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Im Test! Final Fantasy VII Remake für Switch 2 – ein Meilenstein, jetzt auch für unterwegs

Titel Final Fantasy VII Remake Intergrade
Japan 22. Januar 2026
Square Enix
Nordamerika 22. Januar 2026
Square Enix
Europa 22. Januar 2026
Square Enix
System PlayStation 4/5, Xbox Series, Nintendo Switch 2, PC
Getestet für Nintendo Switch 2
Entwickler Square Enix
Genres JRPG
Texte
Deutschland Nordamerika Japan
Vertonung Deutschland Nordamerika Japan

Im Jahre 2020 veröffentlichte der japanische Entwickler und Publisher Square Enix erstmals das Remake eines der wohl einflussreichsten JRPGs der Videospielgeschichte. Denn mit Final Fantasy VII Remake bekamen die Fans nach einer jahrelangen Odyssee des Wartens endlich die technisch modernisierte Neuauflage ihres Lieblingsrollenspiels serviert.

Was ursprünglich als PlayStation-3-Tech-Demo im Jahre 2005 umgesetzt und auf der Spielemesse „E3“ anschließend auch gezeigt wurde, wurde auf Wunsch vieler Fans hin viele Jahre später zu einem vollwertigen Remake für Sonys nächste Konsole, die PlayStation 4, in die Tat umgesetzt.

Dank den fantastischen Verkaufszahlen der Neuauflage fackelte man bei Square Enix nicht lange und legte mit dem Yuffie-DLC „INTERmission“ im Jahre 2021 sogar noch einen drauf. Dieser DLC erschien durch technische Veränderungen und die daraus resultierenden höheren Hardware-Ansprüche allerdings nur für die ebenfalls im Jahre 2021 erschienene PS5-Portierung des Remakes.

Diese PS5-Version trägt den Titel „Final Fantasy VII Remake Intergrade“ und enthält neben dem Hauptspiel selbst auch den Yuffie-DLC und andere technische Verbesserungen und Anpassungen an die Features der damals neuen Sony-Konsole PlayStation 5. Aber auch PC-Spieler kamen zu diesem Zeitpunkt bereits in den Genuss des Remakes. Denn dieses erschien zeitgleich mit der PS5-Portierung auch für Steam und im Epic Games Store.

Bereits zum ursprünglichen Release des Remakes im Jahre 2020 gab es erste Mutmaßungen über eine eventuelle zeitliche Exklusivität des Titels. Hierzu hielt man sich bei Square Enix jedoch lange bedeckt. Erst Ende des Jahres 2025 gab Square Enix dann endlich das Erscheinungsdatum der Switch-2- und der Xbox-Version des Remakes bekannt. Bereits am 22. Januar dieses Jahres wird es nun so weit sein und dann dürfen endlich auch Nintendo- und Xbox-Fans in den Genuss des fantastischen Rollenspiels kommen.

Ob das Remake von Final Fantasy VII auch heute noch begeistern kann und ob es seinem extrem hohen Ruf als eines der wohl einflussreichsten und bedeutendsten Rollenspiele der Gaming-Welt nun auch auf Nintendos neuem Handheld, der Switch 2, gerecht werden kann, erfahrt ihr wie immer in unserem ausführlichen Test.

Ein alles entscheidender Kampf um die Zukunft des Planeten

Final Fantasy VII Remake ist bekanntermaßen der erste von drei Teilen der Remake-Trilogie. In diesem ersten Part geht es primär um den Ex-Soldier Cloud Strife, der sich der Umweltaktivisten-Gruppierung „Avalanche“ anschließt um den Planeten vor der völligen Zerstörung zu bewahren. Denn der mächtige und allumfassende Shinra-Konzern, der den Planeten für eigene Zwecke und sozusagen als Energiequelle geradezu aussaugt und missbraucht, ist die größte Bedrohung für die Welt und deren Bewohner. Diese Bedrohung gilt es auszuschalten, koste es, was es wolle.

Nach und nach entfaltet sich aber zudem eine tragische Geschichte, die sich speziell um die Vergangenheit des ehemaligen Soldaten Cloud Strife dreht. Im Groben hält sich das Remake also an die Handlung des Originals aus dem Jahre 1997. Verändert hier und da aber auch mal das ein oder andere wichtige Kernelement der Story und dichtet hier und da auch mal eine Kleinigkeit hinzu. Hardcore-Fans des Originals wird das sicher ab und zu mal sauer aufstoßen, ich für meinen Teil hatte und habe aber immer noch extrem viel Spaß mit der neuen Umsetzung und den neuen Story-Ansätzen, die das Remake zu bieten hat.

Neues Kampfsystem und deutlich mehr Action im Remake

Das wohl bedeutendste neue Element des Remakes dürfte zweifelsohne das neue, deutlich actionorientiertere Kampfsystem sein. Wo das Original von 1997 noch auf ein für japanische Rollenspiele typisches rundenbasiertes Kampfsystem setzte, setzt das Remake nun auf ein actionorientiertes und direktes Kampfsystem. Man greift die Gegner also direkt an und beharkt diese regelrecht mit unterschiedlichen Tastenkombinationen.

Auch das Blocken und das Ausweichen funktionieren direkt und ohne separate Kommandos. Auf Wunsch kann man außerdem zwischen den verschiedenen Charakteren der aktuellen Party hin- und herwechseln. So fühlen sich die Kämpfe deutlich direkter an und man hat das Gefühl etwas mehr Kontrolle über das Kampfgeschehen zu haben.

Das klassische rundenbasierte Kampfsystem hat natürlich ebenso seine Vorzüge, wirkt aber heutzutage doch recht angestaubt und nicht mehr zeitgemäß. Aber das ist wie so vieles eben auch immer Geschmackssache. Ich für meinen Teil bin jedenfalls froh, dass man sich bei Square Enix für dieses neue Kampfsystem entschieden hat.

Charme des Originals wird wunderbar transportiert

Durch die Möglichkeiten der aktuellen Technik im Gaming-Segment ist es nun natürlich auch möglich die heutzutage schon recht unscharf und extrem pixelig wirkenden Areale des Originals in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Die altbekannten Areale wirken nun regelrecht gigantisch und hinterlassen richtig Eindruck, speziell wenn man eben das mittlerweile schon recht in die Jahre gekommene Original kennt.

»Ein Stück Gaming-Nostalgie zum neu Erleben, könnte man sagen, und für viele Spieler sicher mehr als nur ein Rollenspiel.«

Natürlich liegen viele Jahre zwischen dem Remake und dem Original von 1997, dennoch ist es absolut nicht einfach diese oft so ikonischen Areale und Szenen des Originals in die Moderne zu transportieren, ohne dass diese den von vielen Fans so geliebten Charme verlieren. Doch Square Enix ist das zweifelsohne gelungen. Nicht selten schwelgt man beim Betrachten der Locations regelrecht in Erinnerungen an die Kindheit oder eben die frühen Tage, als 3D-Gaming noch in den Kinderschuhen steckte. Ein Stück Gaming-Nostalgie zum neu Erleben, könnte man sagen, und für viele Spieler sicher mehr als nur ein Rollenspiel. Es war der Anfang einer Liebe für ein Genre, das speziell im westlichen Raum noch in den absoluten Startlöchern stand und zur damaligen Zeit kaum Beachtung bekam.

Auch optisch eine fantastische Neuauflage

Remakes werden generell gerne nur auf die bessere und modernisierte Optik reduziert. Beim Remake von Final Fantasy VII ist dies allerdings nur die Krönung einer ohnehin schon toll inszenierten und perfekt umgesetzten Neuauflage.

Entstanden ist das Remake auf Basis der Unreal Engine 4, die auch heute noch zu gefallen weiß. Mit scharfen Texturen, fantastischen Charaktermodellen und stets beeindruckenden Partikel- und Beleuchtungseffekten macht das Remake auch heute noch eine extrem gute Figur. Obendrein läuft das Ganze auch noch stets flüssig mit 60 Frames über den heimischen Bildschirm. Was will man mehr von einem Remake dieser Güteklasse?

Speziell die nun von uns getestete Switch-2-Version ist hier wirklich ein absolutes Brett in Sachen technische Umsetzung. Denn wer hätte noch vor ein paar Jahren gedacht so ein grafisches Brett von Spiel auf so einem relativ kleinen Handheld spielen zu können ohne größere grafische Einbußen hinnehmen zu müssen? Einzig und allein mit der Darstellung von Clouds Haarpracht scheint die Nintendo-Konsole aktuell noch ein Problem zu haben. Diese verpixeln aus irgendeinem Grund hin und wieder. Dieses Problem könnte aber noch per zukünftigem Update behoben werden und mindert den Spielspaß in keinster Weise.

Im Docked-Modus der Switch 2 läuft der Titel mit 1080p und stets stabilen 30 FPS. Das klingt im ersten Moment zwar nicht nach viel verglichen mit der PS5-Portierung, genügt im Falle des Remakes von Final Fantasy VII aber vollstens, da sich die 30 FPS in diesem Fall keineswegs störend anfühlen. Im Handheld-Modus läuft das Spiel dann mit einer 720p-Auflösung. Die Auflösung wird dann per DLSS-Variante auf 1080p hochgerechnet.

Perfekt modernisierter Soundtrack trifft auf eindrucksvolle Effekte, die es in sich haben

Aber auch der fantastische Soundtrack mit seinen vielen tollen Tracks liegt vielen Spielern immer noch eingängig in den Ohren. Diese wurden liebevoll remastert und klingen nun deutlich knackiger und moderner. Ohrwurm-Garantie, die ihresgleichen sucht. Auch die durchschlagenden Soundeffekte leisten sich keine Patzer und runden das ohnehin schon einwandfreie tontechnische Gesamtbild weiter ab.

Yuffies Vorgeschichte ist ebenfalls mit an Bord

Auch der fantastische Yuffie-DLC, der ursprünglich der PS5- und PC-Portierung blieb, ist hier mit von der Partie. Hier übernehmen wir die Rolle der äußerst wendigen und taffen Shinobi Yuffie und erleben die Vorgeschichte dieses Charakters, bevor Yuffie Teil der Gruppierung Avalanche wurde.

Die Spielzeit des Yuffie-Abenteuers beträgt ca. vier bis sechs Stunden und erweitert die Hintergrundgeschichte gekonnt. Ich hatte zum damaligen Release nicht viel vom DLC erwartet, wurde dann aber doch äußerst positiv überrascht.

Ein Meilenstein jetzt auch für unterwegs

Auch heute ist das Remake von Final Fantasy VII immer noch ein absolutes Must-Play. Die tolle und extrem spannende Story rund um den Ex-Soldier Cloud und die Umweltaktivisten-Gruppierung Avalanche macht auch heute noch extrem viel Spaß und mit der modernisierten technischen Umsetzung auf Basis der Unreal Engine 4 ist der Titel auch optisch in der Moderne angekommen.

Das neue, nun deutlich actionorientiertere Kampfsystem spielt sich wunderbar direkt und man hat so stets das Gefühl mitten im hitzigen Geschehen zu sein. Sicherlich kann man sich als Hardcore-Fan des Originals an dieser Änderung stören, dennoch muss man sich auch eingestehen, dass das rundenbasierte Kampfsystem des Originals viele Spieler heutzutage einfach nicht mehr so anspricht, wie das noch in den 90er-Jahren der Fall war.

Neben dem Hauptspiel ist natürlich auch der extrem spaßige Yuffie-DLC enthalten, der ursprünglich aufgrund höherer Hardware-Ansprüche der PS5- und PC-Portierung vorenthalten blieb.

Auch auf Nintendos neuer Handheld-Konsole Switch 2 macht der Titel also eine fantastische Figur und sollte auf jeden Fall gespielt werden, sollte man auch nur im Entferntesten etwas für gute Storys, toll geschriebene Charaktere und eine faszinierende Spielwelt übrighaben. Ein Must-Play dieser Gaming-Generation und für viele Fans nach wie vor ein absoluter Meilenstein im Genre und der Gaming-Welt überhaupt.

 

Story

Der Shinra-Konzern beutet den Planeten und dessen Ressourcen aus und droht damit die gesamte Welt zu vernichten. Der Ex-Soldier Cloud Strife macht sich zusammen mit der Aktivisten-Gruppierung Avalanche auf diesem Treiben ein Ende zu bereiten. Aber die dunkle Vergangenheit Clouds droht ihn einzuholen.

Gameplay

Neues actionbasiertes Kampfsystem lässt uns tief in die wuchtigen und beeindruckenden Kämpfe abtauchen. Ein richtiges Action-Brett, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Grafik

Optisch in der Moderne angekommen und glänzt mit tollen Texturen, Modellen und Effekten. Ein regelrechtes Fest für die optischen Sinne.

Sound

Auch auf die Ohren gibt es hier einiges. Neben dem fantastischen Soundtrack können auch die Effekte überzeugen und liefern somit ein absolut rundes Gesamtbild ab.

Sonstiges

Im Docked-Modus läuft der Titel auf 1080p mit konstanten 30 FPS. Der Handheld-Modus drosselt auf 720p mit DLSS-Upscaling auf 1080p.

Bildmaterial: Final Fantasy VII Remake, © 1997, 2020 SQUARE ENIX CO., LTD. All Rights Reserved. CHARACTER DESIGN: TETSUYA NOMURA / ROBERTO FERRARI. LOGO ILLUSTRATION: ©1997 YOSHITAKA AMANO

1 Kommentar

  1. Schön das es auch auf der Switch 2 so gut läuft. Außerdem freut es mich auch dass das Spiel weiterhin so gute Wertungen abräumt. Für mich sind beide Remake Teile einfach Meisterwerke und ich freue mich das jetzt noch mehr Spieler diese genießen können. Hoffentlich sehen wir bald was zu Teil 3.

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