| Titel | Forza Horizon 6 |
| 19. Mai 2026 (Early Access 15. Mai) | |
| Xbox Game Studios | |
| 19. Mai 2026 (Early Access 15. Mai) | |
| Xbox Game Studios | |
| 19. Mai 2026 (Early Access 15. Mai) | |
| Xbox Game Studios | |
| System | XBOX Series X/S, PC, Cloud |
| Getestet für | PC, Geforce Now |
| Entwickler | Playground Games |
| Genres | Rennspiel |
| Texte |
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| Vertonung |
Seit über einem Jahrzehnt begeistert die Festival-Rennspiel-Serie Forza Horizon Fans weltweit und erhält mit jedem neuen Eintrag Top-Wertungen. Nachdem es zu Beginn der aktuellen Konsolengeneration in Forza Horizon 5 quer durch Mexiko gegangen war, wurden wir hellhörig, als es hieß, Forza Horizon 6 solle Japan als „Horizon Festival“-Austragungsort haben. Ob ein ambitioniertes Rennspiel den Flair des vielfältigen Landes wirklich ausreichend einfangen kann?
Einen kleiner Dämpfer der Vorfreude gab es vorab, denn Microsoft kündigte an, die Landkarte im Spiel stark an die Anforderungen anzupassen – das heißt, die Karte wurde geschrumpft und nur die wichtigsten Orte verbleiben im Spiel. Am Ende ist diese Entscheidung vielleicht sogar eine Stärke des Titels.
Forza Horizon 6 orientiert sich zwar stark an Tokio, und beinhaltet auch alle wichtigen Stadtteile und Wahrzeichen, diese wurden aber bewusst angepasst und dichter zusammengeführt – so befindet sich der Tokio Tower direkt in der Nähe des Shibuya Scramble und ist weniger als 30 Sekunden von ihm erreichbar, was im echten Stadtbild so natürlich nicht möglich wäre.
Außerdem ist man auf diese Weise in wenigen Minuten bereits in den Bergen, um an den vielzählig Drift-Events teilnehmen zu können. Die Fahrzeuge verfügen übrigens über einen Autopiloten, womit ihr euch zu den nächsten Events fahren lassen und die virtuelle Landschaft genießen könnt. Von den Außenbezirken die Skyline von Tokio und im Hintergrund die weltbekannten Gebirge Japans zu sehen, ist zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter ein Hingucker.
Japanische Autokultur im Vordergrund
Wie Deutschland hat auch Japan eine starke Autokultur, welche in Forza Horizon 6 zum Ausdruck kommt. Über hundert Fahrzeuge bekannter Marken wie Toyota, Honda, Nissan, Misubishi, Mazda, Subaru, und Suzuki sind im Spiel vorhanden – insgesamt sind es über 550 Fahrzeuge. Leider fehlen bislang die dazugehörigen Motorradmarken – vielleicht eine Möglichkeit für zukünftigen DLC.
Ein echtes Highlight ist nicht nur die detailgetreu nachgebaute Innenstadt, sondern auch die authentischen Gameplay-Elemente wie die Drift-Herausforderungen, die regelmäßigen Autotreffen an legendären Orten wie dem Daikoku Parkplatz in Tokio sowie das Aftermarket-Car-System, das die ausgeprägte japanische Tuning-Szene mit echten japanischen Tuning-Marken zeigt. Nicht nur auf dem Berg Haruna und der bekannten Bandai Azuma Skyline gibt es Drift-Events – etwas, das Fans der „Initial D“-Serie bereits länger bekannt ist.
Das Spiel würdigt insbesondere die Vielfalt japanischer Fahrzeugtypen: von einzigartigen Kei-Cars wie dem Autozam AZ-1 und dem Honda Beat über JDM-Ikonen wie Nissan Skyline GT-R, Toyota Supra MK4 und Mazda RX-5 bis hin zu den Japan-spezifischen Antriebstechnologien.
Japanische Kultur über Fahrzeuge transportiert
Ein weiteres Highlight ist das Livery-System, mit dem SpielerInnen aus aller Welt ihre Fahrzeuge mit eigenen Motiven lackieren können. Das neue Japan-Thema brachte Fans bereits auf einige kreative Kreationen im farbenfrohen japanischen Stil, auch einige Elemente der japanischen Popkultur wie Hatsune Mikus Goodsmile Racing Team oder Hololive durch dessen kürzliche Kollaboration mit Asphalt Legends Unite sind immer wieder zu sehen.
Aber auch die japanische Servicekultur wird mit dem Lieferwagen „RakuRaku Express“ abgebildet. In den zeitkritischen Liefermissionen holt ihr die Lieferung in einer Seitengasse bei einem Restaurant ab und driftet präzise durch engen Gassen der Großstadt. Ein stilvolles Versenken des Lieferwagens in der Tokio Bay während der Sushilieferung ist übrigens nicht erwünscht. Gomen nasai!
Electric City, Electric Music
In Forza Horizon 6 ist Gacha City Radio ein eigenständiger Radiosender, der perfekt in das japanische Spielsetting integriert ist und die Atmosphäre des Stadtviertels Akihabara und dessen Anime- und Gaming-Kultur einfängt. Der auf japanisch moderierte Radiosender spielt J-pop, J-rock, City Pop sowie Anime- und Future-Core-Tracks.
Populäre Songs sind Bling-Bang-Bang-Born von Creepy Nuts (Mashle-Opening) und New Genesis von UTA aus One Piece Film – unsere Favortiten sind jedoch IDOL von YOASOBI (Oshi no Ko – Opening), Miku ft. Hatsune Miku von Anamanaguchi. Snail’s House (Kawaii Future Bass) mit dem Track „CatJammer“ und natürlich die Stücke von Babymetal.
Tagestouren führen durch das vielfältige Land
Ein weiteres Highlight abseits der Rennen sind die gemütlichen Tagestouren und Entdeckungstouren, die euch ohne Stress und mit einem geführten Guide die Hintergründe der besuchten Orte und auch der verwendeten Fahrzeuge erzählt.
Jede der im Spiel enthaltenen Regionen, die von der pulsierenden Metropole Tokio über die Küste mit weiten Stränden und den Highlands mit kurvigen Bergpässen wird so detailliert beleuchtet, oft mit kulturellen Hintergrundinformationen zu den Gebäuden und den genutzten Fahrzeugen. Jede Region besitzt ein eigenes Wahrzeichen und Maskottchen. Als Teil der Story führen sie euch auch an abgelegenere Orte und bringen euch das Phänomen der verlassenen Häuser auf dem Land, die sogenannten Akiya, näher.
Spielerisch gab es eher vorsichtige Erweiterungen und Verbesserungen, was allerdings nichts Negatives ist. Der Drohnenmodus ist präsenter und hilft beim Auffinden der verstecken Scheunen. Dazu kommt die häufig besser ausgearbeitete Landkarte mit den viel befahrenen und zum Teil engen Straßen der Großstadt Tokio als Highlight, einem verbesserten Progressionssystem, eine stärkere Atmosphäre durch verbesserte Präsentation und Raytracing-Beleuchtung im Spiel, die auch das wechselnde Wetter und die wechselnden Jahreszeiten überzeugender darstellt.
Auch am Sound wurde nochmals ordentlich Hand angelegt, zum Teil sind die Fahrzeuge rein durch ihre überzeugenden Motorengeräusche unterscheidbar. In Kombination führt es alles dazu, dass man gerne zurück ins Spiel kommt, um „nur noch eine Runde“ zu fahren – wir wissen alle, wie das ausgeht.
Ein gelungener Roadtrip in Japan
Vielleicht gerade, weil wir hier auf JPGAMES nicht unbedingt Rennspiel-Experten sind, überrascht uns Forza Horizon 6 auf viele besondere Arten. Über das Gameplay und den Rennspaß schreiben bereits viele andere Seiten, doch auch abseits der Renn-Events hat das neue AAA-Rennspiel der Xbox Game Studios einiges zu bieten.
Während des Tests kamen wir aus dem Staunen zum Teil nicht mehr heraus – Tokio ist in Forza Horizon 6 auffällig kompakt, aber die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes sind überzeugend dargestellt und erzeugen Fernweh durch die sehr gute Grafik mit Raytracing-Beleuchtung und Reflexionen.
Dazu gibt uns das Spiel während der Tagesausflüge Anekdoten und Hintergrundinformationen zum Land, dessen vielfältigen Autokultur, den UNESCO-Weltkulturerben und nicht zuletzt den popkulturellen Referenzen, welche sich besonders im Soundtrack, den Fahrzeuglackierungen und in den Maskottchen wiederfinden.
Story
Gameplay
Grafik
Sound
Sonstiges
Bildmaterial: Forza Horizon 6, Xbox Game Studios, Playground Games, Turn 10 Studios

Ja, nur für das Setting schaue ich vielleicht auch mal rein. Rennspiele können mich immer nicht lange begeistern, aber zum mal reinschnuppern ist der Game Pass da ja ganz nett.
Danke für den Test. Habe für das Spiel und Subnautica 2 EA (und Hades 2) mir extra für den Monat Game Pass geholt. Freue schon sehr drauf es zu spielen.
Ich kann den Gamepass-Nutzern noch empfehlen, den Gamepass mit dem GeForce Now Account zu verknüpfen und dort die gratis Testwoche mitzunehmen. Dort kann man die Grafik auf hoch und die Raytracing-Effekte auf Mittel setzen, was in manchen Situationen die Atmosphäre verbessert. Input Lag war bis auf Samstag Abend überraschend gut, aber das lag bei mir / an Vodafone.