| Titel | Life is Strange: Reunion |
| 27. März 2026 | |
| Square Enix | |
| 26. März 2026 | |
| Square Enix | |
| 26. März 2026 | |
| Square Enix | |
| System | PS5, Xbox Series, PC |
| Getestet für | PS5 |
| Entwickler | Deck Nine Games |
| Genres | Adventure |
| Texte |
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| Vertonung |
Vor kurzem erschien Life is Strange: Reunion und es wurde gehofft, dass man die Serie nach dem etwas schwachen Vorgänger wieder auf Spur bringt. Bei Life is Strange: Double Exposure gab es damals ja einiges an Kritik hinsichtlich der Charaktere, Technik und der Geschichte. Unser Review war da noch recht positiv gehalten, ihr könnt es hier nochmals nachlesen.
Nun stellt man sich natürlich einige Fragen: Ist das nun das große Finale von Max Caulfield? Können alle Fragen beantwortet werden? Wie passt Chloe in diese Geschichte wieder rein und macht das überhaupt noch Sinn? Schafft es der Entwickler einen runden Abschluss zu liefern? Ist es ein Abschluss?
Ein Leben als Manager

Das Leben als Manager einer Band, es ist nicht einfach. Heute Abend ist der Gig und die Gruppe ist noch nicht da. Der Veranstalter wird langsam nervös, er sollte lieber nervös wegen des Zustandes seiner Bar sein. Ein echtes Rattenloch. Doch Chloe schafft es ihn zu besänftigen.
Doch bevor ihr eure Gedanken sammeln könnt, passiert es wieder. Die Zeit um euch herum beginnt sich zu verlangsamen. Um euch wird es nebulös. Ehe ihr euch verseht, verliert ihr euer Gleichgewicht und stürzt rücklings durch die Realität. Ihr befindet euch wieder an demselben freakigen Ort wie schon die Male zuvor.
Eine schneebedeckte Landschaft, die ihr nicht kennt. Einzelne Objekte aus ihrer gewohnten Umgebung und ihrem Zweck entrissen, umringen euch wie in einer Traumwelt. Das ist es doch, ein Traum? Anders könnt ihr es euch nicht erklären. Mit jedem Traum wird es verrückter und plötzlich seid ihr wieder in der verranzten Spelunke. Aus einem Impuls der Unsicherheit beschließt ihr Max aufzusuchen. Vielleicht um Antworten zu finden, oder Halt in einer sich plötzlich auf euch herabstürzenden Realität.
Ein aufstrebender Stern
Max Caulfield, Star-Fotografin, Dozentin an der Caledon-Universität, hatte wiederum ein berauschendes Wochenende in New York. Mit Ausstellungen, Interviews und dem ganzen Drumherum eben. Nun freut sie sich auf die Rückkehr zu ihren Freunden wie Moses und ihren Studenten. Doch was so umwerfend begann, entwickelt sich in einen Albtraum sondergleichen.
Eine neue Katastrophe stürzt über euch herein und wieder springt ihr in der Zeit zurück um die Katastrophe abzuwenden, doch wird es auch dieses Mal einen Preis geben, den Max bereit ist zu zahlen? Kann sie die Fehler der Vergangenheit so kitten, dass es ein Happy End geben wird oder fällt alles vor ihren Augen zusammen und verbrennt zu Asche?
Das große Finale?

Wer weiß das schon, aber man bemüht sich sowohl Neulinge als auch Fans der Reihe mitzunehmen. Bevor es losgeht, könnt ihr euch für die wesentlichen Ausgänge der vorherigen Teile entscheiden. Welche dann Auswirkungen auf die Art und Weise der Geschichte haben.
Auch eine Zusammenfassung der Geschehnisse seit Arcadia Bay bis hin zu Reunion zeigt euch nochmal die wesentlichen Ereignisse der Geschichte. Alles um euch sattelfest zu machen, man scheint sich also irgendwo bewusst gewesen zu sein, dass die bisherige Struktur der Geschichte etwas konfus war.
Auch die Fortsetzung der Geschichte rund um Max, Chloe und Safi, deren Kräfte und Konsequenzen wirkt etwas durchdachter als noch in Reunion. Für Freunde von Double Exposure gibt es auch einige witzige Referenzen im neuesten Ableger. Reunion erzählt wieder eine sehr emotionale Geschichte mit warmen, herzlichen Momenten, aber auch viel Drama. Die Geschichte ist mehr als solide, wenn sie auch an manchen Punkten etwas aufgesetzt in der Charakterentwicklung einiger weniger Figuren wirkt.
Hätte ich doch nur anders gehandelt …
Wie auch schon in den vorherigen Teilen ist Reunion ein storygetriebener Titel gespickt mit Dialogoptionen, die sich auf die Geschichte auswirken können. Mehrere Handlungsstellen haben Auswirkungen auf das Ende. Gefühlt ist der Fokus wieder etwas stärker auf die Wichtigkeit eurer Entscheidungen gesetzt, was in Double Exposure von vielen kritisiert wurde. In Reunion wechselt ihr zwischen Max und ihrer besten Freundin Chloe, ihr interagiert mit Personen, spult mit Max‘ Fähigkeiten die Zeit zurück und löst dabei Rätsel. Keine schweren Rätsel, aber glaubwürdige.
Es ist schade, dass man Safi hier nicht als spielbaren Charakter mit eingearbeitet hat. Man merkt, dass der Fokus des Spiels auf Chloe und Max liegt. Es wäre vermutlich aber noch spannender geworden, wenn man auch Safis Fähigkeiten zur Gestaltwandlung hätte einsetzen können. Da kann man leider nur von verschenktem Potenzial reden. Sie ist zwar immer noch ein wichtiger Charakter, aber der Fokus liegt eben auf Max und Chloe. So bewegt ihr euch mit den beiden durch eine wundervolle Szenerie, gespickt mit interaktivem Drama und Herzlichkeit.
Warme Bilder mit hervorragender Soundkulisse

Was Life is Strange: Reunion auf jeden Fall kann, ist starke Bilder zu liefern. Die besonderen Momente erscheinen durch die Grundstimmung, die Szenen und Kameraeinstellungen immer besonders. Diese Momente gibt es nicht am laufenden Band, weswegen diese auch nach dem Spielen in Erinnerung bleiben. Die Charaktere und die Umgebungen sind schön modelliert und durch passende Lichteffekte in Szene gesetzt. Schon die erste Szene mit Max gibt euch dieses warme Gefühl eines perfekten Sonnenuntergangs.
Trotzdem gibt es auch bei Reunion von Zeit zu Zeit unschöne Clippingfehler, gerade mit Haaren, die in den Gesichtern verschwinden, oder seltsame Ausleuchtungen, die Max‘ und Chloes Haare neon schillern lassen. Trotz alledem schaffen die Entwickler mit diesem Ableger wieder ein einzigartiges Ambiente, was nicht zuletzt auch wieder dem stimmungsvollen Soundtrack geschuldet ist. Eine Stärke der gesamten Reihe. Schade fand ich nur, dass NPCs wieder zu der stillen Sorte gehören. NPC-Gespräche im Freien zu hören war in Double Exposure eigentlich ein nettes Feature, was die Szenerie gefühlt lebendiger gemacht hat. Über die deutsche Synchronisation kann man nicht meckern, man muss sie hingegen wieder einmal loben. Hier wurde sehr gute Arbeit geleistet.
Unterm Strich
Auch mit Reunion kann man nicht unbedingt etwas falsch machen. Einige der Ungereimtheiten aus Double Exposure werden aufgegriffen und in Reunion zu einem Abschluss gebracht. Die Geschichte fühlt sich nun deutlich runder an, als wenn man Double Exposure für sich sieht oder im gesamten Kanon.
Nicht alle Charaktere, die man im Vorgänger gesehen hat, bekommen auch einen neuen Auftritt oder eine Erwähnung in Reunion und manche Lösungen mögen nicht für alle passen. Auch sieht man kaum neue Charaktere. Man fokussiert sich stattdessen mehr auf die bestehenden Figuren und die Beziehung zwischen Max und Chloe.
Safi verliert dafür etwas an Strahlkraft und es ist schade, dass man sie in Reunion nicht auch als spielbaren Charakter verwenden kann. Das Potenzial für spannende Verflechtungen wäre durch Double Exposure vorhanden gewesen. Dennoch überzeugt auch Reunion durch seine Charaktere und die fortgeführte Geschichte.
Auch die Entscheidungen haben augenscheinlich wieder einen größeren Effekt auf die verschiedenen Ausgänge der Geschichte. Letztlich ist Reunion ein gelungener Titel mit einigen technischen Macken. Ob es ein Abschluss und ein Ende der Max-Saga ist, wer weiß das schon. Ich kann aber jedem Fan den Titel empfehlen, er ist ausgereifter als sein direkter Vorgänger.
Story
Gameplay
Grafik
Sound
Sonstiges
Bildmaterial: Life is Strange: Reunion, Square Enix, Deck Nine Games

Schön das Life is Strange: Reunion anscheinend gut geworden ist! Life is Strange: Double Exposure würde ich am Liebsten komplett ignorieren/ habe ich noch nicht gespielt, aber genug von gesehen, so dass ich mit den Verweisen/worauf Reunion jetzt aufbaut hoffentlich trotzdem genug verstehe, ohne Double Exposure nachzuholen. Reunion wird aber trotzdem nur ein Sale Titel für mich. Irgendwie hätte ich mir gewünscht, Max und Chloe ruhen zu lassen - Double Exposure und Reunion hätte es für mich als Fan des Erstling + Before the Storm nicht gebraucht.