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Wieso Fans über die neuen Preise für „Switch 2“-Spiele in den USA so heftig diskutieren

Nintendo of America hat eine Änderung der Preisstruktur für digitale und physische Spiele bekannt gegeben, die exklusiv für Nintendo Switch 2 erscheinen. Die Neuerung soll mit Yoshi and the Mysterious Book in Kraft treten.

Demnach werden „neue, von Nintendo veröffentlichte digitale Titel, die exklusiv für Nintendo Switch 2 erscheinen, eine UVP haben, die sich von jener der physischen Versionen unterscheidet.“ Auf den ersten Blick ist das für amerikanische Konsumenten prima.

„Diese Änderung spiegelt […] die unterschiedlichen Kosten wider, die mit der Produktion und dem Vertrieb der jeweiligen Formate verbunden sind“, so Nintendo. Fair, oder? Zahlenmäßig konkret wird es dann auch mit dem neuen Yoshi-Abenteuer, das im US-eShop jetzt digital für 59,99 US-Dollar und physisch 69,99 US-Dollar vorbestellbar ist.

Also alles in Butter?

Klar, auf den ersten Blick ist alles in Butter. Mario Tennis Fever, Donkey Kong Bananza und Kirby Air Riders kosten nämlich sowohl digital als auch physisch in den USA 69,99 US-Dollar. Dennoch wird die Neuerung in den sozialen Medien heiß diskutiert. Viele vermuten, dass Nintendo hier nicht digitale Spiele günstiger macht, sondern physische teurer.

Die Ankündigung an sich vermeidet nämlich die konkrete Bezifferung der Preise. Zweifler vermuten, das nächste „Switch 2“-Spiel könnte dann digital 69,99 US-Dollar kosten und physisch 79,99 US-Dollar – und immer noch wäre Nintendos „Günstiger“-Versprechen gehalten.

Und das passt auch Strategie der „variablen Preisgestaltung“ für die Spiele, die Doug Bowser schon vor dem „Switch 2“-Launch auf den Weg gebracht hatte und die in den USA mit Mario Kart World für 79,99 US-Dollar (physisch und digital) vorläufig gipfelte.

Preiserhöhung durch die Hintertür?

„Wir werden uns jedes Spiel ansehen, uns die Entwicklung, die in das Spiel geflossen ist, genau ansehen, die Breite und Tiefe des Gameplays, wenn Sie so wollen, die Langlebigkeit im Laufe der Zeit und die Wiederholbarkeit von Spielerlebnissen“, so der ehemalige Nintendo-Präsident damals.

„Nintendo versucht, dies so darzustellen, als würden digitale Spiele günstiger werden, doch in Wirklichkeit passen sie ihre bisher nicht bekannt gegebenen Preise wahrscheinlich nach oben an, um sie an ihre neue variable Preisstrategie anzupassen. Meiner Meinung nach wird dies letztendlich für Fans physischer Medien wohl eine Preiserhöhung bedeuten“, bringt Content-Creator Genki die Befürchtungen auf den Punkt.

Gegenüber IGN gibt ein Nintendo-Vertreter deshalb ein weiteres Statement ab: „Die Preise für physische Spiele steigen nicht. Das bedeutet, dass Nintendo, wenn es digitale Versionen von selbst veröffentlichten Spielen, die exklusiv für die Nintendo Switch 2 erhältlich sind, an Verbraucher in den USA verkauft, für diese eine unverbindliche Preisempfehlung festlegt, die unter der ihrer physischen Pendants liegt.“

Auch dieses Statement wäre für „Switch 2“-Spiele zu 79,99 US-Dollar und 69,99 US-Dollar nicht falsch, schließlich gab und gibt es bereits „Switch 2“-Spiele, die 79,99 US-Dollar kosten. Mario Kart World eben. Nintendo verweist darauf, dass der Handel darüber hinaus seine Preise selbst festlegen kann. Konkret werden wir erst mehr wissen, wenn Nintendo die nächsten „Switch 2“-Spiele beziffert.

In Europa schon Realität

Europäische Nintendo-Fans reiben sich derweil verwundert die Augen: Schon Mario Kart World ging hier mit dem Preisunterschied an den Start und kostet physisch 89,99 Euro und digital 79,99 Euro. Auch auf die anderen Spiele wie Donkey Kong Bananza (69,99 Euro – 79,99 Euro) sowie das neue Yoshi-Spiel (59,99 Euro – 69,99 Euro) trifft das zu. Nintendo of America und Nintendo Europe agieren in vielen Themen autark.

via Nintendo, Gematsu, Bildmaterial: Nintendo, Illumination Entertainment

2 Kommentare

  1. Ja, wollte gerade schreiben, ist für uns hier ja nix Neues, aber dann stands auch unten im Artikel 😅

    Ich gehe davon aus, dass man der nächsten Generation Ehe die physischen Spiele angewöhnen will, denn da soll ja die Reise mal hingehen.

  2. Ja, wollte gerade schreiben, ist für uns hier ja nix Neues, aber dann stands auch unten im Artikel 😅

    Ich gehe davon aus, dass man der nächsten Generation Ehe die physischen Spiele angewöhnen will, denn da soll ja die Reise mal hingehen.


    Das wäre Nintendo natürlich recht, da sie dann die Preishoheit über sämtliche Spiele hätten und die enormen Sales des Einzelhandels einfach abwürgen könnten... So sehr ich die Game Key-Cards auch hasse: Bevor es dazu kommt, wären mir die Key-Cards lieber als ein rein digitaler Markt.

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