Am 31. Oktober 2024 geht mit Dragon Age: The Veilguard der nächste Eintrag in die beliebte Rollenspiel-Serie an den Start. Während viele Fans von den bisherigen Eindrücken angetan sind, gibt es – wie leider üblich dieser Tage – auch einige Stimmen, die den Titel als „woke“ kritisieren.
Zu eben diesem Thema äußerte sich nun Serienschöpfer David Gaider, der die entsprechenden Kritiker als „ver****te Touristen“ bezeichnet. In einem Bluesky-Post schreibt er: „Offenbar sind die üblichen Verdächtigen darüber verärgert, wie woke das neue Dragon Age ist, eine offenbar plötzliche und unerwartete Entwicklung in der Serie. Ver****te Touristen.“ Letztere Bezeichnung soll vermutlich andeuten, dass Gaider diese Kritiker für falsche Fans hält. Immerhin hätten sie sonst bereits das erste Spiel von 2009 als „woke“ bezeichnen müssen.
Mehrere beliebte Online-Foren wurden in letzter Zeit mit Kritik daran überschwemmt, dass der vierte Teil des langjährigen Franchise „woke“ sei. Einige der Poster, die zu dieser Welle von Beschwerden beigetragen haben, scheinen ein Problem damit zu haben, dass die Gefährten von Dragon Age: The Veilguard kanonisch pansexuell sind, und argumentieren, dass dieser Versuch, vielfältige Romanzenoptionen anzubieten, ihnen ihre Persönlichkeit raubt. Andere scheinen aus verschiedenen genannten Gründen von der vielfältigen Charakterbesetzung des Spiels verärgert zu sein.
In einem anschließenden Gespräch mit einem anderen Bluesky-User stellte Gaider übrigens klar, dass er kein Problem damit habe, wenn den Leuten Dinge am Spiel gefallen oder es auch nicht tun. Mit seinem ursprünglichen Kommentar wollte er lediglich der Vorstellung entgegentreten, dass The Veilguard eine neue Ebene der „Wokeness“ in das Franchise einführt.
Dragon Age: The Veilguard erscheint am 31. Oktober 2024 für PlayStation 5, Xbox Series und PCs via Steam, EA-App und im Epic Games Store. Ab sofort könnt ihr euch eine standardmäßige Handelsversion für PS5* oder Xbox Series* bei Amazon vorbestellen. Darüber hinaus winkt eine Deluxe Edition* mit zusätzlichen kosmetischen Items.
via GameRant, Bildmaterial: Dragon Age: The Veilguard, Electronic Arts, BioWare
Weil das Verfügbar machen beider Optionen die Sache doch nur noch unübersichtlicher machen würde. Ich verstehe wirklich nicht, warum es für dich offensichtlich so schwer ist, aus A und/oder B einfach genau das zu machen, was du möchtest. Dies steht dir doch absolut frei und so ist automatisch jedem geholfen und es braucht nicht zusätzlichen Aufwand, den weitere Optionen nun einmal mit sich bringen würden.
Auch deine Annahme, dass wir möglicherweise bald in der Realität nur noch von A oder B sprechen, ist schon ein wenig daneben, denn es geht hier immer noch um eine simple Wahlmöglichkeit in einem Videospiel. Ich habe bisher nirgends gesehen, dass diese Vorgehensweise mit in den Alltag übernommen wurde und sich die Menschen danach orientieren. Ich denke also nicht, dass wir in der Zukunft bei Stellenausschreibungen so etwas lesen werden, wie: "Fachkraft für Büromanagement A/B/... gesucht".
Findest du? Ich denke, dass doch eher das Gegenteil der Fall ist, da man ja aus A und B (und nichts anderes ist ja der Sinn dahinter) alles machen kann, was man möchte, als dass es durch die strikte Unterteilung in die jeweils biologischen Geschlechter (die nach wie vor existieren) dann eben eingeschränkt wird. Deswegen auch noch einmal der Hinweis, dass es hier lediglich um Optionen geht. Was du nachher wählst und daraus für dich machst ist allein deine Sache und so sind eben auch der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Daran ist weder etwas verkehrt, noch wirkt es dann aufgezwungen. Kannst du dann immer noch nicht für dich einordnen, was du am Ende kreiert hast, ist das eben dein Problem, wie gesagt.
Das ist eine gute Frage! Aber was könnte man denn nun besser oder anders machen, mal abgesehen von der Lösung, einfach beide Optionen anzubieten?
Ich denke das steht und fällt wie es sich im Spielverlauf auswirkt. Wird man als Spielfigur auch als Mann oder Frau angesprochen oder tänzelt man drum herum und bleibt Neutral.
Die Vorgänger haben wo ich so drüber nachdenke es nicht anders gemacht. Man ist Hawk oder Inquisitor als Beispiel aber in Dialogen noch als er oder sie betrachtet.
Naja egal. Müssen eh warten bis das Spiel rausgekommen ist.
Ja, du hast Recht, warten wir einfach ab. Ich bin tatsächlich noch unschlüssig, ob ich überhaupt zeitnah zugreife. Das hat allerdings nur damit zu tun, dass ich mit meinem stets größer werdenden Backlog nicht wirklich hinterher komme. So langsam sollte ich die gekauften Spiele auch mal in Angriff nehmen und vor allem immer schön brav beenden.
Tja, wir Menschen sind halt komplizierte Wesen und wir können unsere eigenen Gefühle teils selbst nicht erfassen, geschweige denn die der anderen.
Ich versuche es mal aus einer neutralen Perspektive zu sehen: Aus deiner Sicht mag es befremdlich klingen, dass andere diese Umbenennung negativ auffassen könnten. Aber manch einer ist tatsächlich überfordert mit den ganzen Sachen und, egal, wie sehr man es der Person erklären mag, versteht die Änderung auf einer fundamentalen Ebene nicht. Oder eine Person empfindet solche Dinge einfach als "unangenehm".
Solche Aussagen habe ich im Forum teils vernommen und finde das auch okay. Wie ich schonmal schrieb, das sind eben einfach Gefühle, die einfach da sind und mit denen man auf die eine oder andere Weise umgehen muss.
Wenn eine Person wie @lucratio offen zu ihren Empfindungen steht, finde ich es fair, dass man vielleicht auf diese eingeht, selbst, wenn man sie nicht nachvollziehen kann. Ich finde, es gehört einiges dazu, dazu offen zu stehen und sich nicht hinter einem "Woken Agenda"-Dummgeschwätz zu verstecken.
Ob es das komplizierter macht? Wer weiß? Da müsste man vielleicht wirklich schauen, wie die Leute reagieren, ob sie finden, dass sich mehr Leute integriert fühlen und sie damit einverstanden sind oder ob es sie doch überfordert oder sie denken, das würde den Grundgedanken der Umbenennung verwässern. Ich denke, einen Test wäre es meiner Meinung nach wert.
Und was den Aufwand betrifft... nun, man müsste am Körperbau oder so nichts verändern, man fügt einfach zwei Optionen hinzu und ändert die Namen. Ich denke, das sollte jetzt nicht ZU schwierig sein.
Natürlich sind wir das und tatsächlich werde ich das Gefühl nicht los, dass du mir ein wenig die Fähigkeit abschreibst, das zu erkennen. Wenn das tatsächlich der Fall wäre, dann würde ich hier bestimmt nicht aufschlagen und mich einerseits für Inklusion/Diversität einsetzen und andererseits eben gegen Jene stellen, die sich über eine Option in einem Videospiel echauffieren und es ist nun einmal eine Tatsache, dass hier irgendwie mehr daraus gemacht wird, als eigentlich nötig.
Diesen Standpunkt habe ich bisher, so hoffe ich doch, mehr als deutlich und sachlich vertreten. Ebenso bin ich auch an die Ausführungen von @lucratio heran gegangen und wir sind halt nicht ansatzweise auf einen Nenner gekommen, was aber auch nicht schlimm ist.
Ja, das mag durchaus sein, aber das ist eben etwas, das ich schon vom Grundsatz her nicht nachvollziehen und verstehen kann, da es hier eben nicht um "solche Dinge" geht, sondern immer noch die Tatsache, dass man sich zwischen zwei Optionen entscheiden kann, die den Körperbau einer fiktiven Figur bestimmen, aber eben auch nur das. Es wird nicht so sein, dass wir zum Launch des Spiels plötzlich genau diese Bezeichnungen auch in der Realität nutzen müssen...
Nehmen wir nun mal an, es würde Optionen wie männlich, weiblich, divers, trans, usw. in den Spielen geben. Wäre das denn wirklich die bessere Alternative, als die, für die man sich aktuell entschieden hat und bei der jeder einzelne, und mag er das noch so kritisch sehen, einfach nach seinem Gusto und völlig frei wählen kann, was er oder sie in seiner Figur sehen möchte? Ich denke, am Ende ist es aber ohnehin egal, was man als Entwickler macht, irgendjemanden wird es immer geben, der sich an etwas stört.
Nun ja, wie dem auch sei. Ich kehre diesem Thread nun den Rücken, so wie du es mir geraten hast, da ich hier mit meiner Meinung ohnehin nur anecke und man mich offensichtlich missversteht und als jemanden abstempelt, der die Gefühle anderer nicht akzeptiert. Das ist aber mit Sicherheit nicht der Fall, aber macht ja nix, ich bin dann eh erstmal weg. Tschödelö!