| Titel | Paranormasight: The Mermaid’s Curse |
| 19. Februar 2026 | |
| Square Enix | |
| 19. Februar 2026 | |
| Square Enix | |
| 19. Februar 2026 | |
| Square Enix | |
| System | Switch, Mobile, PC |
| Getestet für | Nintendo Switch 2 |
| Entwickler | Xeen |
| Genres | Visual Novel |
| Texte |
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| Vertonung | – |
Im März 2023 veröffentlichte Square Enix mit Paranormasight: The Seven Mysteries of Honjo fast schon still und heimlich eine Videospielperle, die von uns sogar mit einer Trophäe ausgezeichnet wurde. Die Mystery-Horror-Visual-Novel konnte dank spannender Geschichte, herausstechender Optik und einem schaurig-schönen Soundtrack überzeugen.
Ab dem 19. Februar 2026 könnt ihr erneut in die Welt der japanischen Folklore eintauchen. Kann Paranormasight: The Mermaid’s Curse ebenso überzeugen wie der Vorgänger? JPGAMES ist diesem Mysterium auf den Grund gegangen.
Der Preis der Unsterblichkeit
Ein geheimnisvoller Geschichtenerzähler gewährt uns einen Blick in die Vergangenheit Japans der 80er Jahre. Auf der fiktiven Insel Kameshima, in der Bucht von Ise, erzählt man sich von einem fürchterlichen Fluch, der Stürme heraufbeschwört, und Meerjungfrauen, die Unsterblichkeit gewähren können. Der junge Schüler Yuza, der als Einziger ein Desaster vor fünf Jahren überlebte, ist fest davon überzeugt, dass eine Meerjungfrau ihn gerettet hat.
Gemeinsam mit seinem Freund Azami sucht er nach Hinweisen, denn er vermutet hinter der Meerjungfrau seine Mutter, die seit dem Sturm als vermisst gilt. Doch die beiden Freunde sind nicht die Einzigen, die sich für die geheimnisvollen Meereswesen interessieren. Touristen aus dem Ausland stellen eigene Nachforschungen auf der Suche nach einem Schatz an und mächtige Persönlichkeiten auf dem Festland streben nach der Unsterblichkeit.
Dabei stellt sich schnell heraus, dass in den Geheimnissen der Vergangenheit zu graben mitunter tödlich verlaufen kann. Denn auch zahlreiche Flüche stehen mit den Legenden in Zusammenhang und mehr als nur einer davon droht ganz Kameshima auszulöschen.
Ein roter Faden
Wie bereits im ersten Teil ist die Geschichte auf mehrere Handlungsstränge aufgeteilt, die zunächst parallel zueinander verlaufen. Ihr nehmt die Perspektive einer der Figuren ein und tragt dabei Informationen über die Region, die Vergangenheit und Legenden über Meerjungfrauen zusammen. Umso mehr ihr in der Geschichte voranschreitet, umso deutlicher zeigt sich, dass die einzelnen Perspektiven in Zusammenhang stehen und sich immer mehr zu einer zusammenhängenden Geschichte verflechten.
Durch diese Erzählstruktur erhaltet ihr nach und nach immer neue Erkenntnisse, durch die auch rückwirkend Gespräche zwischen Figuren beeinflusst werden und deutlich mehr Sinn ergeben. Nicht selten beschert das Spiel dadurch echte Aha-Momente, sobald ein neuer Zusammenhang deutlich wird. Damit ihr stets den Überblick behaltet, stehen euch ausführliche Notizen zur Verfügung, in denen ihr das bereits erhaltene Wissen jederzeit nachschlagen könnt.
Mehr als nur eine Visual Novel
Paranormasight: The Mermaid’s Curse hebt sich durch sein interaktives Gameplay von den meisten anderen Visual Novels ab. Neben kleinen Rätseleinlagen, bei denen ihr Dinge bewegen oder finden müsst, hebt sich das Spiel vor allem durch seine 360-Grad-Ansichten ab. Ihr könnt die Kamera an vielen Stellen drehen und euch in alle Richtungen umschauen. Hinter dieser Mechanik versteckt sich auch gerne mal ein Schreckmoment, wenn ihr plötzlich hinter euch eine Aura wahrnehmt, zu der ihr euch widerwillig umdrehen müsst.
Neu ist diesmal auch die Tauchmechanik. Da die Geschichte sehr stark mit Meerjungfrauen und der Kultur der japanischen Ama-Taucher verknüpft ist, taucht ihr im Verlauf der Geschichte auf den Boden der Bucht ab. Unter Wasser könnt ihr euch frei bewegen und neben Meeresfrüchten auch die ein oder andere Überraschung einsammeln.
Besonders schön zu sehen ist dabei, dass eure Anstrengungen Teil der Geschichte werden und sich auch auf Gespräche auswirken. So staunen einige Anwohner nicht schlecht, wenn ihr in den ersten Spielstunden zahlreiche Meeresbewohner fangt und beispielsweise dadurch euren Tauchrang auf über 20 gebracht habt.
Durch diese überall eingestreuten Interaktionen bleibt das Gameplay erfrischend, da ihr nach längerem Lesen auch immer wieder selbst aktiv werden dürft. Und auch wenn man den zweiten Teil unabhängig vom ersten spielen kann, gibt es für besonders gründliche und aufmerksame Spielende am Ende die ein oder andere Überraschung.
Spannende Unterrichtsstunde
Auch wenn die Handlung des Spiels sowie der Hauptschauplatz Kameshima fiktiv sind, erfahrt ihr dennoch zahlreiche Fakten über real existierende Orte in der Mie-Präfektur. Das geht von historischen Ereignissen wie dem Aufschwung des Taira-Clans bis hin zu geografischen Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten wie dem Ise-Schrein. Diese kleinen Unterrichtseinlagen können stellenweise sehr viele Informationen auf einmal auf euch abladen, was gerade bei den zahlreichen Namen gelegentlich etwas zu viel sein kann.
Aber an relevanten Stellen fassen die Figuren die wichtigsten Punkte für euch erneut zusammen, sodass ihr immer im Bilde seid und der Handlung problemlos folgen könnt. Die Notizen könnt ihr zwar jederzeit auch selbst noch einmal nachlesen, allerdings ist die Steuerung im Menü recht gemächlich, wodurch „kurz etwas nachschlagen“ ein paar Sekunden länger dauert, als es müsste. Dies ist allerdings Jammern auf hohem Niveau, denn der Rest des Spiels ergibt ein stimmiges Gesamtbild.
Schön schaurig
Dieses Gesamtbild kommt vor allem durch die herausstechende Optik in Verbindung mit der Musik zustande. Paranormasight setzt auf eine verwaschene Farbpalette mit gedeckten Farben, die perfekt zu einer Gruselatmosphäre passen. Durch einen Rauschfilter und chromatische Aberration wirkt das Spiel optisch wie ein alter Röhrenfernseher. Die Musik trägt zusätzlich zum Retroflair bei, indem sie traditionelle japanische Klänge mit diesen speziellen, leicht schaurigen Noten vermischt, wie man sie von Thrillern oder Spielen wie der Zero-Escape-Reihe gewohnt ist.
Die Animationen beschränken sich auf ein Minimum, aber die teilweise ausgefallenen Posen der Figuren und ihre ausdrucksstarke Mimik verleihen ihnen Individualität und Charakter. Die dicken Linien, mit denen sie gezeichnet wurden, erinnern an traditionelle, mit Pinseln gezeichnete Werke und komplettieren die besondere Stimmung, die das Spiel hervorruft.
Gemütliche Gruselatmosphäre
Paranormasight: The Mermaid’s Curse bietet wie der Vorgänger eine spannende Geschichte, die sich nur schwer aus der Hand legen lässt. Beim Spielen kommt dieses angenehme Schauergefühl auf, das vor allem durch die gelungene musikalische Untermalung und Spannungsbögen innerhalb der Handlung hervorgerufen wird.
Die Mischung aus Fiktion und Fakten weckt Interesse, sich selbst nach dem Spiel noch näher mit der Region zu beschäftigen. Ich habe jedenfalls den ein oder anderen Punkt auf meiner Sightseeing-Liste hinzugefügt.
Die Charaktere glänzen durch glaubwürdige Persönlichkeiten, überraschen aber auch gelegentlich mit überspitzten Reaktionen, die der Geschichte auch Charme verleihen. Die Optik des Spiels schnürt schließlich alles zu einem tollen Gesamtpaket, bei dem ihr als Fan von Mystery Novels beherzt zugreifen könnt.
Story
Gameplay
Grafik
Sound
Sonstiges
Bildmaterial: Paranormasight: The Mermaid’s Curse, Square Enix, Xeen









Sehr schön! Danke für euren Test!
Ich mochte schon den ersten Teil sehr gern und werde mir auch diese Mystery-Horror-Visual-Novel die Tage zulegen! Freu mich drauf!
Danke für den Test. Freut mich das der 2. Teil auch wieder so gut wegkommt. Ich muss zwar noch den 1. Teil spielen aber ich freue mich jetzt schon auch diesen hier zu spielen. Blöd nur das ich halt nicht so oft in der Stimmung bin Vns zu lesen. Weswegen es immer dauert bis ich meinen VN Stapel abbaue.