damals im Jahre 2001, erläutern wir euch natürlich wie immer in unserem ausführlichen Test.
Ein erbitterter Konflikt gerät völlig aus den Fugen
Die Geschichte von Halo: Campaign Evolved spielt in einer fernen Zukunft, in welcher die Menschheit bereits die Technologie für Lichtsprünge erforscht hat. Auch zuvor weit entfernte Ziele in der Galaxis sind nun binnen weniger Sekunden zu erreichen. Dies ermöglicht es der menschlichen Rasse, auch andere Planeten zu bereisen und zu kolonisieren.
Als die „Covenant“, eine den Menschen feindlich gesinnte Alienrasse, einen heiligen Krieg gegen die Menschheit ausruft, setzen die Menschen die sogenannten „Spartans“, eine in jeder Hinsicht überlegene Kampfeinheit von Supersoldaten, gegen die Covenant ein, um letztendlich überhaupt eine Chance gegen die schier übermächtigen Gegner zu haben.
Im Jahre 2552 greifen die Covenant schließlich den Planeten „Reach“ an, ein zentraler militärischer Stützpunkt der Menschen. Durch diesen fatalen Angriff wurde die Kolonie der Menschheit fast vollständig ausgelöscht. Das Sternenschiff, die „Pillar of Autumn“, konnte jedoch im letzten Moment fliehen und mit ihm der letzte Hoffnungsschimmer der Menschheit – der letzte verbliebene Spartan. Dieser trägt den Namen „Master Chief Petty Officer John-117“ und ist quasi unser Hauptcharakter und der wichtigste Charakter im gesamten Halo-Universum. Von hier aus beginnt die tragische Geschichte rund um einen erbitterten Kampf zwischen zwei Rassen und den letzten Hoffnungsschimmer der gesamten Menschheit, den Master Chief.
Wegweisender Shooter, der dem Genre viele Türen und Tore öffnete
Halo: Campaign Evolved ist die logische Weiterentwicklung von Halo: Combat Evolved, dem Original aus dem Jahre 2001. Halo: Combat Evolved öffnete schon damals viele Türen und Tore und machte das Shooter-Genre speziell auf Konsolen überhaupt erst so richtig salonfähig.
Viele Features wie beispielsweise Autoaiming wurden durch den Microsoft-Shooter überhaupt erst so richtig im Genre etabliert und zeitgleich auch quasi schon fast perfektioniert. Also ein großer Titel für das Shooter-Genre, sowohl was technische Features als auch die optische und atmosphärische Präsentation im Allgemeinen betrifft.
Das grundlegende Gameplay von Halo: Campaign Evolved ist dabei jedoch eigentlich recht simpel gehalten. In, zumindest für einen Shooter, relativ großen Arealen kämpfen wir uns von Areal zu Areal, stets auf der Suche nach dem nächsten markierten Missionspunkt. Auf unserem Weg dorthin dürfen wir uns auch hinter das Steuer von allerlei Fahrzeugen klemmen.
Neben dem „Warthog“, einem gepanzerten Geländefahrzeug, können wir auch diverse Raumgleiter kapern und steuern. Erstmals kombinierte Halo die Genrezüge eines Shooters mit typischen Open-World-Elementen, wie beispielsweise der Übernahme von Fahrzeugen. Dass dies einwandfrei funktionierte und auch äußerst gut von der Spielerschaft aufgenommen wurde, zeigt der enorme Erfolg, den die Halo-Reihe bis heute vorweisen kann.
Auf der Höhe der Zeit
Auch in Sachen Vielfalt, was die Locations anbelangt, braucht sich Halo: Campaign Evolved nicht vor der neuzeitigen Genrekonkurrenz verstecken. Alles in allem wirkt der Titel also auch heute noch sehr gut spielbar und bis auf die etwas angestaubte Levelstruktur, die heutzutage eben anders gemacht wird als damals, kann man Halo: Campaign Evolved nur wenig Negatives vorwerfen.
Im Kern ist und bleibt Halo: Campaign Evolved ein Shooter, wie man es von einem Vertreter dieses Genres auch erwarten würde. Es wird viel geballert, viele Granaten geworfen und speziell dem Hauptaugenmerk der Halo-Reihe, dem Nahkampf, wird ordentlich gefrönt. Der Nahkampf war und ist ein fester Bestandteil der Kampfmechanik eines jeden Halo-Titels und schon fast unverzichtbar, um den Covenant in hitzigen Situationen den letzten Rest zu geben. Einfach befriedigend und erfüllend.
Grafisch nun in die Moderne transportiert – ein Augenschmaus
Speziell die aufgebohrte Optik liegt bei einem Remake dieser Art und Klasse natürlich absolut im Fokus. Halo: Campaign Evolved setzt daher auf die Unreal Engine 5. Diese ermöglicht es den Entwicklern, unglaublich detaillierte Landschaften mit schier endloser Weitsicht auf den Bildschirm zu zaubern. Dennoch bleibt das hektische Kampfgeschehen stets flüssig und sieht dabei auch noch verdammt gut aus. So muss sich ein Remake anfühlen und aussehen.
Die schönen Landschaften werden zudem von tollen Licht- und Partikeleffekten abgerundet. Das Gesamtbild stimmt hier einfach absolut und durch die neue Optik hat man schon fast das Gefühl, man würde einen Shooter der Neuzeit spielen.
Im Performance-Modus hält Halo: Campaign Evolved außerdem stets die flüssigen 60 Frames. Einbrüche habe ich während der Testsession auf einer Standard-PS5-Konsole nie feststellen können. Der Qualitäts-Modus mit verbesserten Raytracing-Effekten senkt die Frames auf magere 30 ab. Auch PS5-Pro-Nutzer müssen im Qualitäts-Modus mit niedrigeren Frames leben, erhalten dafür im Gegenzug aber noch bessere Raytracing-Effekte.
Gänsehaut-Soundtrack gepaart mit tollen Effekten und stabiler Synchronisation
Neben dem klassischen und absolut kultigen Halo-Soundtrack, den wohl jeder Gamer kennen wird, gibt es auch schmetternde Soundeffekte und eine absolut ordentliche Synchronisation auf die Ohren. Speziell während der brachialen und stets hämmernden Feuergefechte dreht der Sound so richtig auf und man fühlt sich schon fast, als würde man gerade selbst auf dem intergalaktischen Schlachtfeld stehen und um die Zukunft der gesamten Menschheit kämpfen.
Allen voran die Waffensounds wurden wirklich toll überarbeitet. Die ohnehin schon wuchtigen Schießeisen haben nun nochmal eine ganze Ecke mehr Power. Zumindest akustisch. Ein Fest für die Sinne, könnte man sagen, und auch für Hardcore-Halo-Fans eine erneute Runde wert.
Online-Multiplayer leider nur in abgespeckter Form enthalten
Der für mich mit Abstand größte Negativpunkt ist das Fehlen eines konkreten Online-Mehrspielermodus. Den hatte das Original aus dem Jahre 2001 zwar auch nicht, aber im Jahre 2026 könnte man so etwas von einem Remake dieser Art schon erwarten.
Lediglich ein Online-Koop-Modus, der wahlweise auch auf der heimischen Couch spielbar ist, ist vorhanden. Hier hat man dann quasi die Möglichkeit, die Kampagne mit einem Freund oder Bekannten zu erleben. Besser als nichts, möchte man meinen, aber dennoch weit hinter den eigentlichen Möglichkeiten. Da der Mehrspielermodus für jeden Halo-Teil quasi essenziell ist, muss dieser Umstand auf jeden Fall deutlich erwähnt werden.
Der Master Chief ist zurück und lässt es ordentlich krachen
Das Remake Halo: Campaign Evolved greift die Stärken des Originals aus dem Jahre 2001 gekonnt auf, verfeinert diese und liefert letztendlich ein fantastisches Shooter-Erlebnis auf Oberklasse-Niveau ab. Auch heute macht der erste Teil der Reihe noch enorm viel Spaß und dank der angepassten Levelstrukturen und diverser Quality-of-Life-Features ist der Titel auch heute noch gut spielbar.
Die optische Präsentation ist über jeden Zweifel erhaben und dank der Unreal Engine 5 erstrahlt der erste Halo-Ableger nun in neuem Glanz. Gerade die weitläufigen Areale sind es, die auch heute noch zu begeistern und zu gefallen wissen. Auch tontechnisch können der fantastische Soundtrack und die wuchtigen Effekte auch heute noch überzeugen.
Alles in allem ist Halo: Campaign Evolved der perfekte Einstieg in das Halo-Universum, aber auch erfahrene Halo-Veteranen sollten sich das Spiel erneut zu Gemüte führen. Wenn nicht jetzt, wann dann? Für mich eine klare Kaufempfehlung und ein wirklich wichtiger Titel für das Shooter-Genre, der es absolut wert ist, neu erlebt zu werden.
Story
Gameplay
Grafik
Sound
Sonstiges
Bildmaterial: Halo: Campaign Evolved, Xbox Game Studios, Halo Studios

Allein die Idee nen Typ mit Helm namens Master Chief als Protagonisten zu nehmen. Da werden JRPG Designer neidisch.
Danke für den Test. Ich hatte die Halo Reihe ja nicht vor allzu langer Zeit durchgespielt und fand sie zwar spaßig, aber ich fand sie bei weiten nicht so gut wie viele andere (besonders die Story). Hatte aber dennoch vor das hier im Couch Coop zu spielen. Leider habe ich erst kürzlich erfahren das dies gar nicht auf den Pc sondern nur auf Konsolen geht, weswegen ich wohl erstmal auf ein starken Sale warte.