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KI-Einsatz in Heartopia sorgt für miese Stimmung – Statement der Macher beruhigt nur bedingt

Heartopia ist einer der ersten Überraschungshits des Jahres 2026. Das Cozy-Game erschien am 8. Januar für PCs (TapTap) und Mobilgeräte und klettert seitdem in den Charts – auf Android steht das Spiel bei über einer Million Downloads, Gamalytic schätzt das Spiel auf eine halbe Million Downloads alleine auf Steam, wo das Spiel etwas verspätet ebenfalls zugänglich geworden ist.

Das Gameplay entspricht dem, was man von einem Cozy-Game erwartet: Hobbys ausüben, die Wohnung und das Umfeld dekorieren, Wohnungen und seinen eigenen Charakter anpassen. Besonders gut anzukommen scheinen die Multiplayer-Elemente, die viele SpielerInnen gemeinsam mit ihren Freunden nutzen.

Ja, das ist KI-Kunst

Jedoch sind die Bewertungen auf Steam aktuell ziemlich gemischt – und das liegt nicht an der aggressiven Monetarisierung des F2P-Titels, sondern daran, dass Heartopia den Einsatz von KI-Inhalten nicht klar deklariert hat. Bei manchen Grafiken wurden sehr offensichtlich KI-generierte Bilder verwendet, sodass man sich am Ende entschied, den KI-Einsatz klarer zu kommunizieren.

„Diese Ankündigung soll eine klare Offenlegung der KI-unterstützten Inhaltserstellung in Heartopia bieten. KI wird im Puzzle-Gameplay verwendet, um im Spiel aufgenommene Bilder neu zu interpretieren und zu überarbeiten. Außerdem kommt sie im Ingame-Chat zum Einsatz, um Spielern die Kommunikation in verschiedenen Sprachen zu erleichtern“, heißt es in der Mitteilung der Macher, aus der The Gamer zitiert.

Monetarisierung außen vor

„Monetarisierte Inhalte in Heartopia enthalten keine KI-generierten Materialien. Sollte in Zukunft KI-unterstützter Content ins Spiel integriert werden, wird dies im Voraus angekündigt. Marketingmaterial außerhalb des Spiels, auch solches, das von Drittanbietern erstellt wurde, fällt nicht unter diesen Hinweis. Vielen Dank für eure fortlaufende Unterstützung und euer Feedback, während wir Heartopia gemeinsam weiterentwickeln.“

Nicht nur die Steam-Reviews bekommen zunehmend negatives Feedback, auch auf dem Discord-Channel des Spiels ist die KI-Kunst ein heiß diskutiertes Thema. Moderatoren drohten sogar mit Timeouts für Nutzer, die über das Thema sprachen.

Der Erfolg gibt XD und TapTap jedoch recht. Wie man am PR-Statement sieht, möchte man auch in Zukunft nicht auf derartige Inhalte verzichten und sie stattdessen weiter nutzen – eine seltene, aber klare Ansage für ein fertig entwickeltes Spiel. Den aktuellen Zahlen schadet das nicht. Erst wenige Minuten vor Veröffentlichung dieses Artikels erreichte Heartopia seinen CCU-Peak bei Steam mit 41.999 gleichzeitigen SpielerInnen.

via The Gamer, Gamalytic, Bildmaterial: Heartopia, XD Games

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