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Weder Sony noch Sega: Der „ewige Rivale“ vom Mario-Schöpfer ist eine Überraschung

Shigeru Miyamoto gehört zweifellos zu den einflussreichsten EntwicklerInnen der Videospielgeschichte. Einen großen Konkurrenzkampf mit anderen Größen der Branche scheint der Nintendo-Veteran allerdings nie verspürt zu haben. Sein vielleicht größter Rivale stammt stattdessen aus einer ganz anderen Ecke.

Es ist der Zauberwürfel – besser bekannt als Rubik’s Cube. Das geht aus einem Interview aus dem Jahr 1996 mit dem inzwischen verstorbenen Entwickler Kenji Eno hervor, das von Shmuplations übersetzt und GamesRadar ausgebuddelt wurde.

Miyamoto erklärte darin, dass sein ursprünglicher Hintergrund im Industriedesign seine Sicht auf die Entwicklung von Videospielen stark beeinflusst habe. „Da ich ursprünglich aus dem Bereich Industriedesign komme, betrachte ich den Zauberwürfel als meinen ewigen Rivalen.“

Für Miyamoto ging es demnach weniger darum, bestehende Genres immer weiter zu perfektionieren. Besonders wichtig seien ihm Produkte gewesen, die selbst Menschen überraschen können, die normalerweise wenig mit Videospielen anfangen.

Nicht nur für Hardcore-Fans entwickeln

„Produkte zu entwickeln, die Nicht-Gamer überraschen – das ist unsere große Herausforderung“, so Miyamoto im Interview. Eine Haltung, die rückblickend ziemlich gut zu Nintendo passt.

Schon damals wollte Miyamoto nicht ausschließlich Spiele für eine bestehende Hardcore-Zielgruppe entwickeln, sondern mit neuen Ideen immer wieder weitere Menschen erreichen. Gleichzeitig nahm er mit Humor zur Kenntnis, dass Nintendo trotz dieses Anspruchs zahlreiche Fortsetzungen seiner etablierten Marken entwickelte.

Interessant ist auch, dass Miyamoto bereits 1996 davon sprach, Reihen wie Mario und Zelda langfristig an jüngere EntwicklerInnen übergeben zu wollen. Genau das geschah später: Eiji Aonuma übernahm zunehmend Verantwortung für The Legend of Zelda, während etwa Yoshiaki Koizumi bei verschiedenen Mario-Projekten wichtige Rollen einnahm. Miyamoto selbst konnte sich dadurch verstärkt anderen Ideen widmen.

Auch mit Blick auf den damaligen Nintendo 64 betonte Miyamoto, dass Nintendo nicht einfach nur Hardcore-Fans bedienen wolle. Neue KundInnen zu erreichen, sei vielmehr bei jedem Projekt erneut ein Ziel gewesen.

Dass Miyamoto ausgerechnet den Rubik’s Cube als seinen „ewigen Rivalen“ bezeichnete, passt damit erstaunlich gut zu seiner Philosophie: Entscheidend war für ihn offenbar weniger, andere EntwicklerInnen zu übertreffen, sondern eine Idee zu erschaffen, die einfach verständlich ist, Menschen neugierig macht und über Jahre hinweg faszinieren kann.

Aber wie seht ihr das? Ein würdiger Rivale für Miyamoto oder passt das eher nicht zu ihm?

via GamesRadar, Bildmaterial: Super Mario 3D World + Bowser’s Fury, Nintendo

1 Kommentar

  1. Naja, schon ein bisschen albern, aber irgendwie auch wahr. 😄 Und ja, die Zielgruppe sind bei Nintendo halt auch einfach Familien. Die Eltern, die vielleicht selbst gar nichts mit Gaming am Hut haben, das Ganze aber finanzieren müssen, müssen eben auch mit ins Boot geholt werden.

    Also, so unrecht hat er damit nicht. Die Eltern, die das Gaming am Ende mitfinanzieren, muss man schließlich auch irgendwie dafür begeistern. XD

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