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Im Test! Lego Star Wars: Die Skywalker Saga

TitelLego Star Wars: Die Skywalker Saga
Japan5. April 2022
Warner Bros. Interactive Entertainment
Nordamerika5. April 2022
Warner Bros. Interactive Entertainment
Europa5. April 2022
Warner Bros. Interactive Entertainment
SystemPlayStation 4/5, Xbox Series S/X, Xbox One, Nintendo Switch, PCs
Getestet fürXbox Series X
EntwicklerTraveller’s Tales
GenresAction-Adventure
Texte
Deutschland Nordamerika 
VertonungDeutschland Nordamerika 

Das Star-Wars-Franchise gilt bekanntermaßen bereits seit langer Zeit als eines der erfolgreichsten Franchises der Unterhaltungsbranche. Daher ist es auch nur wenig verwunderlich, dass auch diverse Spielzeughersteller ein Stück vom Star-Wars-Kuchen abhaben möchten.

Einer dieser Spielzeughersteller ist der dänische Lego-Konzern, welcher neben dem Vertrieb der weltweit bekannten und extrem erfolgreichen Stein-Bausätzen auch Interesse am digitalen Unterhaltungsmarkt hat. Neben unzähligen Lego-Star-Wars-Videospielen gab es auch schon etliche Titel zu weiteren Franchises, wie beispielsweise dem Marvel-Franchise, dem Indiana-Jones-Franchise und dem Harry-Potter-Franchise. Neben diesen lizenzierten Titeln wurden allerdings auch unzählige nicht-lizenzierte Lego-Titel wie beispielsweise Lego Racers oder Lego Ninjago veröffentlicht.

Der neueste Ableger der Lego-Star-Wars-Reihe hört auf den Namen Lego Star Wars: Die Skywalker Saga und wurde erstmals während der Star Wars Celebration in Chicago im Jahre 2019 angekündigt. Der erste offizielle Trailer folgte dann im Zuge der E3 2019. Hier konnten wir den Titel vor Ort sogar selbst in einem ausführlichen Gameplay-Video begutachten. Entwickelt wurde der Titel vom britischen Entwickler Traveller’s Tales, welcher sich unter anderem für die letzten Lego-Harry-Potter-Ableger und Lego Worlds verantwortlich zeichnet. Als Publisher fungiert Warner Bros. Interactive Entertainment.

Nach der ersten Ankündigung war es lange Zeit sehr still um einen möglichen Veröffentlichungstermin des neuen Lego-Ablegers. Teilweise gab es sogar Vermutungen, dass die Entwicklung des Titels vielleicht sogar auf Eis gelegt wurde. Während der Gamescom 2020 wurde dann erstmals ein relativ konkretes Erscheinungsdatum genannt. Im ersten beziehungsweise zweiten Quartal 2021 sollte es endlich so weit sein. Dieses Datum wurde jedoch relativ schnell wieder verworfen und nach hinten verschoben. Der finale Termin sollte dann am 5. April 2022 stattfinden. Lego Star Wars: Die Skywalker Saga erscheint für PlayStation, Xbox Series, Xbox One, Nintendo Switch und PCs.

Ob der von vielen Lego- und Star-Wars-Fans heiß erwartete Titel halten kann, was er verspricht, und ob sich die relativ lange Wartezeit gelohnt hat, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test.

Erstmals alle neun Filme nachspielbar

Bei Lego Star Wars: Die Skywalker Saga haben SpielerInnen erstmals die Möglichkeit, alle neun Hauptfilme beziehungsweise alle drei Trilogien der Star-Wars-Saga nachzuspielen. Die vorherigen Lego-Star-Wars-Titel beschäftigten sich entweder mit nur einem einzigen Film oder aber mit nur einer von insgesamt drei Trilogien.

»Bei Lego Star Wars: Die Skywalker Saga haben SpielerInnen erstmals die Möglichkeit, alle neun Hauptfilme beziehungsweise alle drei Trilogien der Star-Wars-Saga nachzuspielen.«

Zu Beginn des Spiels hat man also die Wahl, mit welcher Trilogie man sein Abenteuer beginnen möchte. Zur Wahl stehen zu Beginn des Abenteuers demnach Episode 1, in der man mit Qui-Gon Jinn und Obi-Wan Kenobi startet. Episode 4, welche die klassische Trilogie darstellt, und Episode 7, also die aktuelle Trilogie, die zuletzt in den Kinos lief. Je nach Wunsch kann man das Spiel also in seiner eigenen Reihenfolge absolvieren, was sehr löblich ist, da es mittlerweile doch sehr unterschiedliche Generationen von Star-Wars-Fans gibt und jede ihre eigenen Favoriten hat.

Was jedoch nicht nachgespielt werden kann, sind die beiden Spin-off-Filme Rogue One und Solo. Da beide aber nicht zur Hauptstory zählen, ist das verschmerzbar.

Gewohnt wuseliges Lego-Gameplay

Das Gameplay von Lego Star Wars: Die Skywalker Saga kann am ehesten als gewohnte Lego-Kost beschrieben werden. Hier und da gibt es zwar deutlich mehr Freiheiten, als es noch in den vorherigen Lego-Star-Wars-Titeln der Fall war, unterm Strich hält man sich jedoch an bewährte Formeln.

»Die weitläufigeren Arealen und die Möglichkeit, fast zu jeder Zeit zwischen bereits besuchten Locations frei hin und her zu reisen, machen einen zusätzlichen Reiz aus und lockern das Spielgeschehen deutlich auf.«

Die weitläufigeren Arealen und die Möglichkeit, fast zu jeder Zeit zwischen bereits besuchten Locations frei hin und her zu reisen, machen einen zusätzlichen Reiz aus und lockern das Spielgeschehen doch deutlich auf. Hier hätte ich mir allerdings noch einen Tick mehr Freiheit oder eine etwas weitläufigere Weltraumebene gewünscht, in der man etwas mehr erkunden kann. Aber das wäre von einem Lego-Titel, der ja schließlich von allen Altersklassen gespielt werden können muss, vielleicht etwas zu viel verlangt.

Die Level sind geradlinig und eher simpel gehalten

Die Level gestalten sich Lego-typisch relativ geradlinig, mit einigen Baueinlagen hier und da und auch mal einem kleineren Bosskampf. Man merkt am Leveldesign aber deutlich, dass der Titel doch auch auf ein jüngeres Publikum beziehungsweise die ganze Familie zugeschnitten ist. Knallharte Kämpfe und Herausforderungen sucht man hier also vergebens. Dennoch schafft es das Spiel, den typischen Star-Wars-Charme gekonnt zu transportieren und mit dem Lego-typischen Witz zu verfeinern und bietet somit viel Spaß für Jung und Alt.

Neben den typischen Standardleveln haben es auch einige besondere Events, wie beispielsweise das Podrennen aus Episode 1, ins Spiel geschafft. Diese lockern das Spielgeschehen immer wieder auf und sorgen so für die nötige Abwechslung, damit erst gar keine Langeweile aufkommen kann.

Unterm Strich bleibt also ein äußerst solides Gameplay im Lego-Stil mit den bekannten und beliebten Locations und Charakteren des Star-Wars-Universums, welches die vorherigen Lego-Star-Wars-Abenteuer deutlich in den Schatten stellt.

Grafisch deutlich hochkarätiger als die Vorgänger

Aus technischer Sicht braucht sich der Titel keinesfalls zu verstecken. Ganz anders als beim Großteil der vorherigen Lego-Ableger, wurde bei der Skywalker Saga deutlich mehr Wert auf eine hochkarätige Optik gelegt. Neben schönen Texturen gibt es auch ein tolles Beleuchtungssystem und sogar diverse Partikeleffekte wie beispielsweise Schmutzpartikel auf den Lego-Charakteren zu bestaunen. Für einen Lego-Ableger ist das auf jeden Fall ein neuer Maßstab in Sachen grafischer Qualität.

Auch sind uns während des Tests nur sehr selten Slowdowns oder Bugs untergekommen, was ebenfalls sehr löblich ist. Alles in allem ist der Titel technisch also wirklich eine runde Sache.

Auch ein Fest für die Ohren

Doch nicht nur grafisch kann der Titel glänzen, auch der Sound ist absolut einwandfrei und Star-Wars-typisch mit einem fantastischen Soundtrack, wunderbar wuchtigen und wummernden Soundeffekten und Klangteppichen untermalt. Hier bleiben absolut keine Wünsche offen.

Endlich wieder Couch-Koop

Was in den letzten Jahren leider immer seltener wurde, sind die sogenannten Couch-Koop-Spiele. Also Spiele, die man zusammen mit einem Freund vor dem heimischen Bildschirm zocken kann. Dieser Couch-Koop kehrt nun mit der Skywalker Saga zurück und so habt ihr beziehungsweise der zweite Spieler jederzeit die Möglichkeit, direkt ins Spielgeschehen einzusteigen und einfach mitzuspielen.

Momentan ist dieser Mehrspieler-Modus allerdings nur lokal verfügbar. Einen Online-Modus gibt es zum jetzigen Zeitpunkt also noch nicht. Ob dieser noch via Update nachgereicht wird, ist noch nicht bekannt. Das ist zwar schade, aber durch den enthaltenen lokalen Koop-Modus verschmerzbar.

Fazit

Mit Lego Star Wars: Die Skywalker Saga hat der Entwickler Traveller’s Tales ein wirklich ordentliches Lego-Abenteuer abgeliefert, welches mit witzigen Ideen und tollem Star-Wars-Gameplay für Jung und Alt glänzen kann. Hochtrabende Herausforderungen oder bockschwere Kämpfe darf man hier natürlich nicht erwarten.

Auch aus technischer Sicht gibt es nicht wirklich etwas zu bemängeln. Die Grafik ist sehr ordentlich und kann mit schönen Texturen, einem tollen Beleuchtungssystem und einem detaillierten Partikelsystem überzeugen. Auch auf soundtechnischer Seite bleiben keine Wünsche offen. Der Soundtrack ist Star-Wars-typisch fantastisch und gepaart mit den knackigen Soundeffekten ergibt sich auch hier ein äußerst rundes Gesamtbild.

Sehr schade ist jedoch, dass der Multiplayer-Modus der Skywalker Saga lediglich im Couch-Koop gespielt werden kann. Das heißt, man kann nur lokal an einem Monitor mit einem Freund zusammen spielen, nicht aber online. Ob dies noch per Update nachgereicht wird oder nicht, ist aktuell noch nicht bekannt.

Die Skywalker Saga bietet also sehr viel Spaß für alle Fans des Star-Wars-Franchises und solche, die es werden wollen. Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung.

 

Story

Alle drei Trilogien, also ganze neun Filme können nachgespielt werden. Die Spin-offs Rogue One und Solo sind jedoch nicht enthalten.

Gameplay

Typisches Lego-Gameplay mit viel Witz und dem typischen Star-Wars-Charme halten einige Zeit bei Laune. Auch diverse Events wie das Podrennen haben es ins Spiel geschafft.

Grafik

Auf hohem Niveau und glänzt mit schönen Texturen, einem tollen Beleuchtungssystem und erstmals sogar mit einem Partikelsystem, welches beispielsweise Schmutz auf den Lego-Charakteren darstellt.

Sound

Der Star-Wars-typische Soundtrack gepaart mit knackigen Soundeffekten sorgen für den perfekten Klang.

Sonstiges

Der Multiplayer-Modus ist leider nur im Couch-Koop spielbar. Einen Online-Modus gibt es zum aktuellen Zeitpunkt nicht. Vielleicht wird dieser noch per Update nachgereicht.

Bildmaterial: Lego Star Wars: Die Skywalker Saga, Warner Bros. Interactive Entertainment / Traveller’s Tales

4 Kommentare

  1. Gibt es denn auch wieder die typischen Sammelaufgaben? Sowas mag ich eigentlich recht gern, sofern es sich ordentlich aufs Spiel verteilt.

    Und lässt sich was zum Humor sagen? Hab letztens ein Video angesehen, in dem dieser krtisiert wurde, weil er jetzt auf eine andere Art präsentiert wird als früher. Hab aber nicht wirklich verstanden, inwiefern sich bei den Beispielen Gag A grossartig von Gag B unterscheidet.

    Test ist jedenfalls interessant. Bin bei den LEGO-Spielen noch ein ziemlicher Frischling, siehe das Durchgespielt-Thema, mag die Dinger aber recht gern. Und auch wenn ich jetzt nicht so der Star Wars Fanatiker bin, dass ich die klassischen Filme in ihrer inzwischen dritten LEGO-Inkarnation brauche, halt ich da ein Auge drauf. Allein die Grafik ist ja ein gewaltiger Sprung nach vorne, Qui-Gon vor dem Palast sieht phantastisch aus. Wird dann deshalb auch wohl die PS-Version statt wie üblich der PC.
  2. Bin einfach nicht genug Lego Fan das ich Spaß habe damit. Der Humor ist klasse aber muss mich etwas zwingen es zu beenden und ich laufe da nur durch. Mir ist das auch schon zu umfangreich alleine was es da zum freischalten gibt. Für mich aber bis jetzt das beste Lego Game auch wenn ich das mit Lego City auch richtig gut fand.
    Klasse Test.
  3. Es gibt jede Menge zu Sammeln!
    Teilweise so viel das der Erkundungsreiz darunter leidet wenn du in den weitläufigen Gebieten alle paar Meter einen Kryostein oder ein Rätsel vorgesetzt bekommst.
    Außerdem kann man alles auf der Map sehen.

    Der Humor ist wie immer gut und man kann die Synchro auch ausstellen und das Spiel im klassischen Mumble-Mode durchspielen.
    Tatsächlich gibt es aber auch ein paar echt lustige Dialoge wenn man mit Synchro spielt.
  4. Naja so unterschiedlich sind die Geschmäcker ^^

    Der Witz wird meiner Meinung nach aber immer noch genau so transportiert, wie es bei den Lego-Titeln schon immer der Fall war. Also was hier anders sein soll als in den vorherigen Spielen, verstehe ich nicht :P

    Spielt sich halt wie ein typischer Lego-Titel und genau das ist auch mein größtes Problem.
    Ich hatte mehr erwartet in Sachen Freiraum.

    Aber für das was es sein will, ist es wirklich richtig gut und macht ne Menge Spaß. Man darf halt nicht die Zielgruppe vergessen. Da wäre ne richtige Open-World vielleicht doch zu viel des guten. ^^
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