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Im Test! Der neue Bellabel-Park von Super Mario Bros. Wonder ist ein zweischneidiges Schwert

Titel Super Mario Bros. Wonder – Nintendo Switch 2 Edition + Gemeinsam im Bellabel-Park
Japan 26. März 2026
Nintendo
Nordamerika 26. März 2026
Nintendo
Europa 26. März 2026
Nintendo
System Nintendo Switch 2
Getestet für Nintendo Switch 2
Entwickler Nintendo
Genres Jump ’n‘ Run
Texte Deutschland Nordamerika Japan
Vertonung Deutschland Nordamerika Japan

Als Nintendo im Oktober 2023 das erste brandneue 2D-Abenteuer des hauseigenen Super-Klempners nach rund 10 Jahren veröffentlicht, hagelt es Bestnoten von der Presse. Auch wir empfinden Super Mario Bros. Wonder seinerzeit als „Spielspaß- und Ideen-Feuerwerk“ – und verleihen den goldenen Herausragend-Award.

Gute zweieinhalb Jahre später wird die großartige Hüpferei nun mit einer Frischzellenkur für Switch 2 bedacht. Die schraubt nicht nur an der ohnehin gelungenen Technik, sondern ergänzt das Abenteuer um neue Inhalte. Der Ausflug in den Bellabel-Park lässt sich allerdings etwas kosten: Für das Upgrade bittet Nintendo Besitzer des Hauptspiels mit durchaus ansehnlichen 19,99 Euro zur Kasse. Wer mit Switch 2 erstmals in „Wonder“ einsteigt, darf gar stolze 79,99 Euro locker machen. Lohnt sich das?

Über jeden Zweifel erhaben

Am Grundspiel hat sich mit der Switch-2-Fassung nichts verändert. „Wonder“ bleibt auch zweieinhalb Jahre nach seiner ursprünglichen Veröffentlichung spielerisch über jeden Zweifel erhaben. Markiert die Neuauflage euren Erstkontakt mit dem Spiel, sei euch ein Blick in unseren ausführlichen Test des Originals ans Herz gelegt. Trotzdem wollen wir im Folgenden einen kurzen Überblick darüber geben, was euch in „Wonder“ erwartet. 

Für ihr jüngstes Abenteuer verschlägt es Mario, Luigi und Co. nicht wie gewohnt auf die mittlerweile abgetrampelten Pfade des Pilzkönigreichs. Stattdessen folgt die bunte Truppe einer Einladung von Prinz Florian ins benachbarte Blumenkönigreich. Es kommt wie es kommen muss: Serienschurke Bowser crasht die Party und reißt sich das Schloss des Prinzen unter den Nagel.

Wir begeben uns also auf eine Reise durch das farbenfrohe Königreich, um der lästigen Chefkröte einmal mehr das Handwerk zu legen. Dazu arbeiten wir uns wie gewohnt durch verspielte, wenngleich selten fordernde Jump’n-Run-Level, die gerade dank der neuen „Wunderblumen“ herrlich kreativ ausfallen.

Einmal einverleibt, verzaubern diese unsere Umgebung auf … wundersame Weise. Mal verselbständigt sich die Level-Architektur, mal beeinflussen wir sie auf eigene Faust. Mal spielen uns Kamera und Beleuchtung einen Streich, mal schlüpfen wir in ungeahnte Rollen. Bis zum Ende präsentiert sich „Wonder“ als charmant-kreative Spielspaß-Quelle, die nie Gefahr läuft, zu versiegen.

Und vor diesem Hintergrund lässt sich auch schon ein Zwischenfazit ziehen: Solltet ihr „Wonder“ bis dato noch nicht gespielt haben und bringt ihr eine Vorliebe für den heldenhaften Klempner oder durchdachte Plattformer im Allgemeinen mit, sei euch der Kauf der Switch-2-Fassung wärmstens ans Herz gelegt

Großer Spaß für Multiplayer-Fans

Aber wie steht es um die Rückkehrer unter euch? Klar, es spricht nichts dagegen, Marios blumiges Abenteuer einfach ein zweites Mal zu erleben. Im TV-Modus profitiert die Neuauflage von einer messerscharfen 4K-Auflösung; eine bombenfeste Bildrate und verkürzte Ladezeiten runden die technische Präsentation vorbildlich ab.

Allerdings machte „Wonder“ schon auf der Switch eine tolle Figur. Für das Hauptspiel allein lohnt sich der erneute Griff in den Geldbeutel kaum – da tuts auch das Original. Rechtfertigt der Bellabel-Park mit seinen neuen Inhalten also den Upgrade-Kauf? Die diplomatische Antwort: Es kommt ganz darauf an. Und zwar darauf, wie ihr zum Thema „Multiplayer“ steht

Die Attraktionenwelt des Bellabel-Park steht ganz im Zeichen des gemeinsamen Spaßes. Wir toben uns lokal und online mit mindestens zwei (und bis zu 12 Spielern) in zahlreichen Disziplinen aus – insgesamt winken über 15 Minispiele. So sammeln wir etwa wild um die Wette Münzen, verharren aber auf der Stelle, sobald König Buh-Huh erwacht.

Erwischt er uns in der Bewegung, reißt er nämlich unsere erkämpften Taler an sich. Im Rahmen der Phanto-Fangjagd verschmelzen wir so gut es geht mit der Umgebung, um uns möglichst lang vor unseren Kontrahenten zu verstecken. Und in der Rolle des Nimmersatt Yoshi futtern wir unter Zeitdruck so viel wie in unsere Bäuche passt.

Auch für Leute, die lieber mit- statt gegeneinander spielen, hält die Attraktionenwelt viele Minispiele bereit. Beim Bob-omb-Bibbersprint ist der Name Programm: Ein Spieler ebnet in Echtzeit den wackligen Pfad, den der Partner beschreitet – nur mit guter Abstimmung schafft man es ins Ziel. In den Rollen von Kapitän Toad und Piepmatz Picki teilen sich Spieler derweil die Steuerung – einer läuft, der andere hüpft. Die Minispiele sind allesamt kurzweilig und charmant präsentiert und bieten eine tolle Grundlage für spaßige Spielabende mit Familie oder Freunden.

Kurzer Spaß für Solo-Hüpfer

Aber was ist mit den Solo-Hüpfern unter euch? Die werden auch bedient, wenngleich weniger prominent als Mehrspieler-Enthusiasten. Auf der Zeltwiese vor dem Bellabel-Park versuchen wir uns etwa an den spielerischen Herausforderungen des Toad-Trupps und steigen so munter im Quasi-Pfadfinder-Rang auf. Darüber hinaus werden unsere Mühen mit Bellabel-Wasser belohnt, mit dem wir das Grün der Umgebung wieder zum Strahlen bringen. Alternativ investieren wir in Dekorationen und Blumensamen, um die Zeltwiese nach unseren Wünschen zu verschönern. Das ist alles zweifellos süß umgesetzt und bereitet durchaus Spaß, geht in Sachen Komplexität aber kaum über einen netten Zeitvertreib hinaus.

Spannender gestaltet sich da schon die Rückkehr der Koopalinge. Die garstige Geschwisterbande hat die Bellabel-Blumen an sich gerissen – wir greifen dem Toad-Trupp bei ihrer Wiederbeschaffung unter die Arme. Die Koopalinge verschanzen sich jeweils in den verschiedenen Regionen des Blumenkönigreichs und wollen auf der Karte ausfindig gemacht werden, ehe sie uns im Zuge eines Duell-Levels konfrontieren.

Mit ihrer abermals kreativen Präsentation sind diese Keilereien ein gelungener, aber auch äußerst kurzer Spaß. Steigt ihr nachträglich in euren alten Spielstand ein, sind die sieben Kröten unter einer Stunde erledigt. Ist es hingegen euer erstes Mal mit „Wonder“ lockern die Duelle das Abenteuer in regelmäßigen Abständen gelungen auf. 

Weitere willkommene Neuerungen: „Wonder“ war zwar bereits im Original nicht besonders fordernd, der neue Hilfe-Modus garantiert nun aber, dass auch die Kleinsten in eurem Kreis gemeinsam mit euch abenteuern können. Der neue Modus bewahrt Nachwuchs-Spieler vor sämtlichem Schaden; auch Abgründe beherbergen nicht länger die Gefahr eines „Game Over“. Mit Rosalina gesellt sich zudem ein weiterer Charakter zur Heldenriege. Mit dabei ist folgerichtig auch Luna, die von Videospiel-Neulingen per Maus-Steuerung navigiert wird, um mühelos Gegner zu besiegen und Münzen zu sammeln. 

Für alle Neulinge und manch einen Rückkehrer

Super Mario Bros. Wonder ist auch 2026 noch ein vorbildlicher Hüpfspaß für die gesamte Familie. Und das ist auch der richtige Stichpunkt in Bezug auf die Switch-2-Fassung: Die Bellabel-Erweiterung steht ganz im Zeichen der gemeinsamen Spielerfahrung – hier werden vor allem Spieler glücklich, die gerne mit Familie und Freunden abenteuern.

Rückkehrer mit Solo-Vorliebe müssen hingegen mit sich ausmachen, ob die überschaubaren, aber netten Einzelspieler-Elemente ihnen die 19,99 Euro wert sind. „Wonder“-Neulinge greifen mit Vergnügen zu. Selbst ohne Herz für Multiplayer-Inhalte erwartet euch ein hervorragendes Plattformer-Erlebnis, das vor Spielspaß und Kreativität nur so sprudelt.

 

Bildmaterial: Super Mario Bros. Wonder – Nintendo Switch 2 Edition + Gemeinsam im Bellabel-Park, Nintendo

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